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Orbea Orca Aero: Leicht, komfortabel - und schnell

Neuer Aero-Renner Orbea zeigt das neue Orca Aero

Orbea hat das neue Orca Aero präsentiert, es soll Gewicht, Aerodynamik und Komfort nahezu optimal miteinander verbinden.

"Wer ist nicht fasziniert von einem Rennrad, das die entscheidenden Watt Leistung einspart? Wer würde in diesem besonderen Kampf um mehr Geschwindigkeit nicht jeden Vorteil nutzen?" Das neue Orca Aero soll genau diesen Vorteil bieten, versprechen die Spanier.

Kurz&Knapp

  • Preis: von 3.999 bis 9.599 Euro
  • Rahmengewicht: 1150 g
  • Rahmengrößen: 7 Größen von 47-60

Aerodynamik, Steifigkeit oder Gewicht? Erfahrungsgemäß bringt die Konzentration auf nur einen dieser drei Punkte kaum nennenswerte Verbesserungen. Große Fortschritte in einem Bereich bedeutet immer auch Nachteile in einem oder gar beiden anderen Bereichen. Der Schlüssel bei der Entwicklung des besten Aero-Rennrads, so betont Orbea, liege also in der richtigen Balance dieser drei Punkte – und im Aufspüren weiterer Leistungsfaktoren für eine noch höhere Effizienz. Das Ergebnis dieser Arbeit: das neue Orca Aero. "In diesem Rennrad stecken unsere gesamte Erfahrung und all unser Wissen zum Thema Aerodynamik. Auf der Suche nach dem berühmten ,Sweet Spot' haben wir jedes einzelne Detail des Orca Aero unter die Lupe genommen. In Computersimulationen und Windtunneltests haben wir zahlreiche Ideen ausprobiert, um Luftwiderstand und Verwirbelungen zu minimieren", heißt es von Orbea. Dabei habe man auf die Erfahrungen zurückgreifen können, die man bei der Entwicklung des Zeitfahrrads, dem Orbea Ordu, gesammelt habe. "Tausende Stunden haben wir mit dem Bau von Prototypen und im Windtunnel verbracht, um das perfekte Aero-Rennrad zu entwickeln. Dabei haben wir ineinigen entscheidenden Bereichen aerodynamische Fortschritte gemacht", berichtet Orbea.

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Im Detail: Das horizontal ausgerichtete Oberrohr und die Kettenstreben verbesserten das Strömungsverhalten, Unterrohr und Sitzrohr wurden aerodynamisch für 25-28 mm breite Reifen optimiert. Auch die Übergänge zwischen Steuerrohr und Unterrohr sowie Sitzrohr und Sitzstreben seien so gestaltet worden, dass Luftverwirbelungen in diesen Bereichen minimiert würden. Den oberen Teil des Sitzrohrs habe man so auf den Luftstrom ausgerichtet, dass der Bereich rund um das Hinterrad weniger Luftwiderstand biete. Hinzu komme die neue, aerodynamisch geformte Gabel, die für Hochprofilfelgen optimiert worden sei. Außerdem reduzierten der neue Aero-Lenker, Vorbau und Sattelstütze reduzieren den Luftwiderstand um 2 %.

Nach all der Theorie habe sich die entscheidende Frage gestellt: Funktioniert das "Rennrad auch im echten Leben draußen auf der Straße so, wie wir uns das vorstellen?" Um das herauszufinden, hat Orbea hunderte Stunden mit Feldtests verbracht. Dabei habe man die aerodynamischen Verbesserungen des Gesamtsystems aus Fahrrad und Fahrer:in bei den hohen Geschwindigkeiten im Velodrom getestet. Hier kommen die Auswirkungen von Wind, Schwerkraft und Rollwiderstand wirklich zum Tragen.

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Die vielleicht größte Herausforderung bei der Entwicklung eines Aero-Rennrads besteht weiterhin darin, Verbesserungen bei der Aerodynamik nicht mit zusätzlichem Gewicht und Einschnitten bei der Kletterfähigkeit des Rades zu bezahlen. "Unser Ziel ist es, das Gewicht zu reduzieren, aber dabei die Steifigkeit des Tretlagers beizubehalten. Denn sie ist essenziell, um die Kraft aus den Beinen effizient über die Pedale auf das Hinterrad zu bringen, und das Rennrad in der unnachahmlichen Art des Orca Aero zu beschleunigen", heißt es von Orbea. Speziell bei hohen Geschwindigkeiten kann ein Rennrad seine aerodynamischen Vorteile ausspielen. In steilen Anstiegen hingegen kommt es stärker auf das Gewicht, die Steifigkeit und die Kraftübertragung an. "Und bei unseren Testfahrten hat das Orca Aero bewiesen, dass es selbst an den härtesten Anstiegen nichts an Effizienz verloren hat. Darauf sind wir vor allem deshalb so stolz, weil das Rad gleichzeitig eine aerodynamische Steigerung von 15 Watt bei hohen Geschwindigkeiten liefert. Sprich: Das Orca Aero ist einer der kletterstärksten Aero-Renner auf dem Markt", betont Orbea.

Für die Optimierung des Verhältnisses von Steifigkeit zu Gewicht ist laut Orbea eine "dynamische Struktur" besonders wichtig. Der Großteil der Verwindungskräfte und seitlichen Belastungen wird vom unteren Teil des Rahmens aufgenommen. Steuerrohr, Unterrohr und Kettenstreben müssen den Belastungen bestmöglich widerstehen, um die Kraft aus den Beinen aufs Hinterrad zu bringen. Sprich: Je verwindungssteifer sich der Rahmen hier zeigt, desto mehr Kraft wird in Vortrieb verwandelt. "Die Gestaltung jedes einzelnen Bereichs, die OMX-Carbonfaser und das für jede Rahmengröße speziell angepasste Layup machen dieses Aero-Rahmenset zu einem der effizientesten und schnellsten auf dem Markt", ist sich Orbea sicher.

