Teil des
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Im RoadBIKE-Test: 6 Top-Rennräder für die Saison 2014

6 High-End-Rennräder im Test

Diese Rennräder wickeln Rennrad-Freunde mit Leichtigkeit um den Finger – kein Wunder bei Rahmengewichten von nicht einmal 800 Gramm. Doch Gewicht ist bei Rennrädern nicht alles, wie der RoadBIKE-Vergleich zeigt.

"Wo ist das 15 000-Euro-Rad?“ Als Bild-Redakteur Rick Zuern nach dezentem Hinweis zielsicher den RoadBIKE-Testkeller durchschreitet, guckt er so ferngesteuert wie ein Kind im Spielwarenladen. „Will. Ich. Haben!“, steht ihm ins Gesicht geschrieben, als seine Fingerspitzen bedächtig über das eigentlich recht unscheinbare Rad streichen.

Doch dann ein Kopfschütteln. Und der letzte Funken Hoffnung, dass ein solches Gefährt mal zu seinem Gefährten werden könnte, stirbt beim Gedanken an den nächsten Gehaltszettel.

Rennräder, deren Preise so unfassbar hoch sind, dass sie für Normalsterb­liche Traumräder im Wortsinn bleiben müssen, faszinieren. Egal ob man nun ernsthaft mit dem Gedanken spielt, fünf-, zehn- oder gar fünfzehntausend Euro für ein Fahrrad auszugeben, oder ob lediglich der High-End-Faktor dieser Maschinen begeistert und dazu inspiriert, die eine oder andere Tuningmaßnahme am eigenen Renner vorzunehmen.

Vernünftige Gründe, sich ein solches Rad zu kaufen, gibt es nicht, und dennoch ist es bei einer anstehenden Kaufentscheidung extrem vernünftig, sich auch in der Luxus-Klasse umzusehen. Denn was sich die Entwickler für ihre aktuellen Prestige-Objekte einfallen lassen, sind schon morgen oft die Standards der Kaufklasse.

Superleichte Rennräder: Testfazit kompakt

Der Testsieg geht mit kleinem Vorsprung an das Focus Izalco Max 0.0. Sein überragendes Gesamtpaket begeistert mit seinem sportlichen, aber nicht unkomfortablen Fahrverhalten und sammelt auch im Labor genügend Punkte, um die Konkurrenz am Ende hinter sich zu lassen.

Wie etwa das Scott Addict SL, das mit dem besten Rahmen-Gabel-Set im Test auf dem zweiten Gesamtrang landet, und das sündteure Cervélo Rca, das den mit Abstand leichtesten Rahmen im Rennen hat.

In 11 Schritten zur Endnote - so testet RoadBIKE die Rennräder

Die Produkte in diesem Test:

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Rekordverdächtig leicht: Die Top-Rennräder im Test

Die eigentliche Top-Nachricht lautet allerdings, dass die Mehrheit der getesteten Rahmen-Gabel-Sets trotz rekordverdächtiger Gewichte steif genug für jedes Fahrergewicht ist und dass alle Ensembles spürbaren Federungskomfort bieten.

Möglich wurde diese äußerst erfreuliche Entwicklung im Leichtbaubereich durch verschiedene Maßnahmen, die, clever kombiniert, einige Gramm Gewicht einsparen. Man könnte auch sagen: Lösungen, die den Carbon-Rahmenbau revolutionierten. Doch das ist eine Frage der Relation.

Eine Diät-Maßnahme ist die Eichhörnchen-Strategie: Mühsam wird dabei das gesamte Rahmen-Gabel-Set abgesucht, ob nicht doch an irgendeiner Stelle noch Material verbaut ist, das dort nicht zwingend sein müsste.

Ein paar Gramm am Ausfallende, einige am Tretlager ... Am Ende ausreichend, um aus einem sehr leichten Rahmen einen potenziellen Rekordanwärter zu machen. Große Würfe, bei denen auf einen Schlag mehrere Dutzend Gramm wegfallen, sind in der Top-Liga nach heutigem Stand der Technik nicht mehr zu erwarten.

6 superleichte Rennräder für die Saison 2014

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RoadBIKE
Superleichte Rennräder im RoadBIKE-Test

Maßnahme 2: Neue Materialien einsetzen. Eine sehr effektive Methode, die jedoch nur begrenzt umsetzbar ist. Denn Carbon-Fasern, die das Gewicht senken und gleichzeitig die Steifigkeit erhalten oder gar verbessern, sind extrem rar – und teuer.

