Rennräder im Test

Testbericht: KTM Revelator Master

Foto: Daniel Geiger RB Ktm Revelator Master
Das leichte KTM überzeugt bei Bergsprints, verwöhnt auf der Langstrecke mit satter Laufruhe und hohem Komfort. Vorderrad und Lenkkopf dürften aber etwas steifer sein.
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Bewertung


Testurteil

Testurteil gut
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Das sieht rassig aus und passt prächtig zum Charakter der willigen Sportskanone. Die zentrale, nicht zu gedrungene Sitzposition erlaubt stets die volle Kontrolle und vor allem satten Druck auf dem Pedal. So gefällt das leichte KTM seiner Herkunft entsprechend besonders Bergsprintern mit kräftigen Beinen. Weil das Vorderrad auch im kraftvollen Wiegetritt nie zu tänzeln beginnt, wird jeder Antritt zum Temporausch. Die ungewöhnliche Kombination aus kurzem Radstand und flachem Lenkwinkel mit langem Nachlauf sorgt auch bei hohen Geschwindigkeiten für langstreckentaugliche Laufruhe. In engen Kurven neigt das Vorderrad als logische Folge des Nachlaufs zum Einklappen, bleibt aber stets beherrschbar. Störender wirkt sich bei schnellen Abfahrten für schwerere Fahrer der etwas weiche Lenkkopf samt weichem Vorderrad aus.

Technische Daten des Test: KTM Revelator Master

Preis: 3499 Euro
Gewicht: 6950 g
Rahmengewicht: 1018 g
Gabelgewicht: 374 g
Rahmenhöhen: 52/55/57/59 cm
Getestete Rahmenhöhe: 57 cm
Rahmenmaterial: Carbon
Schaltgruppe: Shimano Ultegra SL, 12–27
Kurbelsatz: Shimano Ultegra SL, 50/34
Bremse: Shimano Ultegra SL
Laufräder: Mavic Ksyrium SL
Reifen: Schwalbe Ultremo R, 23 mm
Gabel: KTM Road JS-1003
Gabelmaterial: Vollcarbon
Steuersatz: FSA 1 1/8”–1 1/4”, integriert
Vorbau: Ritchey WCS 4-Axis
Lenker: Ritch. WCS
Sattel: Selle Italia SLR Gel Flow
Sattelstütze: integriert

* 0-20 schwach, 20-40 befriedigend, 40-60 gut, 60-80 sehr gut, 80-100 überragend

Fazit

Das leichte KTM überzeugt bei Bergsprints, verwöhnt auf der Langstrecke mit satter Laufruhe und hohem Komfort. Vorderrad und Lenkkopf dürften aber etwas steifer sein.

22.04.2009
Autor: Felix Böhlken
© RoadBIKE
Ausgabe /2009