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6 Touren-Rennräder im Test

Test: Marathon-Renner bis 5000 Euro

Maximaler Komfort bei maximalem Fahrspaß: Aktuelle Touren-Rennräder sind wahre Alleskönner. Welches davon das beste Gesamtpaket bietet, zeigt der große ROADBIKE-Vergleich.

Rennrad und Komfort? Dass beide Begriffe in einem Satz verwendet werden, ist – vor allem mit Blick auf die lange Geschichte des Rennrades – eine noch junge Entwicklung. Auf der Jagd nach Gewichts- und Steifigkeitsrekorden hatten die Ingenieure vieles im Blick, nur nicht, ihre Rennräder auf Komfort zu trimmen.

Erst seit rund zwölf Jahren sollen neue Rennräder nicht nur leicht und steif, sondern auch noch komfortabel werden. Zunächst vor allem mit einer aufrechteren Sitzposition, später zusätzlich mit stärker flexenden Rahmen und (Carbon-)Sattelstützen, die Erschütterungen der Straße dämpfen und filtern sollen. Sowohl das Synapse von Cannondale als auch das Roubaix von Specialized gelten als Vorreiter dieser Entwicklung. Ganz aktuell ist die jüngste Weiterentwicklung des Roubaix vorgestellt worden.

Spezielle Geometrie

Nutznießer dieser Entwicklung sind vor allem Hobby-Rennradfahrer, die nicht regelmäßig Rennen bestreiten. Mit ihrer speziellen Geometrie sind Touren- oder Marathon-Rennräder für diese Klientel die beste Wahl: Das längere Steuerrohr (ab ca. 160 mm) bringt den Lenker weiter nach oben, die Sattelüberhöhung verringert sich. In den Geometriedaten lässt sich dieser Effekt am größeren Stack-Wert erkennen – den senkrecht gemessenen Abstand von der Tretlagermitte bis zur Oberkante des Steuerrohrs. Das Ergebnis: Der Fahrer muss Hüfte und Oberkörper weniger stark nach vorn abkippen, sitzt etwas aufrechter und damit rückenschonender. Regelrechte „Spacertürme“ oder nach oben weisende Vorbauten werden so überflüssig. Verstärkt wird dieser Effekt durch ein meist etwas kürzeres Oberrohr: Der Fahrer sitzt nicht zu gestreckt.

So viel zur Theorie. In der Praxis zeigt sich allerdings, dass jeder Hersteller die Anforderungen an einen aktuellen Touren-Renner anders interpretiert. So sitzt der Fahrer auf dem Defy Advanced von Giant schon sehr aufrecht-kompakt; an der Grenze dessen, was für „echtes Rennradgefühl“ vertretbar ist – aber eben nicht darüber hinaus. Am anderen Ende positioniert sind das Scott Addict RC 10 und das Comet von Stevens: deutlich gestreckter, klar sportlicher, aber ohne dabei den harten Racer zu geben.

Natürlich ist eine entspannte Sitzposition nicht alles. Der zweite, entscheidende Punkt ist der Federungskomfort – an der Front wie am Heck. Je besser diese vertikale Nachgiebigkeit von Rahmen, Gabel und Sattelstütze, desto besser hält das Rad Erschütterungen und Vibrationen der Straße vom Fahrer fern. Und entlastet so dessen Haltemuskulatur. Ergebnis: Der Sportler ermüdet nicht so schnell und bleibt länger leistungsfähig. Nicht zuletzt deshalb wird der Faktor „Komfort“ auch für Radprofis immer wichtiger.

Wie komfortabel sich ein Rennrad fährt, ist das Ergebnis mehrerer Faktoren. Angefangen von der Kombination aus Rahmen, Gabel und Stütze, die durch ihre Form und die Anordnung der Carbon-Matten und -Fasern („Lay up“) mal mehr, mal weniger Vibrationen schlucken. Im aktuellen Test überzeugen diesbezüglich vor allem das Canyon Endurace CF SL und das Giant Defy Advenced.

Aber auch die Reifen haben starken Einfluss auf den Fahrkomfort eines Rennrads, und hier findet aktuell ebenfalls ein Paradigmenwechsel statt: Waren vor zehn Jahren noch 23-mm-Pneus das Maß der Dinge, sind sie mittlerweile fast vom Markt verschwunden. 25er- und 28er-Reifen haben sich durchgesetzt, auch weil sie trotz größerem Volumen genauso leicht oder besser rollen als schmale, auf der anderen Seite aber spürbar mehr Komfort bringen, weil sie mit weniger Druck gefahren werden. An einigen Touren-Rennern sieht man inzwischen gar schon 32er-Reifen.

So eröffnen moderne Touren-Rennräder nicht nur neue Möglichkeiten bei der Reifenwahl – nicht zuletzt wegen der inzwischen üblichen Scheibenbremsen. Sie empfehlen sich dank ihrer Vielseitigkeit auch für einen breiten Einsatzbereich. Sportliche Alleskönner eben. Und für viele Hobbyfahrer schlicht: erste Wahl.

Testfazit kompakt

Leicht, komfortabel, top ausgestattet und mit überzeugenden Fahreigenschaften: Was einen modernen Marathon-Renner auszeichnet, verkörpert das Team GF Six von Rose in Reinkultur. Testsieg! Nur knapp dahinter landet das etwas sportlicher ausgelegte Stevens Comet Disc. Den Preis-Leistungs-Tipp im Test sichert sich das etwas günstigere, sehr ausgewogene Canyon Endurace.

So testet RoadBike

Jedes Rad wird im Labor und in der Praxis getestet, die Ergebnisse werden in Relation zu den anderen Testrädern gesetzt und bewertet. So läuft das Testprozedere ab.

So testet ROADBIKE: Jedes Testrad wird nach festgelegtem Ablauf in Labor und Praxis getestet.

Daten und Messwerte (50 %): Steifigkeiten und Gewichte des Rahmen-Sets und der Laufräder sowie alle Ausstattungsdetails werden im RoadBike-Labor ermittelt und nach festgelegtem Punkteraster bewertet. Die Summe dieser Daten ergibt zu 50 % die Endnote.

Praxistests (50 %): Auf einer festgelegten Testrunde fahren mehrere Tester jedes Rad unter gleichen Bedingungen und bewerten dann die Fahreigenschaften im Detail, ohne die Messwerte der Räder zu kennen. Diese subjektiven Fahreindrücke werden anschließend mit den Messwerten aus dem RB-Labor abgeglichen. Die Summe der Praxisbewertungen fließt mit 50 % in die Endnote ein.

Zu diesem Test: ROADBIKE hat Carbon-Rennräder mit ausgewiesenem Touren-/Marathon-Charakter, also entspannterer Sitzposition und ausgeprägtem Fahrkomfort, bei den Herstellern angefragt. Die Auswahl des konkreten Modells überließ RB den Herstellern. Den detaillierten Testablauf finden Sie im Internet unter www.roadbike.de/sotestet

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Benjamin Hahn
RoadBIKE Touren-Rennräder unter 5000 Euro im Test

Die Rennrad-Tourer im Test:

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