Storck Aerfast.3 Pro Daniel Geiger

Storck Aerfast 3 Pro im Test

Das neue Storck Aerfast 3 Pro im ROADBIKE-Test

Neuer Aero-Renner aus der Bikeschmiede von Markus Storck: Mit dem neuen Aerfast 3 Pro haben die Entwickler einen endschnellen Renner aus der Taufe gehoben. ROADBIKE hat ihn schon getestet.

Das erste kleinere Ausrufezeichen setzt das neue Aerfast 3 Pro an der Waage: Gerade einmal 7,5 kg sind für einen Aero-Renner mit Scheibenbremsen und Hochprofil-Laufrädern ein Wort, damit spielt das Aerfast in der absoluten Top-Liga der Aerorenner mit und muss sich definitiv nicht vor Specialized Venge, Canyon Aeroad oder Trek Madone verstecken.

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Storck Aerfast.3 Pro
Daniel Geiger
Das neue Storck Aerfast.3 Pro

Kurz&Knapp

  • Hersteller: Storck Bicycles
  • Modell: Aerfast.3 Pro
  • Gewicht: 7,5 kg (Komplettrad, ohne Pedale)
  • Preis: 6898 Euro
  • Größen: XS, S, M, L, XL, XXL
  • Ausstattung: Sram Red eTap AXS (48/35; 10-28)
  • Laufräder: DT Swiss PRC1400 Spline 65 CL db

Die Geometrie fällt ausgesprochen sportlich aus, wie es sich für einen Aero-Renner gehört. Auffällig ist schon das kurze, sehr schlanke Steuerrohr, dass beispielsweise in Rahmengröße M nur 115 mm misst. So wird der Fahrer mit einer sehr stark ausgeprägten Sattelüberhöhung in eine maximal aerodynamische Sitzposition gebracht, im Unterlenker geht es schon sehr weit runter. Passend dazu fällt auch der Stack-to-Reach-Koeffizient (also, grob gesagt, das Verhältnis von Rahmenhöhe zu Rahmenlänge) mit einem Wert von 1,34 sehr sportlich aus. An eine solche Sitzposition muss man sich erst einmal rantasten, um sie wirklich über eine längere Strecke fahren zu können. Aber schnell ist sie definitiv und es macht einfach Spaß, dem Aerfast die Sporen zu geben und mit maximal kleiner Windangriffsfläche über die Straßen zu jagen.

Storck Aerfast.3 Pro
Daniel Geiger

Fahreindruck

Denn auf der Straße beeindruckt das Aerfast vom Start weg mit seinem immensen Vortrieb, langsam fahren ist quasi nicht möglich – nicht nur wegen der hohen Felgen, die einen wunderbaren Sound erzeugen und einen immer wieder aufs Neue antreiben. Wer nach Bestzeiten auf längeren Rollerstrecken giert, wird am Aerfast mit Sicherheit seine helle Freude haben, denn es ist wie gemacht für lange Tempofluchten, allein gegen den Wind. Auch zwischenzeitliche Kletterpassagen stören überhaupt nicht, da spielt dem Aerfast das geringe Gesamtgewicht in die Karten und mit jedem Meter bergauf freut man sich schon auf die folgende Hochgeschwindigkeitsabfahrt.

Allerdings: Ein Komfortwunder ist das Aerfast erwartungsgemäß nicht. Sowohl die flügelförmige Sattelstütze als auch die Front mit der Lenker-Vorbau-Einheit bieten keinen ausgeprägten Federungskomfort, sondern fahren sich tendenziell eher härter. Auf glattem Asphalt ist das perfekt für ein gutes Gefühl für die Straße, wird der Untergrund etwas rauer, wäre ein bisschen mehr Komfort aber durchaus wünschenswert.

Was fiel sonst noch auf?

Werden die Beläge der Sram Red Scheibenbremse nass, etwa bei einsetzendem Regen, neigen sie zu einem lautstarken Quietschen, das sich durch Rahmen und Gabel des Aerfast noch einmal verstärkt. Nach mehrmaligem, schärferem Runterbremsen legt sich dieses Problem aber schnell und die Bremsen verrichten dann auch im Regen ihren Dienst nahezu geräuschlos.

FAZIT

Aero wie Aero sein muss: Das neue Aerfast 3 Pro von Storck ist eine absolute Tempomaschine, die wie gemacht ist für Bestzeiten-Jäger. Das Gesamtgewicht von nur 7,5 kg ist ein absolutes Wort und auch der Preis ist mit 6898 Euro für einen Aero-Renner mit dieser Top-Ausstattung (Sram Red eTap AXS und DT Swiss PRC1400 Spline 65 CL db) mehr als fair kalkuliert.

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