Rennräder im Test

Testbericht: Canyon Ultimate CF 9.0

Foto: Benjamin Hahn Canyon Ultimate CF 9.0
Einer der besten und sportlichsten Rahmen der Welt gewinnt durch Campagnolos Chorus viel Flair. Dank Top-Ausstattung zum Kampfpreis erreicht der Renner ein Traumgewicht: 6,8 Kilo sind in dieser Klasse kaum zu schlagen.
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Eigentlich ist über Canyons Ultimate CF schon alles gesagt: Das Rahmen-Gabel-Set zählt schlicht und ergreifend zu den besten der Welt.

Bei einem Rahmengewicht unter einem Kilo – das Set mit Gabel und Steuersatz wiegt knapp über 1400 Gramm – liegen die Steifigkeitswerte auf Top-Niveau. Manch deutlich schwerer Konkurrent ist merklich weniger steif.

Auf der Straße sticht das pfeilschnelle Canyon das Gros seiner Mitbewerber mit feurigem Antritt und giftigem Handling aus. Allerdings muss man solch einen Wirbelwind mögen – und beherrschen. Wer auf dem Ultimate CF Platz nimmt, will richtig schnell und sportlich fahren. Entspannte Eisdielen-Touren zählen nicht zu den bevorzugten Einsätzen der Koblenzer Carbonrakete.

Kein Wunder also, dass sich viele Rennradbegeisterte nach dieser technischen Meisterleistung die Finger lecken – was wiederum zu Wartezeiten bei der Bestellung führen kann. Dieses Problem hat Canyon seit einiger Zeit durch die transparente Angabe der Lieferzeiten gelöst – bei der Bestellung sieht der Kunde sofort, wann das Traumrad in der gewünschten Rahmengröße und Farbe geliefert werden kann.

Eine neue und schillernde Facette zeigte das Testrad in der getesteten Version Ultimate CF 9.0: Mit Campagnolos Chorus-Gruppe kommt nicht nur viel italienisches Flair ans Rad, die leichte Gruppe sorgt auch für ein Traumgewicht: 6,8 Kilo wog das Testrad in Rahmengröße 58. Gemessen am versendertypisch äußerst fair kalkulierten Preis von 2699 Euro ein absoluter Fabelwert!

Auch sonst stimmt so ziemlich alles am Testrad: Die hochwertige Ritchey-Ausstattung samt der von Canyon speziell entwickelten, spürbar komfortablen Sattelstütze trägt zum geringen Gewicht ebenso bei wie die wertigen Ksyrium-SL-Laufräder von Mavic. Wer den Dämpfungskomfort weiter verbessern möchte, sollte breitere Reifen und einen ergonomisch geformten Lenker samt dämpfendem Lenkerband nachrüsten – kleine Tuningtipps, die sich auf der Langstrecke bezahlt machen. Denn die Sitzposition des Canyon lädt, dank nicht zu kurzem Steuerrohr, allemal zu längeren Ausfahrten ein.

Technische Daten des Test: Canyon Ultimate CF 9.0

Preis: 2699 Euro
Gewicht: 6830 g
Rahmengewicht: 956 g
Gabelgewicht: 341 g
Rahmenhöhen: 50/52/54/56/58/60/62/64 cm
Getestete Rahmenhöhe: 58 cm
Rahmenmaterial: Carbon
Sitzwinkel: 73,5 °
Lenkwinkel: 73,5 °
Sitzrohr: 569 mm
Oberrohr: 568 mm
Steuerrohr: 171 mm
Lenkkopfsteifigkeit: 82 Nm/Grad
Tretlagersteifigkeit: 116 N/mm
Komfort vorne: 404 N/mm
Komfort hinten: 297 N/mm
Laufradsteifigkeit Vorderrad: 65 Nm/Grad
Laufradsteifigkeit Hinterrrad: 67 Nm/Grad
Schaltgruppe: Campagnolo Chorus
Kurbelsatz: Campagnolo Chorus
Bremse: Campagnolo Chorus
Laufräder: Mavic Ksyrium SL
Reifen: Conti Grand Prix 4000s, 23
Gabel: Canyon OneOneFour SLX
Gabelmaterial: Carbon
Steuersatz: Acros Ai-70
Vorbau: Ritchey WCS (Alu)
Lenker: Ritchey WCS (Alu)
Sattel: Selle Italia SL
Sattelstütze: Ritchey VCLS by Canyon

*0–20 schwach, 20–40 befriedigend, 40–60 gut, 60–80 sehr gut, 80–100 überragend.

Fazit

Einer der besten und sportlichsten Rahmen der Welt gewinnt durch Campagnolos Chorus viel Flair. Dank Top-Ausstattung zum Kampfpreis erreicht der Renner ein Traumgewicht: 6,8 Kilo sind in dieser Klasse kaum zu schlagen.

24.11.2010
Autor: Felix Böhlken
© RoadBIKE
Ausgabe /2010