20 Carbon-Renner um 3000 Euro im Test

Neue Klasse

Wer ein Klasse-Rennrad will, braucht nicht das Teuerste vom Teuren. Für 3000 Euro bleiben keine Wünsche offen.
Zu den getesteten Produkten

RoadBIKE-Umfrage: Welchen Preis würden Sie für ein Rennrad bezahlen? Stimmen Sie jetzt ab - in unserer Frage der Woche.

Image ist nichts! Dieser Werbespruch für eine zuckersüße Blubberbrause vor einigen Jahren klang so griffig wie er falsch war. Rennrad-Begeisterte wissen das – aus leidiger Selbsterfahrung: Wer schielt nicht gern auf die schillernden Neuheiten, sündteure Traumräder mit wohlklingenden Ausstattungen à la Dura-Ace, Red oder Super Record. „Aber wer soll so etwas bezahlen?“, fragen immer wieder RoadBIKE-Leser die Redaktion, während im Winter gerade diese neuen Traumräder Begehrlichkeiten wecken.

Die Kaufabsichten liegen woanders: 2999 Euro etablieren sich in der Saison 2010 als wichtiger Preispunkt, die Road­BIKE-Leser nennen diesen Preisbereich als einen ihrer beliebtesten. Deshalb hat Road­BIKE 20 Renner dieser neuen Klasse getestet – und echte Klasse-Rennräder entdeckt.

Wie viel Rad brauche ich?

„Das sind Spitzen-Räder! Wer mehr ausgibt, muss es schon übrig haben.“ Dieses Lob von Redakteur Nils Flieshardt passt gleich auf ein halbes Dutzend der Testräder. Ein Blick auf die Fakten erklärt die Begeisterung aller Testfahrer. Bei fünf Rädern steht beim Gewicht die sechs vor dem Komma: Bergamont trifft genau die UCI-Norm von 6,8 Kilo, und KTM, Poison, Red Bull und Simplon bleiben nur knapp darüber.

Das Durchschnittsgewicht im Testfeld liegt bei 7,2 Kilo, nur BMC, Ridley, Specia­lized und Stevens bringen über 7,5 Kilo auf die Waage. Dass die Gewichte so niedrig sind, liegt auch an den Ausstattungen der Räder – die Hersteller verzichten zwar auf imageträchtiges Carbon an Sattel oder Lenker, die Funktion und Zuverlässigkeit der Bauteile spricht aber für sich. Lediglich bei den Sattelstützen würde Carbon manchen Rahmen spürbar verbessern und mehr Dämpfungskomfort bringen.

31.03.2010
Autor: Felix Böhlken
© RoadBIKE
Ausgabe 03/2010