BMC URS Gravel Rennrad Jérémie Reuiller

BMC URS

Unrestricted - Das neue Gravel-Rennrad von BMC

BMC stellt Gravelrenner vor. Das Motto: Ride UnReStricted. Aus diesem Motto leitet sich auch der Produktname ab: URS.

Unrestricted, uneingeschränkt, sollen laut BMC nicht nur das Fahrvergnügen und die Möglichkeiten sein, die der neue Gravelrenner bietet. „Unrestricted bedeutet für uns auch: keine UCI-Regularien“, erklärt Stefan Christ, Head of Product bei BMC. Die Geometrie des Renners unterscheidet sich denn auch deutlich vom klassischen Straßenraddesign – mit deutlich längerem Oberrohr und kürzerem Vorbau als üblich.

BMC URS Gravel Rennrad
Philipp Forstner
Langes Oberrohr, kurzer Vorbau: Die Geometrie ähnelt eher einem Hardtail, als einem Rennrad.

Tatsächlich liege die Geometrie irgendwo „zwischen Rennrad und MTB-Hardtail“, ergänzt Christ. Gravel + nennt BMC dieses Konzept, mit flachem Lenkwinkel, viel Reach und kurzem Vorbau, der BMC-typisch Di-2Kabel und Hydraulikleitungen integriert. Das allses soll bestmögliche Kontrolle auch in schwierigem Terrain mit hoher Agilität kombinieren.

BMC URS Gravel Rennrad
Philipp Forstner
Alle Modelle des URS kommen in 1-fach-Ausführung.

Alle Sram- und Shimano-Schaltgruppen, mit denen das URS spezifiziert wird, (siehe Tabelle am Ende) kommen in 1-fach-Ausführung, also mit nur einem Kettenblatt, und entsprechend breit gestufter Kassette am Hinterrad.

BMC URS Gravel Rennrad
Jérémie Reuiller
Die von BMC-Mountainbike-Hardtails bekannte „Micro Travel Technology“ (MTT), im Hinterbau oll rund 10 mm Federweg bereitstellen.

Breite 42-mm-Reifen (WTB Resolute) und die von BMC-Mountainbike-Hardtails bekannte „Micro Travel Technology“ (MTT), die über ein Elastomer im Hinterbau und flexende Kettenstreben rund 10 mm Federweg bereitstellt, tragen dem erweiterten Einsatzbereich Rechnung. Dabei soll der MTT-Hinterbau vor allem die Traktion verbessern und weniger als echte Federung angesehen werden. Auch die breiten Reifen verbessern natürlich den Komfort und die Traktion.

Der Carbon-Rahmen soll nur schlanke 1050 Gramm wiegen (in Gr. M), die Gabel ungekürzt 550 Gramm. Als maximale Reifenfreiheit gibt BMC 45 mm bei 28-Zoll-Laufrädern an, wer auf 650b-Modelle setzt kann bis zu 47 mm breite Pneus verbauen.

BMC URS Gravel Rennrad
Philipp Forstner
Befestigunsmöglichkeiten für Zubehör auf dem Oberrohr.

Befestigungsösen für Gepäckträger und Schutzbleche oder den neuen Spritzschutz „Defender“ an der D-Shape-Sattelstütze, den BMC auch für die neue Roadmachine anbietet, sind vorhanden. Eine Vario-Sattelstütze lässt sich ebenso nachrüsten wie eine Gravel-Federgabel, wie sie beispielsweise Fox anbietet. Wer das URS zum Reise-Graveller aufrüsten möchte, kann drei Flaschenhalter montieren oder sogar einen Nabendynamo verbauen und das Kabel durch die integrierte Führung verlegen.

BMC URS Gravel Rennrad
Philipp Forstner
Eine spezielle Schutzfolie bewahrt das Unterrohr vor Steinschlagschäden.

Eine spezielle Schutzfolie bewahrt das Unterrohr vor Steinschlagschäden, sogenannte „Fork Socks“ schützen die Gabelscheiden beim Abstellen der Gabel auf dem Boden, wenn etwa im Falle eines Reifendefekts das Vorderrad ausgebaut ist.

Die Scheibenbremsen kommen mit großen 180-mm-Scheiben vorn und (160 mm hinten), Steckachsen sind selbstverständlich und alle Laufradsätze sind Tubeless-ready für den Einsatz ohne Schlauch vorbereitet.

Das BMC URS soll in vier Rahmengrößen (S-XL) und in folgenden Spezifikationen ab Dezember zu haben sein. Ein Rahmen-Set zum Selbstaufbauen bieten die Schweizer vorerst nicht an.

Der erste Fahreindruck

Tatsächlich fühlt sich das URS anders an, als die meisten bekannten Gravelrenner. Man sitzt kompakt und aufrechter als bei manchem Mitbewerber, aber keineswegs unsportlich. Die Lenkung reagiert prompt, flößt aber auch viel Vertrauen ein. Der breite, unten ausgestellte Lenker passt gut zum Charakter. Die Reifen bieten ordentlich Grip auf Schotter und auch auf feuchten Waldböden, rollen aber auch auf Asphalt noch durchaus ordentlich. Die recht leichten DT-Swiss-Laufräder GRC 1400 Spline db 42 mit ihren breiten Felgen tragen dazu natürlich ebenfalls bei.

BMC URS Gravel Rennrad
Jérémie Reuiller
Die Lenkung reagiert prompt, flößt aber auch viel Vertrauen ein.

Die am Testrad verbaute 12-fach-Funkschaltung Sram eTap (mit RED-Kurbel und 38er- Kettenblatt sowie XX1-Schaltwerk und Eagle-Kassette 10-50) ermöglicht eine enorme Bandbreite, die großen Gangsprünge stören auf Schotter und im Gelände weit weniger als auf der Straße. Im kleinsten Gang meistert das URS auch steilste Anstieg, klettert beherzt und so weit, wie es die Beine des Fahrers zulassen … Dazu trägt natürlich auch das im Vergleich zum MTB geringe Gesamtgewicht (siehe Tabelle) und die kompaktere Sitzposition des Fahrers bei. Bergab gibt sich das Rad sicher, nicht nur in High-Speed-Abfahrten auf Asphalt oder auf Schotter, sondern auch auf verwinkelten Trails kommen einigermaßen versierte Fahrer erst spät an ihre Grenzen. Komfort und Traktion überzeugen, solange das Terrain nicht zu verblockt oder mit Wurzelteppichen gespickt ist.

BMC URS Gravel Rennrad
Jérémie Reuiller
Auf dem BMC URS sitzt man kompakt und aufrechter als bei manchem Mitbewerber, aber keineswegs unsportlich.

Am Ende beweist sich das URS als der vielseitige Partner, den seine Macher versprochen haben: mit ein paar Rennrad-Genen, ein ordentlichen Prise MTB, das Ganze perfekt abgemischt für jede Menge Fahrspaß auf ganz unterschiedlichen Terrains.

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