Gleichzeitig sei man ständig auf der Suche nach Verbesserungen im Carbonbau. Die Fertigung eines modernen Carbonrahmens habe nicht mehr viel mit der Fertigung seines Vorfahrens vor wenigen Jahren zu tun. "Es ist also an der Zeit, anders über Carbon zu sprechen. Mit OMX bieten wir Radsportler:innen unsere leichtesten und steifsten Rahmen für das Rennrad. Wir würden nicht direkt behaupten, dass OMX ein streng gehütetes Geheimnis ist. Wir würden es eher als die Krönung der Herstellung von Carbonrennrädern bezeichnen."

Und damit nicht genug: Wer schnell Radfahren will, braucht nicht nur ein möglichst aerodynamisches und verwindungssteifes Rennrad, sondern muss es auch sicher und präzise steuern können. Die Geometrie des Orca Aero basiere auf der fast 100-jährigen Geschichte von Orbea im Bau von Rennrädern. Sie verleihe dem Rad die perfekte Kombination aus Ansprechverhalten und Stabilität. Die aggressive Position im Sattel minimiere den Luftwiderstand des Körpers und sorge gleichzeitig für effizienten Vortrieb. Dabei lasse sich das Orca Aero präzise und intuitiv steuern. Die Winkel und Abmessungen des Rades seien mit Bedacht auf jede einzelne Rahmengröße abgestimmt, um mit jedem Pedaltritt noch mehr Power auf die Straße zu bringen: Kürzerer Radstand für ein agileres Handling, kürzere Kettenstreben für bessere Beschleunigung. Ein größenspezifischer Nachlauf der Gabeln sorge für mehr Kontrolle, ganz gleich in welcher Rahmengröße. Außerdem verbesserten weniger stack und ein tiefer abgesenktes tretlager die Aerodynamik und die Stabilität.

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Mit Platz für 30 mm breite Reifen beweise das Orca Aero, dass sich Geschwindigkeit und Komfort nicht ausschließen. Die Vorteile breiterer Reifen haben längst auch das Rennrad erreicht. Dank des geringeren Luftdrucks kann ein breiterer Reifen nicht nur den Rollwiderstand reduzieren, sondern auch große Verbesserungen in Sachen Komfort und Traktion bedeuten. Nicht zuletzt ist ein Schlüsselelement der perfekten Balance des Orca Aero die Ergonomie. Eine ergonomischere Sitzposition sorgt für mehr Komfort, mehr Kontrolle und eine bessere Aerodynamik. Und damit für mehr Speed. Das neue Orca Aero-Cockpit sei für überragende Ergonomie entwickelt worden, denn durch die Abkehr von einem voll integrierten Cockpit erhalte man massive ergonomische Vorteile für sehr geringe Kompromisse. "Drehe deinen Lenker, ändere die Vorbaulänge oder die Lenkerbreite, um die perfekte Position zu finden, deine Aerodynamik zu optimieren und Ermüdungserscheinungen zu verringern." Der in sieben Längen zwischen 70 und 130 mm erhältliche OC2-ICR-Vorbau ermögliche die perfekte Anpassung und die Integration von Zügen und Leitungen. "Wir haben auch die Frontplatte und die Computerhalterung neu gestaltet und eine Neigungsverstellung hinzugefügt, damit der Fahrer seinen Computer perfekt positionieren kann", berichtet Orbea.

In Kombination mit dem Vorbau lässt sich der OC3-Aerolenker in einem Bereich von 15° einstellen und bietet dabei verschiedene Auswahlmöglichkeiten an Breiten und Reach. In Kombination mit dem ICR-Vorbau werde der Luftwiderstand deutlich reduziert und die Steifigkeit sei auch für die aggressivsten Fahrer hervorragend. Die neue Orca-Aero-OMX-Sattelstütze ermögliche Anpassungen von bis zu 25 mm im Setback und +/-10° in der Neigung. Die 50 mm tiefe Stütze ist besonders leicht und kompakt.

Auch auf die die gute, alte Frage nach dem perfekten Platz für Mini-Tool, Ersatzschlauch, Ausweis und Co.hat Orbea eine Antwort gefunden: Sie integrieren die Toolbox dem Vorderrad in den Rahmen. Genau wie der Flaschenhalter soll die Box nicht nur praktisch, sondern auch aerodynamisch von Vorteil sein. "Egal ob voll oder leer, macht dieses Feature das Orca Aero auf jeden Fall besser." Denn natürlich ist auch die Trinkflasche aerodynamisch optimiert: Die Luft ströme geschmeidig über Unterrohr, Flaschenhalter und Trinkflasche. Nichts entstelle den tollen Look des Rahmens. Tatsächlich sei das Orca Aero sogar schneller, wenn die Flasche an ihrem Platz ist.

Dank des MyO-Programms können Kunden ihr Orbea-Bike seit vielen Jahren an ihre Wünsche und Bedürfnisse anpassen.

Das Topmodell des neuen Orca Aero ist mit der neuen Shimano Dura Ace ausgestattet und kostet 9599 Euro. Den Einstieg bildet das Orbea Orca Aero M20LTD mit der mechanischen Ultegra für 3999 Euro.

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