Testbericht: Ritchey Road Logic (Modelljahr 2019)

Für Fans der Marke und alle, die es werden wollen, schnürt Ritchey ein attraktives Angebot. Der leichte Racer könnte allerdings im Lenkkopf etwas steifer sein.

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Foto: Benjamin Hahn

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9 Stahl-Rennräder im Test (2019)
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 leichtes, komfortables Rahmen-Set

 ausgewogene Sitzposition

 attraktives Angebot für Ritchey-Fans

Was uns nicht gefällt:

 wenig steif im Lenkkopf

Testurteil

Testsieger-Logo: Testurteil sehr gut

Testurteil: Sehr gut (11 Punkte) (Rahmen-Set, max. 15 Punkte)


Das Ergebnis unseres Rennrad-Tests: Eindeutig Stahl! Dem Road Logic mit seinen schlanken Rohren sieht man auf den ersten Blick an, dass US-Rahmenbau-Legende Tom Ritchey hier mit seinem Lieblingsmaterial gearbeitet hat. Der Meister selbst hat aber „nur“ bei der Planung Hand angelegt, denn die Strategie des in Serie produzierten Rahmens ist klar: Der Road Logic soll Stahl- und insbesondere Ritchey-Fans ansprechen, preislich aber attraktiv und einfacher verfügbar sein als die (Maß-)Rahmen der Konkurrenz. In Zahlen ausgedrückt heißt das: 1299 Euro für das Rahmen-Set, 3000 Euro für das Komplettrad. Immer noch viel Geld, aber für einen Stahlrenner – zumal von einer so bekannten Marke – vergleichsweise wenig.

Eine Sparlösung ist das Road Logic dennoch nicht, und Ritchey-Fans kommen voll auf ihre Kosten: Außer der Antriebsgruppe und den Schläuchen stammen alle Teile aus der bewährten WCS-Serie des Hauses.

Die Sitzposition gerät sportlich, doch nicht zu gestreckt, seine Gene als Rennmaschine versucht das Road Logic gar nicht zu verhehlen: mit tollem Vortrieb, agilem Handling, sportlicher Ausrichtung. Racer und sportliche Tourer kommen damit gut zurecht, Genussfahrer eher weniger. Dank zahlreicher Spacer unterm Vorbau kommt der Lenker zwar in die Höhe, die Konstruktion verstärkt aber den einzigen Schwachpunkt des Rahmens: die geringe Lenkkopfsteifigkeit. Der lange Radstand sorgt für Laufruhe, trotzdem bleibt die weiche Front spürbar und verlangt auf schnellen Abfahrten nach einer kundigen Hand.

Auf der Habenseite stehen das geringe Gewicht des Rahmen-Sets sowie die hervorragenden Komfortwerte. Der Philosophie von Tom Ritchey, dass ein Rennrad mit zwei Laufradsätzen allen Anforderungen genügen muss (siehe Porträt in RB 10/19), kommt das Road Logic sehr nahe: Mit bis zu 30 Millimetern Reifenfreiheit ermöglicht es neben Straßentouren auch Ausflüge abseits glatten Asphalts.

Technische Daten

Preis

3000 Euro

Gewicht

8,0 kg

Rahmengewicht

2320 g

Gabelgewicht

g

Laufradgewicht mit Reifen, Disc, Kassette

g (ohne Schnellspanner /Steckachse)

Vertriebsweg

Fachhandel

Verfügbare Rahmenhöhen

49/51/53/55/57/59 cm

Getestete Rahmenhöhe

57 cm

Rahmenmaterial

Stahl (Ritchey Logic tubing)

Lenkkopfsteifigkeit

60 Nm/Grad

Tretlagersteifigkeit

80 N/mm

Komfort vorne

266 N/mm

Komfort hinten

350 N/mm

Laufradsteifigkeit Vorderrad

Nm/Grad

Laufradsteifigkeit Hinterrrad

Nm/Grad

Schaltgruppe

Shimano Ultegra, 11–28

Kurbelsatz

Shimano Ultegra, 50/34

Bremse

Shimano Ultegra

Laufräder

Ritchey Zeta

Reifen

Ritchey Race Slick, 25 mm

Vorbau

Ritchey WCS

Lenker

Ritchey WCS

Sattel

Ritchey WCS

Sattelstütze

Ritchey WCS

Rahmenset:

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RoadBIKE
RoadBIKE Stahl-Rennräder im Test

Geometrie:

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RoadBIKE
RoadBIKE Stahl-Rennräder im Test

Ritchey Road Logic (Modelljahr 2019) im Vergleichstest

Fazit

Für Fans der Marke und alle, die es werden wollen, schnürt Ritchey ein attraktives Angebot. Der leichte Racer könnte allerdings im Lenkkopf etwas steifer sein.

Die aktuelle Ausgabe
10 / 2022

Erscheinungsdatum 12.10.2022

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