Könnten die Entwickler aus dem Vollen schöpfen, wie in der Flugzeug- oder Raumfahrt-Industrie, wäre noch mehr möglich, die Räder dann aber endgültig unbezahlbar. So bleibt der Radbranche nichts anderes übrig, als zu nehmen, was nicht in Jumbo-Jets und Satelliten verarbeitet wird, um es in homöopathischen Dosen einzusetzen.

Leichter – im Wortsinn – ist es, beim Lack zu sparen. Ohnehin kommt für einen Rekord-Renner nur der anthrazitfarbene Schimmer von Carbon infrage – dezent überzogen von einer hauchdünnen Schutzschicht aus Klarlack. Farben flächig aufzutragen, würde schnell 50 Gramm und mehr an Zusatzgewicht bedeuten, was farbenfrohe Konzepte von vornherein ausschließt.

Und, zu guter Letzt bleibt den Herstellern die kostenintensive Möglichkeit, ihre Produktionsmethoden zu verfeinern. So wird bezeichnenderweise das ultraleichte, aber auch sündhaft teure Cervélo Rca nicht in einer asiatischen Massen-Produktionsstätte gefertigt, sondern kommt aus einem kalifornischen Entwicklungslabor des Herstellers.

Soll ein Rahmen hingegen in Asien hergestellt werden, sind die Konstrukteure gezwungen, eine gewisse Sicherheitsreserve einbauen zu lassen, die eventuelle Fertigungsschwankungen ausgleichen könnte. Dabei wird Material eingesetzt, das konstruktiv nicht zwingend notwendig wäre. Doch um darauf verzichten zu können, müsste jeder Rahmen vom Entwickler-Team selbst gebaut werden. Eine ebenso unrealistische, wie unbezahlbare Vorgehensweise.

In 11 Schritten zur Endnote - so testet RoadBIKE die Rennräder

Erfolgreiche Rennrad-Diäten

Gleich mehrere Anbieter versprechen inzwischen, Rahmen oder Rahmen-Sets bauen zu können, die das Prädikat „Weltrekord“ verdienen und damit deutlich unterbieten, was vor wenigen Jahren noch als absolute Gewichtsuntergrenze galt.

Und auch wenn am Ende nur einer die Wahrheit sagen kann: Fakt ist, dass es mehreren Firmen gelungen ist, ihre ohnehin schon federleichten Premium-Produkte noch ein wenig schlanker zu bekommen. 800 Gramm gelten mittlerweile als magische Marke, die es mit einem Top-Rahmen zu unterbieten gilt, einige Hersteller wollen mit ihren leichtesten Konstruktionen gar die 700-Gramm-Marke knacken.

Beim Gabelgewicht hingegen hat sich in den letzten Jahren kaum etwas getan. Die meisten Top-Gabeln wiegen noch immer um 300 Gramm – einige bleiben 10 bis 20 Gramm darunter, einige etwas darüber. Unabhängig davon übrigens, auf welchem Ranglistenplatz sich der entsprechende Rahmen einordnet.

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Die Gewichte der Rennrad-Rahmen im Überblick.

6 superleichte Rennräder für die Saison 2014

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Strenge Auslese für den Test der superleichten Rennräder

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Die Gewichte der komplett-Rennräder im Überblick.

Der Rennrad-Test soll zeigen, wer im Vorfeld nur gut gebrüllt und wer auch gut gebaut hat. Elf Firmen, die von sich behaupten, einen Rahmen im Programm zu haben, der bei einer waagrecht gemessenen Oberrohrlänge von etwa 56 cm weniger als 800 Gramm wiegt, waren aufgerufen, ihre Probanden zu schicken. Das Rahmengewicht inklusive Schaltauge, Zugführungen, Flaschenhalterschrauben und aller Teile, die sich nicht abschrauben lassen, wie zum Beispiel einlaminierte Lagerschalen.

Einen serienmäßigen Rahmen zu liefern – verbaut in einem erhältlichen Komplettrad mit Top-Ausstattung –, gelang am Ende nur 6 Herstellern: Cannondale, Canyon, Cervélo, Focus, Scott und Simplon. Aussichtsreiche Kandidaten wie AX-Lightness, Stevens und Storck konnten bis zum Testbeginn Anfang November keine Serien-Produkte schicken, die Top-Rahmen von BMC und Trek scheiterten knapp an der Gewichtsgrenze, so dass sie nicht berücksichtigt wurden.

Der Rest nahm die 800-Gramm-Hürde überwiegend locker (siehe Testbriefe), wobei der Rahmen des Cervélo Rca mit herausragenden 685 Gramm der leichteste im Test war und auch absolut gesehen von einem anderen Serienrahmen nur schwer zu schlagen sein dürfte.

In 11 Schritten zur Endnote - so testet RoadBIKE die Rennräder

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