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Specialized überarbeitet Alu-Renner Allez Sprint Specialized

Specialized überarbeitet Alu-Renner Allez Sprint

Neu: Specialized Allez Sprint Specialized überarbeitet Alu-Renner Allez Sprint

Nicht weniger als das beste Alu-Rennrad aller Zeiten will Specialized mit dem neuen Allez Sprint gebaut haben. Pate stand der Carbon-Renner Tarmac SL7.

Das Tarmac SL7 weckt bei vielen Rennradfahrerinnen und -fahrern Begehrlichkeiten – immerhin ist der Carbon-Renner das Arbeitsgerät von Superstars wie Peter Sagan, Julian Alaphillipe oder Remco Evenepoel. Doch angesichts horrender Preise bleibt oft der Wunsch Vater des Gedanken... Nun hat Specialized jedoch den – zumindest etwas – preisgünstigeren Alu-Renner Allez Sprint rundum erneuert und sich dabei in vielerlei Hinsicht stark am Tarmac SL7 orientiert. Neben der Übernahme von dessen Geometrie sieht das neue Alu-Allez dem großen Carbon-Bruder zum Verwechseln ähnlich. Und genau wie das Tarmac gibt es das neue Allez "nur" mit Scheibenbremsen.

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Specialized bietet das neue Allez Sprint in zwei Ausführungen als Komplettrad an (7500 Euro bzw. 3300 Euro, zwei Farboptionen) sowie als Rahmenset in sechs Farben (1800 Euro).

Gewohnt unbescheiden feiern die US-Amerikaner ihren eigenen Wurf als erstes Alu-Superbike und schnellstes Aluminium-Rennrad der Welt. Dafür wurde eine neue, D'Alusio Smartwelding genannte Aluminium-Schweißtechnik entwickelt. Zudem wurden die Schweißstellen gezielt nach hinten gerückt und auf viele klassische Verbindungsnähte und damit eingehenden Materialüberschuss verzichtet. Zum Beispiel ist das wie eine Sanduhr geschwungene Steuerrohr aus einem einzigen Stück Aluminium entstanden, welches immer mehr in seine aerodynamische Form gepresst wurde, bis eine gleichmäßige Wanddicke mit gleichmäßigen Kugellager-Aussparungen für die interne Kabelführung bestand. Auch das Unterrohr und das einteilige Tretlagergehäuse sind aus einem einzigen Stück Aluminium kalt geschmiedet – Specialized gibt an, auf diese Weise im Vergleich zum letzten Allez zwei Schweißnähte eingespart zu haben. Ergebnis: eine überaus steife und performante Verbindung, die selbst bei voller Trittwucht und gleichzeitigem Lenkerzug Rahmentorsion im Keim ersticken soll.

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Mehrere Schweißnähte wandern wie hier am Steuerrohr weiter nach hinten als gewohnt - laut Specialized erhöht dies die Lebenserwartung.

Dabei geht es laut Specialized nicht nur um Gewicht, sondern auch um Materialbeanspruchung und -Stress. Wie und wo die Nähte gesetzt werden, hat direkten Einfluss auf Fahrgefühl, -Qualität, Kraftübertragung und allgemeine Haltbarkeit. Dank neuer Rohrquerschnitte wie zum Beispiel am bereits erwähnten Steuerrohr sowie vollintegrierten Zügen am Cockpit soll das Allez Sprint auch deutlich aerodynamischer geworden sein. Für Komfort sorgen sollen dabei die vom Tarmac bekannte D-förmige Sattelstütze, tief angesetzte Sitzstreben und die Carbongabel. Apropos Komfort: Bis zu 32 Millimeter breite Reifen lassen sich montieren.

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Das Steuerrohr besteht aus einem Stück und wurde in einem aufwändigen Verfahren in seine aerodynamische Form gebracht.

In sechs Rahmengrößen von 49 bis 61 bringt Specialized das Allez Sprint ab sofort in Umlauf. Als Allez Sprint Comp kommt es in zwei Farbvarianten mit Shimano 105-Antrieb, hauseigenen Anbauteilen und Laufrädern mit DT Swiss-Naben, -Speichen und -Nippeln. Kostenpunkt für das Komplettrad: 3300 Euro. Alternativ gibt es das Allez Sprint LTD mit Sram Force eTap AXS und Roval-Aero-Laufrädern. Allerdings ruft Specialized hierfür 7500 Euro auf – für ein Aluminium-Rennrad dürfte das unerreicht sein. Wer sein Rennrad lieber mit den eigenen Wunsch-Komponenten aufbaut, greift zum 1800 Euro teuren Rahmenset, das neben Rahmen und Gabel auch die vom Tarmac bekannte Carbonsattelstütze umfasst. Trotz allem viel Schotter für ein Aluminium-Rennrad, doch die US-Amerikaner wollen damit den Beweis antreten: Auch wenn die Eigenschaften, die Carbon als Werkstoff bietet, sicher nicht erreicht werden können, gehört Aluminium noch lange nicht zum alten Eisen.

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Tief angesetzte Sitzstreben, die Carbonsattelstütze aus dem Tarmac, bis zu 32 Millimeter breite Reifen - laut Specialized soll all das für Komfort sorgen.
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