Rennräder im Test

Testbericht: Rose Backroad Force (Modelljahr 2018)

Foto: Björn Hänssler/RoadBIKE RoadBIKE Rennradtest Gravel und Cyclocross

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Da hat Rose einen treffenden Namen gefunden: Backroad.
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Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • breite Reifen gut im Gelände, auf der Straße etwas zu üppig

Testurteil

Testurteil sehr gut
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Testurteil: Sehr gut (88 Punkte)

Geeignet für: Allesfahrer

Das Ergebnis unseres Rennrad-Tests: Der beschreibt das Testrad punktgenau. Denn dass er von der Straße kommt, kann und will dieser Allesfahrer niemals verhehlen: Man sitzt leicht gestreckt, aber ohne starke Sattelüberhöhung. Genauso, wie Tourer und Vielfahrer sich das wünschen. Durch den langen Radstand und die mit 40 mm recht breiten Reifen (das ist neu am getesteten 2019er-Modell), ist das Rose Backroad Force bestens gerüstet für Ausflüge abseits vom Asphalt: egal ob Schotterpisten, Wald- oder miese Radwege. Überall folgt es stets gelassen, rollt mit stoischer Ruhe. Perfekt für Pendler und Abenteuerlustige eben.

Klar, die üppigen Reifen sind keine Leichtgewichte – das spürt man bei Antritten und im Handling. Hier ist das Backroad ganz klar ein Gravelbike. Doch gemessen am Gewicht der Laufräder und dem Volumen der Reifen, rollt das Rose Backroad Force erstaunlich gut, macht auch auf der Straße eine passable Figur. Mit schmaleren Reifen käme es der Interpretation eines modernen Touren-Rennrads sehr nahe. Das leichte, extrem steife Rahmen-Set federt gut und hat sogar das Potenzial, im Touren-Segment mitzumischen. Im Konfigurator von Rose lassen sich schon bei der Bestellung entsprechend andere Reifen ordern – oder auch leichtere Laufräder. Deren Gewicht ist der einzige Kritikpunkt am Testrad: Gemessen am sehr fairen Preis, gehen die Räder zwar in Ordnung, aber wenn es das Budget hergibt, lohnt sich hier ein Upgrade ohne Zweifel – ist das Backroad doch ein erfreulich vielseitiger Alleskönner, konzipiert für Touren jeder Gangart und in jedem Gelände, je nach Ausstattung. Die Schaltung mit nur einem Kettenblatt am Testrad liegt zwar voll im Gravel-Trend, für die Straße fehlen manchem aber große Gänge und eine feinere Abstufung.

Technische Daten des Test: Rose Backroad Force

Preis: 2549 Euro
Gewicht: 8,6 kg
Rahmengewicht: 1069 g
Gabelgewicht: 345 g
Laufradgewicht mit Reifen, Disc, Kassette: (ohne Schnellspanner /Steckachse) 3787 g
Vertriebsweg: Versandhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: 51/54/57/59/62 cm
Getestete Rahmenhöhe: 57 cm
Rahmenmaterial: Carbon
Lenkkopfsteifigkeit: 122 Nm/Grad
Tretlagersteifigkeit: 129 N/mm
Komfort vorne: 218 N/mm
Komfort hinten: 278 N/mm
Laufradsteifigkeit Vorderrad: 79 Nm/Grad
Laufradsteifigkeit Hinterrrad: 83 Nm/Grad
Schaltgruppe: Sram Force1, 11–32
Kurbelsatz: Sram Force1, 40
Bremse: Sram Force HRD, 160 mm
Laufräder: Rose Thirty
Reifen: Schwalbe G-One, 40 mm
Vorbau: Ritchey WCS
Lenker: Ritchey WCS
Sattel: S. Italia Novus
Sattelstütze: Rose RC-170

Profil:

Geometrie:

Fazit

Das Rose Backroad Force ist eine extrem vielseitige Plattform für Touren – egal ob im Gelände oder auf der Straße. Das Testrad punktet mit einem Kettenblatt und fetten Reifen bei schnellen Gravel-Fahrern. Mit schmaleren Pneus kann es aber locker sogar als Tourer mithalten.

18.10.2018
Autor: Felix Böhlken
© RoadBIKE
Ausgabe /2018