Rennräder im Test

Testbericht: Cannondale SuperX Apex (Modelljahr 2018)

Foto: Björn Hänssler/RoadBIKE RoadBIKE Rennradtest Gravel und Cyclocross

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Das Cannondale SuperX Apex ist die perfekte Blaupause für einen modernen Crosser: Man sitzt gestreckt und mit ähnlicher Sattelüberhöhung wie Straßen-Profis.
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Bewertung

Was uns gefällt

Was uns nicht gefällt

  • Alu-Sattelstütze
  • schwere Laufräder

Testurteil

Testurteil sehr gut
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Testurteil: Sehr gut (71 Punkte)

Geeignet für: Rennfahrer

Das Ergebnis unseres Rennrad-Tests: Hier übernimmt das Cannondale SuperX Apex die Geometrie des Straßen-Sportlers SuperSix eins zu eins. Dazu sorgt der lange Radstand für unbeirrbaren Geradeauslauf, dank nicht zu viel Gabelnachlauf folgt das Vorderrad trotzdem präzise. Der steife Lenkkopf sorgt dafür, dass das Cannondale SuperX Apex auch auf ruppigem Untergrund garantiert nicht aus der Hand läuft. Cannondale hat hier also das ideale Arbeitsgerät für Cross-Rennfahrer am Start.

Mit den 33 mm breiten Vollprofilreifen ist es bestens gerüstet für Einsätze im Gelände – allerdings wirken die Vittoria-Gummis bei Nässe etwas schlüpfrig. Aber die Reifenwahl ist unter Rennfahrern ohnehin eine individuelle Angelegenheit. Gut: Reifen und Felgen sind Tubeless-ready. Lob der Tester gab’s auch für den klassisch geformten Lenker und das griffige Band. Das Cannondale SuperX Apex ist sofort startklar!

Durch seine Nähe zum Straßen-Sportler ist es nicht nur auf der Rennpiste ein Könner: Mit breiteren Reifen gibt es einen hervorragenden Gelände-Tourer (oder ein Gravelbike) ab, mit Slicks macht es auch auf der Straße eine gute Figur. Hier setzt allerdings die Schaltung mit einem Kettenblatt Grenzen: Im Gelände funktioniert die Übersetzungsbandbreite, auf der Straße fehlen wirklich dicke Gänge, die Sprünge zwischen den Ritzeln sind recht groß.

Mit zwei Patzern büßt das sonst sehr gute Testrad wertvolle Punkte ein: Durch die Alu-Sattelstütze ist das Heck unnötig hart, und die Laufräder sind – gemessen am hohen Preis – einfach zu schwer. Auch die günstige Apex-Gruppe ist für 2999 Euro etwas unter Niveau – wenngleich sie tadellos funktioniert. Doch dieser überragende Gelände-Alleskönner hätte eine bessere Ausstattung verdient.

Technische Daten des Test: Cannondale SuperX Apex

Preis: 2999 Euro
Gewicht: 8,8 kg
Rahmengewicht: 1034 g
Gabelgewicht: 495 g
Laufradgewicht mit Reifen, Disc, Kassette: (ohne Schnellspanner /Steckachse) 3655 g
Vertriebsweg: Fachhandel
Verfügbare Rahmenhöhen: 51/54/56/58 cm
Getestete Rahmenhöhe: 56 cm
Rahmenmaterial: Carbon
Lenkkopfsteifigkeit: 99 Nm/Grad
Tretlagersteifigkeit: 106 N/mm
Komfort vorne: 289 N/mm
Komfort hinten: 640 N/mm
Laufradsteifigkeit Vorderrad: 90 Nm/Grad
Laufradsteifigkeit Hinterrrad: 94 Nm/Grad
Schaltgruppe: Sram Apex1, 11–36
Kurbelsatz: Cannondale Si, 40
Bremse: Sram Apex HRD, 160 mm
Laufräder: Formula RX/CX 2.0
Reifen: Vittoria Terreno Mix TL, 33 mm
Vorbau: Cannondale C3
Lenker: Cannondale C3
Sattel: Fabric Scoop, Cannondale C3
Sattelstütze: Fabric Scoop, Cannondale C3

Profil:

Geometrie:

Fazit

Das bestens konstruierte Rahmen-Set ist Crossern und schnellen Geländegängern auf den Leib geschneidert, es taugt mit anderen Reifen aber für Straßen- oder Graveleinsätze. Die schweren Laufräder und die Alu-Stütze bringen das recht teure Testrad aber fast um das „Sehr Gut“.

18.10.2018
Autor: Felix Böhlken
© RoadBIKE
Ausgabe /2018