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Specialized S-Works Aethos
Specialized S-Sworks Aethos 2021
Specialized S-Sworks Aethos 2021
Specialized S-Sworks Aethos 2021 17 Bilder

Erster Test: Specialized Aethos

Brandneu: das Specialized S-Works Aethos

Aus Liebe zum Fahren – so beschreibt Specialized sein neues, superleichtes Top-Rennrad Aethos. Hier gibt es alle Infos und einen ersten Testeindruck.

Specialized präsentiert ein neues Top-Rennrad: das Aethos beeindruckt mit einem superleichten Carbon-Rahmen in klassisch-schlichtem Design.

Specialized S-Sworks Aethos 2021
Björn Hänssler

Rekordverdächtiges Rahmengewicht

"Breaking the Rules" – "Regeln brechen" soll der Leitspruch bei der Entwicklung des neuen Aethos gewesen sein. Eine Regel wird auf jeden Fall gebrochen: Die des UCI-Mindestgewichts von 6,9 kg. Zusammengebaut bringt es ein Aethos mit Dura-Ace Di2 6,17 kg auf die ROADBIKE-Waage. Nur 585 Gramm wiegt laut Specialized ein lackierter Aethos-Rahmen in Gr. 56. Damit ist der Aethos-Rahmen noch einmal fast 80 g leichter als Canyons Ultimate CF Evo, der bislang mit 668 g die Benchmarke setzte.

Specialized S-Sworks Aethos 2021
Björn Hänssler
Die Bremsleitungen verschwinden erst an Gabel und Unterrohr im Carbon-Rahmen.

Bis auf das Gewichtlimit bricht das Rennrad auf den ersten Blick aber keine Regeln. Das Design ist erstaunlich konservativ. Ein klassischer Diamantrahmen aus oval-runden Carbon-Rohren. Auch die Züge und Bremsleitungen verlaufen nicht komplett integriert, sondern verschwinden erst am Unterrohr im Carbon-Rahmen.

Beim Aethos ist aero (nicht mehr) alles

"Aero is everthing" = "Hauptsache aerodynamisch" war eine von Specialized selbst auferlegte Regel, die das Aethos bricht. Das Mantra soll sich auch nicht geändert haben, wenn es um Räder geht, die auch im Wettkampf gefahren werden. Das Aethos soll aber ein Rad für einen anderen Typ Rennradfahrer sein. Nämlich Fahrerinnen und Fahrer, die Wert auf ein hochtechnisches, leichtes, sportliches Rad mit eher klassischem Aussehen legen. Und für diese Fahrer wäre das Aethos genau das richtige Rad, so der amerikanische Hersteller.

Specialized S-Works Aethos
Specialized

Maximale Steifigkeit? Nicht unbedingt das Ziel der Entwicklung. Schon fast "versehentlich" hingegen sei bei den zahllosen Computeranalysen ein Carbonkonzept entstanden, dass herausragend leichte Rahmen ermöglicht, der darüberhinaus auch noch sehr steif sei. Auf der anderen Seite hat man bei Steifigkeit und Komfort natürlich auch keine Abstriche machen wollen, sodass der Renner sich keinesfalls wachsweich fahren soll und auch nicht nur für Leichtgewichte ausgelegt ist, wie Specialized betont.

"Der Rahmen ist robust", verspricht Entwickler Peter Denk. Das Geheimnis liege in der Konstruktion, die es "Kräften erlaube, durch den Rahmen zu fließen, wie Wasser durch ein Wasserbett". 75 Prozent gingen auf das Konto der Formgebung, 25 Prozent verantworte das Lay-up des Carbons.

Specialized S-Works Aethos
Specialized

Als Ergebnis verspricht Denk einen voll alltaugstauglichen Leichtbaurahmen: "keines der Rohre lässt sich eindrücken", der ganze Rahmen sei "vergleichsweise einfach herzustellen."

Das S-Works Aethos im Test

Die Sitzposition auf dem Rad fällt sportlich, aber nicht zu gestreckt aus – selbst in der tiefstmöglichen Lenkerposition ohne Spacer. Wer gerne bergauf fährt, wird mit dem Aethos seine helle Freude haben, so leichtfüßig tänzelt es auch die steilsten Rampen oder lange Anstiege nach oben. Die eingesetzte Kraft landet gefühlt zu 100 Prozent auf der Straße, an der ersten Kuppe macht sich das geringe Gewicht gleich positiv bemerkbar.

Specialized S-Sworks Aethos 2021
Björn Hänssler

Auch die Laufräder mit den relativ flachen Felgen passen ins Bild und zum Konzept. Kein Aero-Anspruch, dafür leicht zu beschleunigen und wieselflink im Handling. Gleichzeitig fährt sich das Aethos nicht etwa als nervöser Superleichtbau-Renner, sondern wie ein voll alltagstaugliches Rad ohne Allüren.

Der Rahmen fühlt sich vertrauenerweckend stabil an und setzt auch hektische Lenkbefehle und harte Richtungswechsel ohne Murren oder ein Zeichen von Schwäche um. Leichtbau, der funktioniert – und mit jedem Kilometer mehr begeistert!

Auch in schnellen Abfahrten kommt keine Unsicherheit auf. Enge Kurven, Serpentinen, Links-rechts-Kombinationen – nichts bringt Unruhe ins Fahrwerk. Und auch beim Bremsen – ob sanft angebremst oder hart – gibt’s keine Auffälligkeiten. Kein Ruckeln in der Gabel, keine Unruhe. Spektakulär unspektakulär eben.

So liefert das neue Aethos von Specialized eine extrem beeindruckende Performance ab. Wäre da nicht der Preis. 11.799 Euro sind sowohl für das Aethos in der Dura Ace Di2-Variante als auch mit Sram Red etap AXS zu bezahlen. Das S-Works Aethos Rahmenset gibt es für 4499 Euro. Außerdem soll es noch eine limitierte Founders-Edition für ca. 15.000 Euro geben.

Süecialized S-Works Aethos Rahmenset
Specialized
Das Aethos-Rahmenset gibt es in sechs Farbvarianten.

Das neue Specialized S-Works Aethos

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