Testbericht: Argon 18 Gallium (Modelljahr 2016)

Das in der Höhe anpassbare Steuerrohr ist pfiffig, der hohe Komfort und die Laufruhe empfehlen das Argon 18 Gallium für lange, sportliche Einsätze. Nur der Lenkkopf dürfte steifer sein.

rb-0915-einzeltest-argon-18-gallium-drakeimages (jpg)
Foto: Benjamin Hahn

Bewertung:

Was uns gefällt:

Kompletten Artikel kaufen
Rennrad-Kaufberatung: Finden Sie Ihr perfektes Rennrad (2014)
Sie erhalten den kompletten Artikel (10 Seiten) als PDF
1,99 € | Jetzt kaufen

 angenehmer Tourensportler

 pfiffiges System zur Anpassung der Steuerrohrlänge

Was uns nicht gefällt:

 sollte im Lenkkopf steifer sein

Testurteil

Testsieger-Logo: Testurteil sehr gut

Testurteil: Sehr gut (74 Punkte)

Rahmennote: Befriedigend



Das Ergebnis unseres Rennrad-Tests: Über die richtige Steuerrohrlänge lässt sich trefflich philosophieren – Argon 18 hat da eine schlaue Lösung parat: Durch einen Adapter wächst das Steuerrohr nach Bedarf um rund 2 Zentimeter.

Der Clou an dem System der kanadischen Marke: Das Lager wandert mit nach oben, der Adapter sitzt darunter, so ist der Gabelschaft immer optimal abgestützt – anders als bei den sonst üblichen Spacer-Lösungen unter dem Vorbau. Das freut jeden Techniker und bringt mehr Sicherheit, denn der Gabelschaft wird nicht unnötig belastet.

Zum Argon 18 Gallium passt dieses „3-DHeadtube“ besonders gut, denn der kanadische Renner ist für Tour und Langstrecke wie geschaffen – und gerade da sitzt man gerne mal etwas aufrechter. Die Sitzposition variiert auf dem Argon 18 Gallium also je nach Einstellung, ist grundsätzlich aber leicht gestreckt.

Weiteres Plus für Vielfahrer: Das Argon 18 Gallium bietet spürbaren, ausgeglichenen Federungskomfort. Dazu kommt bester Geradeauslauf. Alles klar also für den nächsten harten Alpen-Marathon?

Leider nicht ganz, denn bei schnellen Abfahrten zeigt das Argon 18 Gallium seine Schwäche: Der Lenkkopf dürfte steifer sein. Das wird nie riskant oder kritisch, aber schon ein 75-Kilo-Fahrer spürt im Vergleich zu einem steiferen Rahmen-Set, dass das Argon 18 Gallium etwas unpräzise folgt und man beim Einlenken immer mal wieder nachkorrigieren muss.

Wer damit klarkommt, freut sich an diesem edel bestückten Individualisten: Das Testrad ließ mit Shimanos Dura-Ace und den leichten, stabilen Fulcrum-Laufrädern keine Wünsche offen. Das Komplettgewicht des Testrades beträgt profitaugliche 6,8 Kilo.

Technische Daten

Preis

5499 Euro

Gewicht

6,8 kg

Rahmengewicht

1087 g

Gabelgewicht

406 g

Vertriebsweg

Fachhandel

Verfügbare Rahmenhöhen

XXS/XS/S/M/L/XL

Getestete Rahmenhöhe

M

Rahmenmaterial

Carbon

Schaltgruppe

Shimano Dura-Ace, 11–28

Kurbelsatz

Shimano Dura-Ace, 50/34

Bremse

Shimano Dura-Ace

Laufräder

Fulcrum Racing Zero

Reifen

Tufo Calibra Plus, 23

Vorbau

Deda Zero 100

Sattel

Selle Italia SLR

Sattelstütze

Argon ASP

* Gewicht Komplettrad ohne Pedale/Rahmen/Gabel.

Profil und Messwerte

rb-0915-einzeltest-argon-18-gallium-profil-messwerte-roadbike (jpg)
RoadBIKE
RoadBIKE Argon 18 Gallium Profil und Messwerte

Geometrie

rb-0915-einzeltest-argon-18-gallium-geometrie-roadbike (jpg)
RoadBIKE
RoadBIKE Argon 18 Gallium Geometrie

Argon 18 Gallium (Modelljahr 2016) im Vergleichstest

Fazit

Das in der Höhe anpassbare Steuerrohr ist pfiffig, der hohe Komfort und die Laufruhe empfehlen das Argon 18 Gallium für lange, sportliche Einsätze. Nur der Lenkkopf dürfte steifer sein.

Die aktuelle Ausgabe
1-2 / 2023

Erscheinungsdatum 07.12.2022

Abo ab 13,00 €