Rennräder im Test

Testbericht: Rennstahl 931 Rennrad (Modelljahr 2019)

Foto: Benjamin Hahn RoadBIKE Stahl-Rennräder im Test

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Stahl – modern interpretiert. Das leichte Rennstahl 931 Rennrad gefällt als eigenständiges Touren-Rennrad mit sportlicher Note. Nur der Lenkkopf könnte steifer sein.
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Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • sehr edle, aber teure Ausstattung
  • Lenkkopf und Hinterrad weich

Testurteil

Testurteil sehr gut
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Testurteil: Sehr gut (12 Punkte) (Rahmen-Set, max. 15 Punkte)

Das Ergebnis unseres Rennrad-Tests: Rennräder aus Stahl sind altbacken, schwer wie Blei und machen keinen Spaß? Wer so denkt, dem sei eine Probefahrt mit dem edlen 931 von Rennstahl empfohlen. Sehr leicht, sehr wendig, ohne je nervös zu werden und äußerst antrittsstark, begeistert es vom ersten Meter an auf der Straße. Dabei dämpft der Rahmen auch noch gut, die bequem-sportliche Sitzposition gefällt Rennfahrern und Marathonisti gleichermaßen.

Hinter Rennstahl steht dasselbe Team um Andreas Kirschner, das – in Garching bei München ansässig – auch die Titan-Marke Falkenjagd verantwortet. Der Anspruch der Macher an sich selbst: die Innovations- und Technologieführerschaft in ihrem Bereich. Entsprechend eigenständig und modern gibt sich das 931. Den Edelstahlrahmen kombinieren die Entwickler mit einer hauseigenen Titangabel, Vorbau und Sattelstütze sind ebenfalls aus unverwüstlichem Titan gefertigt. Und auch die Tubeless-Reifen von Schwalbe drücken aus: Rennstahl gibt sich technisch up to date.

Die weitere Ausstattung: edel und teuer. Die limitierte Sonderedition RS von Campagnolos Top-Gruppe Super Record schaltet und bremst zuverlässig (allerdings noch 11-fach), Leichtbauteile von Tune drücken das Gewicht. Insbesondere die sehr leichten Skyline-Laufräder verleihen dem Rennstahl Flügel, für athletische Fahrer wäre allerdings ein seitensteiferes Hinterrad empfehlenswert.

Im Labor sammelte das 931 dank des geringen Gewichts, ordentlicher Komfortwerte und guter Tretlagersteifigkeit fleißig Punkte. Nur in Sachen Lenkkopfsteifigkeit bleibt das 931 etwas hinter den Erwartungen.

Wer eine andere Ausstattung wünscht, kann sein Bike im Online-Konfigurator individuell zusammenstellen, los geht’s ab 4990 Euro mit Shimanos Ultegra und Syntace-Teilen. Der Vertrieb erfolgt übrigens direkt oder über vier Händler in München, Berlin, Karlsruhe und Weyhe bei Bremen.

Technische Daten des Test: Rennstahl 931 Rennrad

Preis: 6400 Euro
Gewicht: 7,4 kg
Rahmengewicht: 2359 g
Gabelgewicht:
Laufradgewicht mit Reifen, Disc, Kassette: (ohne Schnellspanner /Steckachse)
Vertriebsweg: Fachhandel & direkt
Verfügbare Rahmenhöhen: S/M/L/XL
Getestete Rahmenhöhe: L
Rahmenmaterial: Stahl (Reynolds 931)
Lenkkopfsteifigkeit: 65 Nm/Grad
Tretlagersteifigkeit: 92 N/mm
Komfort vorne: 269 N/mm
Komfort hinten: 379 N/mm
Laufradsteifigkeit Vorderrad:
Laufradsteifigkeit Hinterrrad:
Schaltgruppe: Campa Super Rec.RS, 12–29
Kurbelsatz: Campa Super Rec. RS, 50/34
Bremse: Campagnolo Super Record RS
Laufräder: Tune Skyline
Reifen: Schwalbe Pro One, 25 mm
Vorbau: Falkenjagd
Lenker: Ritchey
Sattel: Tune
Sattelstütze: Falkenjagd

Rahmenset:

Geometrie:

Fazit

Stahl – modern interpretiert. Das leichte Rennstahl 931 Rennrad gefällt als eigenständiges Touren-Rennrad mit sportlicher Note. Nur der Lenkkopf könnte steifer sein.

08.03.2019
Autor: Moritz Pfeiffer
© RoadBIKE
Ausgabe /2019