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Trek Emonda SLR und SL 2021

Trek präsentiert brandneue aerodynamische Emonda-Modelle

Trek präsentiert das neue Emonda SLR und SL mit aerodynamischen Rohrprofilen. Innenverlegte Züge, bzw. Leitungen und windschnittige Rohre erinnern an den Aero-Renner Madone, lediglich die Sattelstütze ähnelt die des Emonda-Vorgängers. All das und die Tatsache, dass das Emonda nur noch als Disc-Only-Version angeboten wird, lassen auf eine cleane und aerodynamische Zukunft von Rennrädern anmuten.

"Schneller, leichter, vielseitiger." – so wird das neue Top-Rennrad aus dem Hause Trek angeprießen. Rennradprofis Vincenzo Nibali vom Team Trek-Segafredo ist von dem neuen Konzept überzeugt. "Das brandneue Trek Emonda bietet den besten Kompromiss aus Aerodynamik und Gewicht aller Bikes, die ich kenne," schwärmt Nibali. Lizzie Deignan, Fahrerin beim Damen-Team von Trek, beschreibt das Emonda 2021 kurz und pregnant: "Das beste Bike, das ich bisher gefahren bin."

Auf den ersten Blick sieht das neue Emonda sehr schnell aus. ROABIKE durfte es vor der Vorstellung exklusiv testen und ist ebenfalls sehr angetan vom neuen Leichtgewicht aus Waterloo, Wisconsin.

Jim Carman
Clean und aerodynamisch erscheint das neue Emonda in Treks Project One Sonderlackierung "Amplified Alchemy".



Doch erst einmal die harten Fakten: Das Emonda gibt es in zwei Rahmen-Versionen, SL und SLR. Der Rahmen des SRL-Modells besteht aus OLCV-800-Carbon und soll unter 700 g wiegen. Die günstigere Variante mit der Kennzeichnung SL besteht aus OLCV-500 und soll mit 1140 g etwas schwerer ausfallen.

Trek Emonda SLR 2021 Aero
Trek
Die Rohprofile des 2018er und 2021er Trek Emonda SLR.

2018 vorgestellte Emonda SLR noch mit runden Rohrprofilen auf den Markt kam, ist das Emonda für das Modelljahr 2021 deutlich aerodynamischer geworden. Die Querschnitte von Gabel, Unterrohr, Sitzrohr und Kettenstreben sind deutlich flacher und sollen so dem Fahrtwind weniger Angriffsfläche bieten.

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Aerodynamisch vorteilhaft: die Zugführung am neuen Emonda.

Die neu Zufführung soll weiter Aere-Vorteil bringen. Bei allen neuen Emonda-Modellen verschwinden die Bremsleitungen und Schaltzüge unter dem Vorbau im Steuerrohr. Die Top-Version Emonda SLR kommt mit einer speziell für dieses rennrad entwickelten Aeolus RSL Lenker-Vorbau-Einheit. Die in Zusammenarbeit mit den Profis von Trek-Segafredo entwickelte H1.5-Geometrie des Emonda soll dem dem Fahrer außerdem eine aerodynamisch optimierte Position ermöglichen.

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Im Windkanal optimiert.

Dank des aerodynamischen Designs soll der Kletterspezialist unter den Trek-Rennrädern einen erheblichen Geschwindigkeitsvorteil zum Vorgänger habe. Im direkten Vergleich mit dem Vorgänger-Emonda soll das 2021er Emonda SLR auf einer flachen Strecke bei einer zugegeben recht hohen Durchschnittsleistung von 350 Watt pro Stunde 1 Minute schneller sein. Bei einem einem Anstieg mit achtprozentiger Steigung sind es laut Trek pro Stunde immerhin noch 18 Sekunden Ersparnis.

Die meisten Modelle rollen auf Bontragers neuen Aeolus-Laufrädern. Die neuen Aeolus RSL 37 sind mit 37 mm Felgenhöhe leichter als die 47 mm hohen Aerofelgen Aeolus XXX 4 bei ungefähr gleichem Aero-Vorteil. Aber auch aerodynamischer und mit 1325 Gramm nochmal 50 Gramm leichter als die niedrigeren Aerolus XXX 2. Trek verspricht sich so das beste aus beiden Welten.

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Erster Fahreindruck mit dem Trek Emonda SLR 9

"Amplified Alchemy" heißt die Flip-Flop Lackierung des Testbikes, das ROADBIKE für den exklusiven Check zur Verfügung gestellt hat. Diese ausgefallene Project One Farbe geht von Violette ins Blaue über und trifft voll den Geist der Zeit. Andere Hersteller setzen bei ihren neuen Rennrädern ebenfalls auf ähnliche Farben. ROADBIKE gefällt dieser Trend sehr.

