Specialized Venge Pro Björn Hänssler
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Cannondale SystemSix Carbon Ultegra Di2
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Test: Specialized Venge Pro

Aero-Rennräder: Specialized Venge Pro im Test

ROADBIKE hat 8 Aero-Renner in Windkanal, Prüflabor und Praxis getestet, so auch das Specialized Venge Pro.

 aerodynamisch und leicht

 toller Fahreindruck

 nur 140er-Bremsscheibe hinten

 teuer

Das Arbeitsgerät von Peter Sagan überzeugt auch in einer etwas einfacheren Carbon-Ausführung: leichtestes Komplettrad in diesem Test, leichtester Laufradsatz, Top-Fahreindruck. Auch im Windkanal ist das Venge weit vorn mit dabei und sichert sich hinter Cannondale und Canyon den dritten Podestplatz. Knapp neun Watt bzw. umgerechnet auf eine 100-Kilometer-Runde über eine Minute Rückstand auf Primus Cannondale dürfte zwar nicht nach Geschmack der Specialized-Entwickler sein, Fans der Marke können das vermutlich aber verschmerzen.

Specialized Venge Pro
Björn Hänssler
Ein Hingucker am Venge: der holografisch anmutende Schriftzug.

Denn im Sattel macht das Venge einfach Spaß: Die Sitzposition fällt, ähnlich wie bei Canyons Aeroad, sehr sportlich aus, die Beschleunigung: ausgesprochen leichtfüßig – nicht zuletzt dank der leichten Laufräder und des steilen Lenkwinkels. Bei hohem Tempo fühlt sich das Venge richtig wohl, die Lenkung ist präzise, Nervosität kommt auch bei hohem Tempo und in kurvigen Abfahrten nicht auf. Das Venge verleitet dazu, Puls- und Leistungsmesser zu ignorieren und dauerhaft Vollgas zu fahren – wen das vergleichsweise harte Heck nicht stört, denn bei den Komfortmessungen lässt Specialized entscheidende Punkte für den Testsieg liegen.

Über die Sinnhaftigkeit einer kleinen 140er-Bremsscheibe an einem grundsätzlich auf Hochgeschwindigkeit ausgerichteten Rad kann man streiten, davon abgesehen ist die Ausstattung ohne Fehl und Tadel. Größtes Manko ist der Preis: Satte 7299 Euro rufen die Kalifornier für das Venge Pro auf ... für solvente Fans von Peter Sagan ein Muss, für Status-orientierte Radsportler ein Statement – für manche aber sicher schlicht zu viel.

Specialized Venge Pro
Björn Hänssler
Der flache, sehr breite Oberlenker trägt zur guten Aerodynamik bei, eine Garmin-kompatible Computerhalterung ist bereits montiert.

FAZIT: Specializeds Venge Pro ist eine Versuchung auf zwei Rädern: betörend leicht, sehr schnell, überragend im Handling. Ob das den stolzen Preis rechtfertigt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Aero-Renner-Test 2020

Spezifikationen  
Preis/Vertrieb 7299 Euro/Fachhandel
Gewicht (Komplettrad inkl. leere Toolbar, ohne Pedale) 7,5 kg
Rahmenmaterial Carbon
Größe 49/52/54/56/58/61
Schaltgruppe Shimano Ultegra Di2 Disc, 11–30
Kurbelsatz Shimano Ultegra, 52/36
Bremse Shimano Ultegra, 160/140
Laufräder Roval CL50 Disc
Reifen S-Works Turbo, 26 m
Vorbau/Lenker Venge/Venge
Sattel/ Stütze Body Geometry Power/Venge
Aero-Renner-Test 2020

Testergebnis: Sehr gut (90 Punkte)

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