RB-0215-Gravel-Racer-c.lampe_2_MG_2914_100pc.jpg Christian Lampe

Gravel-Racer: Darauf kommt es an

Wir zeigen worauf es bei Gravel-Bikes ankommt

Gravel-Racer, Alleskönner-Rennräder, Schotter-Renner – diese neue Rennrad-Kategorie hat viele Namen. Wir zeigen, worauf es bei einem Gravel-Racer ankommt.

Langstreckentauglich und komfortabel! Mit diesen Attributen werben Gravel-Racer für sich. Klingt nach genau dem, was Rennradfahrer suchen, die jeden Tag mit ihrem Rad unterwegs sind: auf langen Touren oder auf dem Weg zur Arbeit. Gravel-Racer empfehlen sich damit als ideale Alltags-Renner.

Sitzposition

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Benjamin Hahn
Gravel Racer Sitzposition

Durch ein ausgewogenes Verhältnis von Ober- zu Unterrohr (beim 56er-Rahmen jeweils rund 56 cm) und ein nicht zu langes Steuerrohr (17 bis 18 cm) sitzt der Fahrer leicht gestreckt, aber ohne zu starke Sattelüberhöhung, doch angenehm genug für stundenlange Einsätze. Das ist ideal für Vielfahrer – und für richtig lange Touren.

Komfort

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Benjamin Hahn
Gravel Racer Komfort

Für den versprochenen Federungskomfort sorgen in erster Linie die voluminösen Reifen: Mit einem Luftdruck um 6 Bar rollen sie noch gut, nehmen dabei Vibrationen vom Untergrund sehr wirksam die Spitzen und federn bei harten Schlägen einige Millimeter ein. Sind die Rahmen-Sets gut konstruiert (im Test vor allem GT und Specialized), federn diese ebenfalls hervorragend – in Summe ergibt das maximalen Federungskomfort, den besten, den es derzeit an einem Rad mit Rennlenker zu kaufen gibt.

Übersetzung

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Benjamin Hahn
Gravel Racer Übersetzung

Die sinnvollste Übersetzung für den Alltag und lange Touren liefern derzeit Kompaktkurbeln mit 50/34 Zähnen und Kassetten mit 11–32 Zähnen. Mit diesem breiten Übersetzungsspektrum ist man für wirklich alle Herausforderungen gewappnet.

Reifen

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Benjamin Hahn
Gravel Racer Reifen

Um Rollwiderstand und Gewicht gering zu halten und das Handling nicht (zu) träge werden zu lassen, empfehlen sich Slick-Reifen. Schon 28er bauen auf den breiten Felgen der Disc-Laufräder sehr breit – mehr ist für Rennradfahrer zumindest gewöhnungsbedürftig, da das Rad dadurch spürbar unwillig einlenkt. Auch profilierte Reifen ergeben nur dann Sinn, wenn man vornehmlich auf losem Untergrund unterwegs ist. Wer mit profilierten Reifen auf einem Gravel-Racer unterwegs ist, dürfte kaum einen Unterschied zum Querfeldein-Rad spüren.

Bremsen

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Benjamin Hahn
Gravel Racer Bremsen

Scheibenbremsen gehören zur DNA der Gravel-Racer – wie auch zu Alltags-Rennern. Schon die mechanischen Bremsen an den Testrädern funktionieren sehr gut und bieten konstant hohe Bremskraft, auch bei Nässe. Teure hydraulische Bremsanlagen (wie am Specialized) lassen sich noch einmal deutlich feinfühliger dosieren, die Bremskraft hydraulischer Scheibenbremsen ist allerdings nicht zwingend höher.

Lenkung

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Benjamin Hahn
Gravel Racer Lenkung

Durch den langen Radstand (um 1020 mm bei Rahmengröße 56) halten die Räder extrem stabil und sicher die Spur. Lenkwinkel um 72 Grad und ein gemäßigt langer Gabelnachlauf sind nicht ganz so extrem wie bei Querfeldein-Rädern, aber doch flacher als beim herkömmlichen Rennrad. Dadurch bleibt das Vorderrad auch bei hohem Tempo und rauem Untergrund ruhig und gut beherrschbar, trotzdem spricht die Lenkung noch gut an – solange nicht zu breite Reifen (maximal 30 mm effektive Breite) montiert sind. Je breiter die Reifen, umso unwilliger, im Extremfall (über 35 mm effektive Breite) auch träge reagiert die Lenkung.

Rahmen

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Benjamin Hahn
Gravel Racer Rahmen

Die Rahmen-Gabel-Sets der Gravel-Racer sind keine Leichtgewichte (sie wiegen deutlich über 2 Kilo), dafür sind sie extrem steif und dadurch bei jedem Fahrergewicht fahrstabil. Zudem sind diese solide gebauten Rahmen-Sets im Alltagseinsatz absolut stressfrei: Anlehnen am Radständer, Verladen in den Kofferraum oder Montage auf den Radträger, im Zweifelsfall auch mal ein Sturz, sind völlig unproblematisch.

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