Bjoern Haenssler
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Eddy Merckx 525 (2020) im Test

2020er Rennräder im Test: Eddy Merckx 525 (2020)

Ein großer Name ist zurück: Was kann das neue 525 der belgischen Bikeschmiede Eddy Merckx? ROADBIKE bekam den brandneuen Renner exklusiv zum Testen.

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Eine beeindruckende Zahl: 525 – so viele Siege hat der „Kannibale“ Eddy Merckx in seiner Karriere eingefahren. Eine Zahl wie gemacht für das ebenfalls beeindruckende neue Top-Modell der belgischen Bikeschmiede Eddy Merckx, die sich nach einer Phase des Umbruchs unter dem Dach der Belgian Cycling Factory (unter anderem mit der Marke Ridley) komplett neu aufgestellt hat. Das neue 525 ist der Nachfolger des EM525 und der erste komplett neu entwickelte Carbon-Renner unter der neuen Leitung.

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Jedes Eddy-Merckx- Rennrad ziert die Unterschrift der belgischen Radsport-Legende.

„Das Rad ist eine tiefe Verbeugung vor Eddy Merckx und zeichnet sich durch seine perfekt ausgewogenen Eigenschaften aus – genau wie die belgische Radsportlegende“, sagt Jochim Aerts, CEO der Belgian Cycling Factory. Egal ob lange Bergetappen, lange Solofluchten gegen den Wind oder rasante Abfahrten, das neue 525 soll als vielseitiger Alleskönner überzeugen.

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Aufgeräumt: Sämtliche Züge sind in das neue Cockpit integriert – für bessere Aerodynamik.

„Das 525 vereint die ideale Mischung aus Aerodynamik, Gewicht und Komfort“, betont Aerts. Im vorderen Bereich lagen die Schwerpunkte auf sehr guter Aerodynamik sowie einer hohen Steifigkeit im Lenkkopfbereich, sagt Ingenieur Toon Wils, deshalb wurden alle Züge komplett integriert. Im Hinterbau mit Ketten- und Sitzstreben habe man hingegen vor allem den Komfort verbessern wollen.

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Leichtfüßig: Die Fulcrum- Wind-400-Laufräder sorgen für agiles Fahrverhalten.

Doch kann das neue 525 diese Versprechungen tatsächlich erfüllen ? ROADBIKE bekam das erst Anfang September vorgestellte Rad zum exklusiven Test. Und es gefiel vom Start weg. Zwar erscheint das Steuerrohr mitsamt den Spacern unter dem Vorbau ausgesprochen lang, allerdings fällt die Sitzposition nicht so aufrecht aus, wie man vermuten würde. Stattdessen sitzt man durchaus sportlich auf dem 525 und spürt die Gier des Rades nach Beschleunigung. Mit knapp 3000 Gramm sind die Fulcrum-Wind-400-Laufräder zwar nicht die leichtesten, sie fahren sich aber durchaus agil, sodass sich das 525 schnell auf Tempo bringen lässt. Der vergleichsweise kurze Radstand von 995 mm und der ebenfalls eher geringe Gabelnachlauf machen das Merckx zudem ausgesprochen wendig. Bei längeren Kletterpartien im Wiegetritt lobten die Tester den leichtfüßigen Charakter des Renners. Aber auch in schnellen Bergabpassagen vermittelt das 525 ausgesprochen viel Fahrspaß.

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Die Kettenstreben mit zwei charakteristischen „Flexzonen“ sollen den vertikalen Komfort verbessern.

Im ROADBIKE-Labor bestätigt sich, was sich auf der Straße bereits abgezeichnet hat. Vor allem das Tretlager des Merckx punktet mit herausragenden Steifigkeitswerten, der steife Lenkkopfbereich etwa sorgt für eine präzise Lenkung, besonders in schnellen Kurven. Und das eben nicht nur bei den eher leichtgewichtigen RB-Testern, sondern auch bei schweren Fahrern. Dafür ist das neue Merckx kein Leichtgewicht. Der Rahmen ist mit 1058 Gramm ca. 250 Gramm schwerer als die beste Konkurrenz à la Canyon Ultimate oder Specialized Tarmac. Und auch beim Gesamtgewicht (7,8 kg) reicht es nicht für einen Podiumsplatz. Dafür bietet das 525 sowohl an der Front wie auch am Heck sehr gute Komfortwerte.

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Merckx bietet das 525 mit Scheiben- wie auch mit Felgenbremsen in unterschiedlichen Ausstattungsvarianten an. Als Felgenbrems-Modell mit Shimano Ultegra kostet es 4999 Euro. Die Top-Variante mit Disc und Campas neuer Super Record 12-fach-EPS schlägt mit 9183 Euro zu Buche.

Sitzposition: gute Mischung aus sportlich und komfortabel

Charakter: sehr/eher wendig

Fazit

Sportliche Sitzposition, agiles Handling und dabei sichere Straßenlage – das Eddy Merckx lässt kaum Wünsche offen. Nur beim Gewicht könnte das Edel-Rennrad aus Belgien noch ein bisschen abspecken.

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