ADRIAN GREITER PHOTODESIGN

Simplon Pride (Modelljahr 2020) im Test

Schon beim ersten Blick auf das Simplon Pride wird klar: Das ist kein Rad wie jedes andere. ROADBIKE hat das auffällige Aero-Rennrad getestet.

Bewertung:

Testsieger-Logo: Testurteil sehr gut

Testurteil: Sehr gut (83 Punkte)

Was uns gefällt:

 sportlicher Charakter

 hält gut hohes Tempo

 viele clevere Detaillösungen

Was uns nicht gefällt:

 Lenkkopf dürfte steifer sein

ADRIAN GREITER PHOTODESIGN
Das Simplon Pride beeindruckt mit ausgefallenen Detaillösungen.

Das aerodynamisch optimierte Cockpit mit dem charakteristisch geteilten Vorbau zieht definitiv Blicke auf sich. Aber auch sonst haben die Entwickler von Simplon viel Aufwand im Detail betrieben. Beispielsweise die „Raptor Dropouts“ (Foto unten), dank derer die Gabelscheiden flacher stehen können, ohne die Geometrie bei Gabelnachlauf oder Radstand zu verändern. Oder die „Smart Thru Axle“, die einen schnelleren Radwechsel erlaubt, weil die Steckachse nicht komplett herausgezogen werden muss. Doch nicht nur die Details überzeugen, auch auf der Straße macht das Pride einen extrem guten Eindruck. Die Sitzposition fällt, wie bei einem Aero-Renner erwartet, sportlich und mit deutlicher Sattelüberhöhung aus.

Simplon Pride
Bjoern Haenssler
Dank „Raptor Dropout“ können die Gabelscheiden flacher stehen, ohne die Geometrie zu verändern.

Einmal auf Geschwindigkeit gebracht, hält das Pride das Tempo sehr gut und ist damit wie gemacht für lange Tempofluchten. „Wenn es einmal rollt, dann rollt es richtig“, lautete ein Testerfazit. Dank nur 7,5 Kilo Komplettgewicht und der trotz hohem Profil vergleichsweise leichten Laufräder gibt das Simplon Pride auch bergauf eine überzeugende Figur ab. Die Straßenlage überzeugt ebenfalls, allerdings dürfte der Lenkkopf für schwerere Fahrer etwas steifer sein.

Simplon Pride
Bjoern Haenssler
Charakterkopf: Der geteilte Vorbau des Pride soll aerodynamische Vorteile bringen.

Nichts zu beanstanden gibt es in Sachen Komfort, der an der Front und am Heck für einen Aero-Renner ordentlich ausfällt: Das Pride ist längst nicht so hart wie viele andere Räder der Kategorie, was sich gerade auf längeren Touren positiv auswirkt. Das Pride gibt es in mehreren Ausstattungsvarianten ab 5.199 Euro (mit Shimano Ultegra). Auch eine Variante mit Campagnolos Record für 6.699 Euro bietet Simplon an.

Sitzposition: sehr/eher sportlich

Charakter: gute Mischung aus laufruhig und wendig

Fazit

„Wenn es einmal rollt, dann rollt es richtig“, lautete ein Testerfazit. Und 7,5 kg sind für Aero-Rennrad mit Scheibenbremse und hohen Laufrädern ein guter Wert. Damit empfiehlt sich das Simplon Pride für lange Tempofluchten.

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