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Neuer Top-Rennradreifen: Schwalbe Pro One

Schwalbe präsentiert neue Top-Reifenpalette Pro One

Der deutsche Reifenhersteller Schwalbe hat seinen Top-Rennradreifen von Grund auf überarbeitet. Unter dem Produktnamen Pro One ist dieser ab sofort in drei Ausführungen erhältlich: klassisch mit Schlauch, Tubeless und als Zeitfahrreifen.

Ziel war es laut Schwalbe, einen schnellen, leichten und sicheren Reifen zu entwickeln, der zugleich ein Höchstmaß an Souplesse bietet. Darunter versteht Schwalbe hohe Geschmeidigkeit beim Abrollen und Lenken sowie ein komfortables, „sensibles Fahrgefühl“, das an Schlauchreifen heranreichen soll. Herausgekommen ist eine neue Generation von Pro One-Reifen, die trotz des identischen Namens „keine weitere Entwicklungsstufe des Vorgängers, sondern eine komplett neue Lösung“ ist, wie Schwalbes Produktmanager Peter Krischio betont. „Wir haben eine komplett neue Karkasse konstruiert, die Compounds [Gummimischung, d. Red.] optimiert und die Fertigung in allen Facetten weiter modernisiert“, so Krischio weiter.

Drei Versionen des Pro One

Der Pro One Tubeless Easy wurde speziell für die Anwendung ohne Schlauch konzipiert und bietet laut Schwalbe mit Abstand die beste Performance der drei neuen Pro One-Ausführungen. In 25 Millimetern Breite soll der Tubeless-Reifen gerade mal 245 Gramm wiegen, dabei 13 % schneller rollen als sein Vorgänger, 22 % mehr Grip bieten und dabei pannensicherer und haltbarer sein. Erhältlich ist der Pro One TLE (Tubeless easy) in der weit verbreiteten Größe 28 Zoll in 25, 28 und 30 Millimetern Breite für je 69,90 Euro pro Stück. Zum gleichen Preis gibt es den Pro One TLE auch in 27,5 Zoll (25 und 28 mm Breite) sowie 26 und 20 Zoll (jeweils 28 mm Breite).

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Der neue Pro One Tube Type ist für all diejenigen Rennradfahrer entwickelt, die klassisch mit eingelegtem Schlauch fahren möchten. In 25 Millimetern Breite wiegt er laut Schwalbe 235 Gramm und rollt 13 % leichter, bietet 22 % mehr Grip und 30 % mehr Durchschlagschutz als sein Vorgänger One, der bisherige Top-Reifen mit Schlauch im Schwalbe-Sortiment. Den Pro One Tube Type gibt es „nur“ in 28 Zoll, dafür in den Breiten 23, 25, 28 und 30 Millimeter. Kostenpunkt für alle Ausführungen: 59,90 Euro.

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Der Pro One TT Tubeless Easy wiederum ist laut Schwalbe der leichteste Tubeless-Reifen der Welt und insbesondere für Zeitfahrer und Triathleten gedacht. Als reiner Wettkampfreifen ist er – O-Ton Schwalbe – „am Limit konstruiert“, mit gerade mal 205 Gramm in 25 mm Breite sehr leicht und noch einmal 21 % schneller als der „normale“ Pro One TLE. Triathlet Patrick Lange nutzte einen Prototypen des Pro One TT TLE, als er 2018 den Ironman auf Hawaii in neuer Rekordzeit gewann. Neben der 25 mm-Ausführung gibt es den Reifen auch in 28 mm, beide Ausführungen kosten pro Stück 69,90 Euro. Optischer Hingucker: Der Pro One TT TLE gibt es derzeit ausschließlich mit heller Seitenwand. Die sucht man beim Pro One TLE und Pro One Tube Type vergeblich, beide Reifen sind – Stand heute – „nur“ in schwarz erhältlich.

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Für alle Reifen-Ausführungen verspricht Schwalbe übrigens eine optimierte Aerodynamik (relevant ist hierbei, wie gut das Reifenprofil Luftströme lenkt). Die Reifenbreiten sind abgestimmt auf moderne Felgenbreiten von 19 Millimeter Innenweite. Übrigens: Damit man Tubeless- und Tube-Type-Reifen nicht verwechselt, ist auf der Seitenwand ein Hinweis angebracht.

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Tubeless auf dem Vormarsch

Laut Schwalbe lassen sich alle neuen Tubeless-Modelle ohne Reifenheber und Kompressor genauso leicht wie ein klassischer Clincher mit Schlauch montieren. Schwalbe verweist auf die jahrelange Erfahrung mit Tubeless im Rennradbereich. „Darüber hinaus arbeiten wir Hand in Hand mit Felgen- und Laufradherstellern“, betont Produkt Manager Peter Krischio. „Unentwegt testen wir die Montage und Kompatibilität unserer Reifen auf deren aktuellen Tubeless-Laufrädern und können dadurch die Fertigungstoleranzen der Bauteile optimieren. Eine entsprechende Übersicht von getesteten Laufrädern ist auf unserer Website hinterlegt.“ Zum anderen verweist Schwalbe auf eine spezielle Dichtlippe für den Reifenwulst, die sich nach der Montage an das Felgenhorn anschmiegt und den Reifen luftdicht zur Felge abschließt.

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Doch warum sollte man überhaupt auf den Schlauch verzichten? „Tubeless-Reifen sind in puncto Rollwiderstand, Grip und Komfort weit überlegen“, betont Produkt Manager Peter Krischio. „Wir sprechen hier nicht von marginalen Unterschieden, sondern von bis zu 20 Prozent Vorteil!“ Selbst im lange Zeit eher konservativen Profisport setzt sich die Technologie zunehmend durch: Bei der Tour de France 2019 setzte unter anderem das Team Deceunick – Quick Step auf Tubeless. Schwalbe selbst rüstet das belgische Team Wallonie Bruxelles sowie das Damen-World-Tour-Team Canyon-Sram mit Tubelessreifen aus. Ob künftig noch mehr Profis ohne Schlauch unterwegs sein werden. „Ich rechne fest damit“, sagt Peter Krischio, „Junge, innovative Fahrer akzeptieren im Zeitalter von Scheibenbremsen und elektronischer Schaltung einen handgenähten Schlauchreifen nicht mehr als State of the Art.“

Neuerungen auch beim Schwalbe One

Von den Neuentwicklungen beim Pro One profitiert auch die Nummer zwei im Rennrad-Portfolio von Schwalbe: der One. Dieser basiert in der jüngsten Entwicklungsstufe auf dem bisherigen Pro One und soll laut Schwalbe der perfekte Allround-Rennradreifen sein. Erhältlich nur noch in der etwas einfacheren „Performance Line“ (bisheriger One und neuer Pro One: „Evolution Line“), kostet der One weniger als bisher und ist sowohl als Tubeless-Variante TLE (25 und 28 mm Breite, zwei Farboptionen, 54,90 Euro) oder klassischer Ausführung mit Schlauch erhältlich (23, 25, 28 und 30 mm Breite, fünf Farboptionen, 39,90 Euro) erhältlich. Der One TLE konnte bereits überzeugen: Im ROADBIKE-Vergleichstest von sieben Tubeless-Reifen sicherte er sich den Testsieg (RB-Ausgabe 06/19).

Parts Tests Tubeless-Reifen-Test 2019 (25 mm) Tubeless-Reifen im ROADBIKE-Test: Reif für die Masse?

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