Rennräder im Test

Testbericht: Ridley Damocles

Ridley Damocles - Bike
Die belgische Traditionsmarke Ridley schickt einen eher entspannten Tourer in dieses Testfeld.
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Bewertung


Testurteil

Testurteil gut
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Denn das lange Steuerrohr ermöglicht auf dem Damocles eine rückenschonende Sitzposition, die durch das im Verhältnis zum Sitzrohr recht lange Oberrohr allerdings trotzdem leicht gestreckt bleibt. Am Berg fährt es daher hinter der Konkurrenz her – wozu das mit Abstand höchste Gesamtgewicht von nicht standesgemäßen 8 Kilo ebenfalls einen gehörigen Teil beiträgt. Zum ruhigen Charakter des Damocles passt die aktive, aber niemals aufgeregte Lenkung. So führt der laufruhige Belgier sehr sicher durch jeden Kurvenradius – ideal für Tourenfahrer. Erst beim genaueren Hinschauen offenbart das Ridley seine wahren Schwachpunkte: Der Rahmen wiegt satte 1490 Gramm. Selbst für einen Alu-Rahmen wäre das kein besonders guter Wert, für das teure Rahmenmaterial ist er mehr als enttäuschend. Das kann auch die ordentliche Ausstattung mit den hervorragenden Laufrädern in der Punktewertung nicht ausbügeln.

Technische Daten des Test: Ridley Damocles

Preis: 3730 Euro
Vertriebsweg: Fachhandel
Gewicht: 8010 g
Rahmengewicht: 1490 g
Gabelgewicht: 432 g
Rahmenhöhen: XXS/XS/S/M/L/XL
Getestete Rahmenhöhe: L
Rahmenmaterial: Carbon
Schaltgruppe: Sram Force, 11-26
Kurbelsatz: Sram Force, 50/34
Bremse: Sram Force
Laufräder: Fulcrum Racing 3
Reifen: Vittoria Fortezza, 23 mm
Gabel: 4ZA Damocles
Gabelmaterial: Vollcarbon
Steuersatz: FSA, integriert
Vorbau: 4ZA Classyc
Lenker: 4ZA Classyc
Sattel: 4ZA Classyc
Sattelstütze: 4ZA Classyc

* 0-20 schwach, 20-40 befriedigend, 40-60 gut, 60-80 sehr gut, 80-100 überragend

Fazit

Der schwere Rahmen und das hohe Gesamtgewicht enstprechen nicht dieser Preisklasse, damit verspielt sich der angenehme Tourer von Ridley viele wertvolle Punkte und eine bessere Note.

05.11.2008
Autor: Felix Böhlken
© RoadBIKE
Ausgabe /2008