Test: Bianchi Aria Disc
5 Italo-Renner im Test: das Aria Disc von Bianchi

ROADBIKE hat 5 italienische Rennräder getestet. Darunter auch das Bianchi Aria Disc.

Bianchi Aria Disc
Foto: Daniel Geiger
Italo-Renner Test
Daniel Geiger
ROADBIKE-Redakteur Christian Brunker

ROADBIKE-Redakteur Christian Brunker: "Wohl kaum eine Farbe ist so legendär und untrennbar mit einer Marke verbunden wie ‚Celeste‘ von Bianchi. Dabei ist die Bezeichnung sogar ein bisschen irreführend, denn Celeste heißt eigentlich Himmelblau, dabei geht Bianchis Signature-Farbe doch eher ins Türkise. Und der Name "Bianchi" lässt ja eher an Weiß denken ...

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Dessen ungeachtet dürfte es kaum einen Freund italienischer Räder geben, dem beim Anblick eines ‚himmelblauen‘ Renners nicht das Herz aufgeht – weshalb sich mir die Frage stellt, warum der Hersteller seine Räder überhaupt in anderen Farben anbietet. Denn ein Bianchi nicht in Celeste zu kaufen ist für mich wie ein Ausflug nach Italien ohne Caffè und Gelato – möglich, aber sinnlos.

Bianchi Aria Disc
Daniel Geiger
Celeste - Signaturfarbe von Bianchi.

Bianchi steht für mich für höchste italienische Rahmenbaukunst und beste Rennradtradition – aber mit großer Aktualität. Denn mit dem Aria – das es noch gar nicht so lange gibt – hat Bianchi einen zeitgemäßen Aero-Renner am Start, der erfreulicherweise nicht ein- mal allzu teuer ausfällt. Ob man es allerdings über sich bringen kann, einen Italo-Renner mit Shimano- anstelle von Campagnolo-Komponenten auszustatten, muss jeder selbst entscheiden.

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5 Italo-Renner im Test
Test: 5 Rennräder aus Italien
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Unabhängig von der Gruppe überzeugt das Aria mit seiner sportlichen, aber nicht zu gestreckten Sitzposition. Vom Start weg giert es nach Tempo und punktet mit einer ausgesprochen satten Straßenlage, die jederzeit ein sicheres Gefühl vermittelt – genau so, wie man es eben von einem waschechten Aero-Renner erwartet. Dazu passt die Lenkung, die direkt reagiert, aber nie zu nervös.

Bianchi Aria Disc
Daniel Geiger
Einmal auf Tour gebracht, rollt das Aria ordentlich.

Die Laufräder sind nicht die leichtesten, obwohl sie nicht einmal auf aerodynamisch hohe Felgen setzen. Das bremst Antritte etwas aus, gerade im Zusammenspiel mit den 28er-Vittoria-Reifen, auch bergauf macht sich das Gewicht von 8,4 Kilo bemerkbar, lange Kletterpartien sind nicht die Stärke des Aria. Einmal auf Touren gebracht, rollt das Aria aber verlässlich, sicher und macht viel Spaß – wer gerne italienisch-stilvoll und mit Topspeed über Landstraßen jagen will, wird hier glücklich!"

Fazit: Das Bianchi Aria gefällt als zeitgemäßer Aero-Renner mit perfekter Straßenlage, bietet eine Menge Fahrspaß und ist erfreulicherweise relativ günstig zu haben.

Bianchi Aria Disc
ROADBIKE
Bianchi Aria Disc

Spezifikationen

Größe

44/47/50/53/55/57/59/61

Rahmenmaterial

Carbon

Gewicht

8,4 kg Komplettgewicht ohne Pedale

Schaltgruppe

Shimano Ultegra, 11–30

Kurbelsatz

Shimano Ultegra, 52/36

Bremse

Shimano Ultegra 160/160

Laufräder

Fulcrum Racing 618 Disc

Reifen

Vittoria Rubino, 28 mm

Vorbau/Lenker

Reparto Corse

Sattel/Stütze

Selle Royal/Aria Full Carbon

Preis/Vertrieb

3399 Euro/Fachhandel

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