Zwölf Top-Rennräder der Saison 2011 im Vergleichstest

Kommentar: Wer braucht Rennräder für 10.000 Euro?

Wer braucht eigentlich Rennräder für 10.000 Euro? RoadBIKE-Redakteur Felix Böhlken geht dieser Frage nach.
Zu den getesteten Produkten
18 Alu-Rennräder bis 1500 Euro im Vergleich Felix Böhlken

Felix Böhlken, Redakteur

10.000 Euro für ein Fahrrad – geht’s eigentlich noch?! Leserkommentare wie dieser werden uns auch nach dem aktuellen Test wieder erreichen. Zurecht! Denn Rennräder zum Preis eines Neuwagens mögen faszinieren. Kaufen und fah­ren werden solche Hightech-Boliden nur wenige Rennradfahrer.

Aber: Die Top-Renner setzen Trends und lassen erkennen, wohin sich der Markt (auch bei den günstigeren Modellen) in Zukunft entwickeln wird. Deshalb testet RoadBIKE solche Räder – für alle Leser.

Allerdings hat RB „vernünftige“ Topmodelle zu diesem Test bestellt – das bedeutet: Spitzenrahmen mit Top-Gruppe, aber mit bezahlbaren Laufrädern mit Alu-Felgen. Die sind voll alltagstauglich. Ganz im Gegensatz zu sündteuren Vollcarbon-Laufrädern, die RoadBIKE explizit nicht angefordert hat.

Denn diese Prestige-Objekte treiben den Kaufpreis nochmals gewaltig nach oben, ihr Nutzen im Alltag dagegen ist fragwürdig – bei den Bremsleistungen und auch was die (meist) notwendigen Schlauch­reifen angeht. Auch Profis fahren Carbonlaufräder nur im Rennen, nicht im Training. Lediglich Storck schickte trotzdem Vollcarbon – und punktet deshalb beim Gewicht.

16.02.2011
Autor: Felix Böhlken
© RoadBIKE
Ausgabe 02/2011