Individuelle Bekleidung für Rennradfahrer im Vergleich

Tipps vom Profi: Darauf kommt es an

Profi-Tipps für das perfekte Trikot: Der Designer Horst Brozy hat schon zahlreiche Radsport-Trikots gestaltet und verrät, worauf es dabei ankommt.

1. Brainstorming: Im ers­ten Schritt Ideen sammeln, die in das Design einfließen könnten. Zum Beispiel ein bestimmtes Detail des Vereinslogos, das als Wiedererkennungsmerkmal eingesetzt wird. Man kann sich natürlich auch daran orientieren, was einem an anderen Trikots generell gefällt.

2. Weniger ist mehr: Formen und Farben sind wichtig für das Design, können aber auch Unruhe in den Entwurf bringen: Lieber auf klare Linien setzen. Eines meiner Lieblingstrikots ist zum Beispiel das des Cervélo Test-Teams von 2009. Es ist sehr klar und schlicht gehalten, und die Sponsoren-Logos kommen gut rüber.

3. Platz fürs Auge: Vorsicht bei Komplementärfarben, sie flimmern vor dem Auge. So wie etwa Rot mit Grün, Blau mit Orange oder Violett mit Gelb. Sollen diese Farben dennoch zum Einsatz kommen, benötigen sie einen Kontrast dazwischen, zum Beispiel weiße Flächen. So wirkt das Design gleich frischer und leichter.

4. Abwechslung: Gleichförmigkeit wirkt schnell langweilig. Mein Tipp: Asymmetrie ins Spiel bringen, indem etwa die linke Hälfte des Trikots anders gestaltet wird als die rechte.

5. Repräsentieren: Die Logos sollten natürlich gut erkennbar sein. In Renn­radhaltung kommt etwa die Schulter gut zur Geltung. Lange Sponsorennamen senkrecht stellen, so laufen sie nicht über den Reißverschluss. Im Rennen sollten Logos nicht von der Startnummer verdeckt werden. Kleine Logos sind, etwa in der Zeitung, kaum zu erkennen.

05.04.2012
Autor: Felix Frakow
© RoadBIKE
Ausgabe 02/2012