Rennräder im Test

Testbericht: Felt F85 (Modelljahr 2013)

Foto: Benjamin Hahn Felt F85
Felt bietet für sportliche Fahrer eine günstige Basis. Die Lenkung reagiert direkt, man sitzt sportlich-gedrungen. Die schweren Laufräder zügeln aber den Vortrieb, die Bremse ist schwach.
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Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • schwache Bremsleistung
  • schwere Laufräder bremsen den Vortrieb spürbar

Testurteil

Testurteil gut
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Als einziger Anbieter in diesem Test verlangt Felt nur 899 Euro für das Testrad – alle Mitbewerber wollen 100 Euro mehr. Doch dieser rund 10 Prozent günstigere Kaufpreis macht sich an vielen Ausstattungsdetails auch in der Praxis bemerkbar.

Vor allem die billige Bremse lässt sich deutlich schlechter dosieren und bietet weniger Bremskraft als die Stopper von Shimano. Ebenfalls spürbar ist der vergleichsweise schwere Laufradsatz, der bei Antritten und am Berg den Vortrieb zügelt. Das ist besonders bedauerlich, weil das F85 mit einer für diese Preisklasse unerwartet sportlichen Geometrie daherkommt: Dank viel Sattelüberhöhung
sitzt der Fahrer leicht gedrungen und absolut sprinttauglich.

Auch das direkte Handling und die zackige Lenkung gefallen Sportlern eher als Einsteigern.

Technische Daten des Test: Felt F85

Preis: 899 Euro
Gewicht: 9400 g
Rahmengewicht: 1538 g
Gabelgewicht: 624 g
Rahmenhöhen: 48/51/54/56/58/61 cm
Getestete Rahmenhöhe: 56 cm
Rahmenmaterial: Aluminium
Vertriebsweg: Fachhandel
Schaltgruppe: Shimano Tiagra, 12-28
Kurbelsatz: FSA Vero, 50/34
Bremse: Tektro
Laufräder: Felt/Mavic CXP 22
Reifen: Vittoria Zaffiro, 23
Vorbau: Felt SL
Lenker: VS
Sattel: Felt SL
Sattelstütze: Felt SL, Alu

Profil und Messwerte (zu den Messwerten: Werte im „grünen Bereich“ sind ideal für jedes Fahrergewicht.)

Geometrie

Fazit

Felt bietet für sportliche Fahrer eine günstige Basis. Die Lenkung reagiert direkt, man sitzt sportlich-gedrungen. Die schweren Laufräder zügeln aber den Vortrieb, die Bremse ist schwach.

20.08.2013
Autor: Felix Böhlken
© RoadBIKE
Ausgabe /2013