6,9 kg bringt das Leichtgewicht in Größe 52 auf die Waage, ausgestattet mit Srams 12fach-Topgruppe Red eTap AXS inklusive Quarq-Powermeter und Bontragers neuen Aelous 37 Laufrädern. Pluspunkt: Dank Srams Funkschaltung erscheint das Cockpit super clean, da nur die Bremsleitungen unterm Vorbau verschwinden, statt zusätzlicher Schaltzüge, bzw. Kabel.

Nach einer kleinen Eingewöhnungsrunde ging es direkt auf eine Fünfstunden-Tour rund um den Großraum Stuttgart. Währenddessen bewährte sich das Emonda SLR auf Anhieb: Noch nie habe ich mich von Anfang an so wohl auf einem Rennrad gefühlt, alles scheint zu passen. Schnell und agil rauscht das Emonda über die Piste. Bergauf spürt man den Kletterer im Emonda. Souverän treibt es einen voran, ohne Kraftverlust, selbst im Wiegetritt fährt es geradeaus den Berg hinauf und lässt alle anderen hinter sich stehen. Auch das aerodynamische Cockpit, das im oberen Teil sehr breit ist, liegt gut und bequem in der Hand. Aero geht also auch sehr gut im Anstieg.

"What goes up must come down" nach dem Motto geht es den Berg wieder hinunter. Die neuen Bontrager R4 Reifen bieten guten Grip, auch bei Nässe und mit Srams giftigen Scheibenbremsen ist ein späteres Bremsen als mit Felgenbremsen möglich und eine raketenschnelle Abfahrt garantiert. Die Konsequenz: Zwei Tage später ging es wieder auf eine ähnlich lange Tour, aber mit deutlich mehr Höhenmetern in den Norden Stuttgarts durch den gesamten Rems-Murr-Kreis.

Das Bike motiviert einfach noch mehr zu fahren und die Grenzen zu testen. Diesmal ging es auch über ruppige Passagen, Schotter und Pflastersteine inklusive. Die Bontrager-Reifen erwiesen sich dabei als Pannensicher, trotz des Schotters sah der Reifen danach aus wie neu, selbst das Befahren von Scherben machten dem Reifen nichts aus.

Abgefedert wird zwar ein wenig über die lange Sattelstütze, ansonsten Federn höchstens die Hände den ruppigen Untergrund. Die Steifigkeit überträgt Vibrationen von Pflastersteinen eins zu eins an den Fahrer. Also nichts für komfortsuchende Rennradler, die auch mal über groben Untergrund fahren möchten, sondern eher für Geschwindigkeitsfanatiker mit gewisser Grundfitness. Alles in allem ist es ein großartiges Rennrad, dass richtig Spaß macht und einen ermutigt, auch lange Tage auf dem Sattel zu verbringen.

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Gegen einen Aufpreis hat Trek einige spektakuläre Lackierungen im Angebot.

Trek Emonda SL und SLR: Modelle und Ausstattung

Die SLR-Versionen fangen bei 6199 Euro, bzw. mit dem Modell SLR 6. Dieses kommt mit einer mechanischen Shimano Ultegra, das SLR 7 mit Shimanos Di2 hingegen für 6699 Euro. Die Obergrenze bilden die Versionen SLR 9 (Shimano Dura Ace) und SLR 9 etap (Sram Red), für jeweils 10999 Euro. Über Treks Custom-Bike-Programm Project One können Fahrer das Émonda SLR individuell zusammenstellen und zu ihrem absoluten Traumbike konfigurieren.

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Trek Emonda SL

Das Trek das Emonda SL gibt es ab 2599 Euro , ausgestattet mit einer 105-Schaltgruppe von Shimano und Bontrager Affinity Laufrädern. Die Modelle SL 7 und SL 7 eTap sind die Preisliche Obergrenze im niederen Preissegment. 5499 Euro kostet das SL 7 mit Shimanos elektronischer Ultegra Di2 und Bontrager Aelous 37 Laufrädern. 5999 Euro werden für das SL 7 eTap fällig, mit Srams Funkschaltung Force.

Die neuen Émonda SL und Émonda SLR sind ab sofort über Treks weltweites Händlernetzwerk sowie in ausgewählten Märkten online auf trekbikes.com erhältlich.

Die Bilder des neuen Trek Emonda

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