Cannondale SystemSix Carbon Ultegra Di2 Björn Hänssler
BMC Timemachine Road 01 Four
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Cannondale SystemSix Carbon Ultegra Di2
Cannondale SystemSix Carbon Ultegra Di2 24 Bilder

Test: Cannondale SystemSix Carbon Ultegra Di2

Aero-Rennräder: Cannondale SystemSix Carbon Ultegra Di2 im Test

ROADBIKE hat 8 Aero-Renner in Windkanal, Prüflabor und Praxis getestet, so auch das Cannondale SystemSix Carbon Ultegra Di2.

 überragende Aerodynamik

 viele Ausstattungsvarianten

 sehr gute Straßenlage

 Komfort, 140er-Bremsscheibe

Luftwiderstand? Für das SystemSix von Cannondale ist das ein Fremdwort. Im Windkanal liefert der Aero-Renner die mit deutlichem Abstand besten Werte und präsentiert sich eine Klasse besser als der Rest. Rund sieben Watt liegen zwischen dem SystemSix und dem ersten Verfolger, dem Aeroad von Canyon; über 22 Watt sind es im Vergleich zum Schlusslicht in diesem Test, dem Reacto von Merida. Ein möglicher Grund: Das SystemSix ist eines der jüngeren Aero-Modelle, es wurde erst Ende 2018 vorgestellt. Cannondale beobachtete den Aero-Trend lange Zeit, um dann bei der Entwicklung eines eigenen Modells richtig Gas zu geben – mit Erfolg, wie die Windkanal-Ergebnisse zeigen.

Cannondale SystemSix Carbon Ultegra Di2
Björn Hänssler
Team-Replica: Aufschrift und Farbgebung des Rahmens entsprechen dem Arbeitsgerät des Teams EF.

Aber das SystemSix überzeugt nicht nur in Sachen Aerodynamik: Auch auf der Straße beeindruckt es mit seinem ausgeprägten Vortrieb. Im Antritt sind zwar andere Aero-Räder etwas leichtfüßiger, was zum Großteil auf die mit 64 Millimeter sehr hohen Felgen zurückzuführen ist. Hat man das SystemSix aber einmal auf Tempo gebracht, rollt es wie kein Zweites, und der Rausch der Geschwindigkeit macht süchtig. Der etwas längere Radstand sorgt dabei für eine extrem gute und sichere Straßenlage, dennoch bleibt das SystemSix angenehm agil und wirkt nicht zu träge. Die Sitzposition ist ausgeprägt sportlich mit deutlicher Sattelüberhöhung – ganz so, wie man es von einem Aero-Renner erwartet. Aber dank der geteilten Spacer und des justierbaren Cockpits lässt sich das SystemSix auch vergleichsweise gut an die jeweiligen Fahrer anpassen. Allerdings: Am Heck bieten einige andere Räder mehr Komfort, und auch beim Gewicht hält es nicht mit den besten mit.

Cannondale SystemSix Carbon Ultegra Di2
Björn Hänssler
Abweichung von der Ultegra-Ausstattung: Traditionell setzt Cannondale auf eigene Kurbeln.

FAZIT: Schnell, schneller, SystemSix: Das Cannondale sichert sich den prestigeträchtigen Titel der besten Aerodynamik mit klarem Abstand. Für den Testsieg reicht es dennoch nicht ganz, das harte Heck kostet wichtige Punkte.

Aero-Renner-Test 2020

Spezifikationen  
Preis/Vertrieb 6299 Euro/Fachhandel
Gewicht (Komplettrad inkl. leere Toolbar, ohne Pedale) 8,0 kg
Rahmenmaterial Carbon
Größe 47/51/54/56/58/60/62
Schaltgruppe Shimano Ultegra Di2 Disc, 11–30
Kurbelsatz Cannondale HollowGram, 52/36
Bremse Shimano Ultegra Disc, 160/140
Laufräder HollowGram 64 SL KNØT
Reifen Vittoria Rubino Pro Speed, 23/26
Vorbau/Lenker HollowGram KNØT
Sattel/ Stütze Prologo Dim. NDR/HollowGram
Aero-Renner-Test 2020

Testergebnis: Sehr gut (89 Punkte)

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