ADRIAN GREITER PHOTODESIGN

Specialized Roubaix Pro (Modelljahr 2020) im Test

Das neue Roubaix kommt mit sportlicher Geometrie und dank neuer Frontfederung und Pavé-Sattelstütze mit einer Extraportion Komfort.

Bewertung:

Testsieger-Logo: Testurteil sehr gut

Testurteil: Sehr gut (77 Punkte)

Was uns gefällt:

 extrem hoher Komfort

 ausgewogenes Fahrgefühl

 sehr leichter Rahmen ...

Was uns nicht gefällt:

 ... aber hohes Gesamtgewicht

Geboren für die Pflastersteine Nordfrankreichs: Nicht von ungefähr benennt Specialized seinen Touren-Renner Roubaix nach der wohl größten Herausforderung in puncto Komfort bei Rennrädern. Pünktlich zur 2019er-Auflage des Rennens stand die komplett überarbeitete Version des Touren-Renners bereit, und der Belgier Philippe Gilbert fuhr darauf prompt einen Sieg ein.

Specialized Roubaix Pro
Bjoern Haenssler
Anpassbar: Per Drehrad auf dem Vorbaudeckel lässt sich die Härte der Federung in zehn Stufen einstellen.

Auffälligste Neuerungen gegenüber dem Vorgänger sind die „Future Shock 2.0“-Dämpfung unter dem Vorbau, die sich nun in zehn Stufen anpassen lässt, sowie die verbesserte Pavé-Sattelstütze, die weit unten im Sitzrohr geklemmt wird, um maximalen Flex zu ermöglichen.

Specialized Roubaix Pro
Bjoern Haenssler
Auf Komfort getrimmt: Sitzrohr und Sattelstütze sorgen für sehr gute Federungswerte.

Im ROADBIKE-Labor glänzte das Roubaix dann auch an der Front wie am Heck mit herausragenden Federungswerten, die sich auch in der Praxis erfahren lassen und das Roubaix gerade auf längeren Touren – und das nicht nur auf Kopfsteinpflaster – zum perfekten Begleiter machen. Einzig der Sinn der feinen Rasterung für die Dämpfungsabstufung erschließt sich nicht ganz: Auf ruppigerem Untergrund wählten die Tester die maximale Stufe, auf normalem Asphalt bot die Minimalstufe immer noch absolut ausreichenden Komfort.

Bei allem Fokus auf dieses Thema ist das neue Roubaix ein durchaus sportliches Rad für alle Ansprüche. Auch die Sitzposition auf dem Rad fällt etwas sportlicher aus als beim Vorgänger. Das allzeit sichere Handling und ein ausgewogenes Fahrgefühl mit gutem Antrittsverhalten, verlässlichem, keinesfalls trägem Charakter runden das Bild ab.

Specialized Roubaix Pro
Bjoern Haenssler
Kabellos: In der Pro-Variante kommt das Roubaix mit der neuen Force eTap AXS von Sram.

Erhältlich ist das neue Roubaix in mehreren Ausstattungsvarianten, die Preise beginnen bei 2299 Euro mit Shimanos Tiagra, das Top-Modell mit Sram Red eTap kostet 11 999 Euro.

Sitzposition: Sehr/ eher komfortabel

Charakter: gute Mischung aus Laufruhe und Wendigkeit

Fazit

Das Specialized Roubaix war eines der ersten Rennräder, das voll auf den Komfortgedanken setzte. In der aktuellen Version ist das Rad dank Future Shock 2.0 und verbesserter Sattelstütze noch kompfortabler Geworden. Zugleich wurde die Sitzposition etwas sportlicher als beim Vorgänger. Damit bleibt das Roubaix ein sportliches Rennread, nur eben mit der Extraportion Komfort.

Rennräder Rennrad-Tests RB1019 E-Rennrad vs. Bio-Bike E-Rennrad vs. Bio-Bike: Cube Agree C:62 SLT 2020 E-Rennrad vs. Bio-Bike: Das Experiment

Zwei Fahrer auf unterschiedlichen Leistungsniveaus. Ein E-Rennrad, ein...