RB Schmolke Titan Namur Bike Daniel Geiger/Benjamin Hahn

Testbericht: Schmolke Titan Namur

Um es vorwegzunehmen – kaum ein Testrad hat in der Redaktion bisher so großes Staunen und Begeisterung hervorgerufen wie Schmolkes 5,6 Kilo schweres Namur.

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 phänomenale Beschleunigung mit traumhaftem Fahrgefühl

 perfekt abgestimmter Renner mit extrem niedrigem Gewicht

 trotz maximalem Leichtbau erstaunlich angenehm zu fahren

 genug Sitzkomfort und Laufruhe für Marathon-Etappen

Bereits auf der Eurobike 2003 präsentierten die Brüder Schmolke das erste Serienrad unter sechs Kilo – hochwertiger Leichtbau ist fraglos ihr Metier.

Beim Testrad bedeutet diese Gewichtsfeilscherei eine Rennmaschine, die ihresgleichen sucht: Es gibt in der Tat Rennräder, bei denen der Fahrer sofort weiß, ob – lapidar gesagt – was geht oder eben nicht. Hier geht was, und wie. Das Namur beschleunigt raketenmäßig und lässt die Augen des Besitzers vor Glück strahlen, aber auch durch den Fahrtwind tränen. Wer auf diesem Schmolke-Renner sitzt, will und muss Stoff geben, das Rad zwingt einen förmlich zu stetigen Tempoattacken.

Dabei wird der Bolide aber nie nervös, er fängt sich bei starken Richtungsänderungen und Bremsmanövern sofort wieder in die gewünschte Fahrrichtung. Das Fahrverhalten auf höchstem Niveau und die präzise Lenkung bedeuten eine wahre Erfüllung für technisch versierte und anspruchsvolle Fahrer. Diese freuen sich auch über die extrem bissige Bremskraft aus der Traum-Kombiniation aus Sram-Stoppern mit den Yellow-King-Belägen von SwissStop auf den Carbonfelgen – diesen plötzlichen Leistungsaufbau muss der Fahrer allerdings mögen und beherrschen.

Die zweite Besonderheit kommt angesichts des ausgereiften Speed-Konzepts völlig unvermittelt. Das Namur ist trotz der unstreitbaren Renn-fahrqualitäten ein Luxusrenner mit schier ungeahntem Wohlfühlfaktor. Der ausgewogene Rahmen sorgt mit sportlicher Sattelüberhöhung für angenehme Gewichtsverteilung. Dadurch bleibt neben ordentlichem Druck auf dem sehr steifen Tretlager dennoch ein hoher Sitzkomfort garantiert. So gesehen, eignet sich das Namur auch absolut für Rollertouren.

Einen Beitrag zum ungetrübten Fahrgenuss leisten auch Parts wie der rund 55 Gramm schwere Concorde-Sattel – extrem leicht, extrem bequem. Naturgemäß backt Matthias Schmolke auch mit den edlen Zutaten seines Bruders Stefan – sprich: Schmolke Carbonlenker und -stütze. Ein derart exklusives Rad mit High-End-Teilen schraubt naturgemäß auch den Einstandspreis nach oben. Ob es dieser wert ist, muss jeder persönlich entscheiden – die Fahrfreude jedenfalls ist unerreicht.

Technische Daten

Preis 6666 Euro
Gewicht 5580 g
Rahmengewicht 939 g
Gabelgewicht 328 g
Rahmenhöhen 50/52/54/56 (XL)/58 cm
Getestete Rahmenhöhe 56 (XL) cm
Rahmenmaterial Carbon
Sitzwinkel 73,5 °
Lenkwinkel 72 °
Sitzrohr 561 mm
Oberrohr 559 mm
Steuerrohr 155 mm
Lenkkopfsteifigkeit 72 Nm/Grad
Tretlagersteifigkeit 101 N/mm
Komfort 365 N/mm
Laufradsteifigkeit Vorderrad 63 Nm/Grad
Laufradsteifigkeit Hinterrrad 63 Nm/Grad
Schaltgruppe Sram Red, 11–23
Kurbelsatz Sram Red, 53/39
Bremse Sram Red
Laufräder Zipp 404 Olympic Gold
Reifen Tufo Elit. Jet/S3, 20/21 mm
Gabel Schmolke Titan
Gabelmaterial Vollcarbon
Steuersatz Tune, integriert
Vorbau Ritch. WCS
Lenker Schmolke Carb.
Sattel Tune Concorde RR 08
Sattelstütze Schmolke Carb., Ø 31,6 mm

* 0-20 schwach, 20-40 befriedigend, 40-60 gut, 60-80 sehr gut, 80-100 überragend

Einschätzungen

RB Schmolke Titan Namur Einschätzung
RoadBIKE

Schmolke Titan Namur im Vergleichstest

RB Carbon-Rennräder im Einzeltest
Rennrad-Tests

Fazit

Schmolkes Titan-Top-Modell Namur erzeugt Gänsehaut-Feeling: Eine beeindruckende und ultraleichte Rennmaschine, die mit ihrer grandiosen Fahrfreude sogar Wochenend-Tourer anspricht.

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