Teil des
RB-0712-Carbon-Rennräder-Test-Teaser Daniel Geiger
RB 0712 Carbon-Rennräder Bergamont Dolce LTD
RB 0712 Carbon Rennräder Cannondale Supersix 6
RB 0712 Carbon Rennräder Canyon Ultimate CF 8.0
RB 0712 Carbon Rennräder Cube Agree GTC Race
RB 0712 Carbon Rennräder Focus Cayo 1.0 12 Bilder

Im RoadBIKE-Test: 12 Carbon-Rennräder unter 2.000 Euro

12 Carbon-Rennräder im Test

Carbon-Räder werden immer günstiger. Doch lohnt sich der Kauf dieser Preisknüller überhaupt? RoadBIKE hat 12 Carbon-Rennräder unter 2.000 Euro getestet.

Wer 1500 bis 2000 Euro für ein Rennrad ausgeben möchte, steht vor einer Grundsatzentscheidung: Carbon oder Alu? Alle anderen Fragen erscheinen daneben zweitrangig. Schließlich bestimmt das Hightech-Material nicht nur die Rahmen-Performance maßgeblich, es setzt auch die Grenzen für die Kostenkalkulation. Oder anders: Ein teurer Rahmen verlangt – gerade in dieser Preisklasse – nach Zugeständnissen bei der Ausstattung. Denn noch vor wenigen Jahren war klar: Ein Carbon-Renner kostet mindestens 2000 Euro. Diese Preisgrenze verschiebt sich aber immer weiter nach unten, mittlerweile hat fast jeder Anbieter günstigere Modelle im Programm. Klar, Carbon ist bei Rennradfahrern heiß begehrt – das belegt auch die RB-Leserumfrage: Mehr als zwei Drittel der Teilnehmer gaben dort an, als nächsten einen Carbon-Rahmen kaufen zu wollen. Tendenz: stark steigend.

Doch wie gut sind diese Carbon-Räder zum Discount-Tarif wirklich? RoadBIKE hat 12 Modelle zwischen 1699 und 1999 Euro verglichen – und dabei auch den in Road­BIKE 5/12 getesteten Aluminium-Rennern um 1600 Euro gegenübergestellt. Alles um die Frage zu klären: Carbon oder Alu?

In 11 Schritten zur Endnote - so testet RoadBIKE die Rennräder

Die Rennräder in diesem Test:

RB 0712 Carbon-Rennräder Bergamont Dolce LTD
Rennrad-Tests
RB 0712 Carbon Rennräder Cannondale Supersix 6
Rennrad-Tests
RB 0712 Carbon Rennräder Canyon Ultimate CF 8.0
Rennrad-Tests
RB 0712 Carbon Rennräder Cube Agree GTC Race
Rennrad-Tests
RB 0712 Carbon Rennräder Focus Cayo 1.0
Rennrad-Tests
RB 0712 Carbon Rennräder Giant TCR Composite 1
Rennrad-Tests
RB 0712 Carbon Rennräder Isaac Kaon
Rennrad-Tests
RB 0712 Carbon Rennräder Koga Road Racer Ultegra
Rennrad-Tests
RB 0712 Carbon Rennräder Radon Spire 6.0
Rennrad-Tests
RB 0712 Carbon Rennräder Rose Carbon Pro RS-4400
Rennrad-Tests
RB 0712 Carbon Rennräder Stevens Xenon
Rennrad-Tests
RB 0712 Carbon Rennräder Trek Madone 3.5
Rennrad-Tests

Carbon nicht automatisch steifer als Aluminium

Zumindest in der Theorie. Ein Blick in die RB-Datenbank aller im Labor gemessenen „inneren Werte“ der Rahmen-Gabel-Sets bringt allerdings Überraschendes zutage: Vergleicht man die Steifigkeiten der Carbon-Sets aus dem aktuellen Test mit denen der Alu-Sets aus RB 5/12, hat Alu klar die Nase vorn, egal welchen Aspekt man betrachtet: Sowohl im Tretlager als auch im Lenkkopf müssen sich alle getesteten Carbon-Modelle einem Alu-Set geschlagen geben!

Selbst bei den Durchschnittswerten aller Sets schneidet Alu besser ab – wenn auch nur knapp. Absolut betrachtet erreichen indes alle Sets, egal ob Alu oder Car­bon, Werte im „grünen Bereich“, den RB als das für jedes Fahrergewicht ausreichend definiert.

12 Carbon-Rennräder unter 2.000 Euro

RB 0712 Carbon-Rennräder Bergamont Dolce LTD
RB 0712 Carbon-Rennräder Bergamont Dolce LTD RB 0712 Carbon Rennräder Cannondale Supersix 6 RB 0712 Carbon Rennräder Canyon Ultimate CF 8.0 RB 0712 Carbon Rennräder Cube Agree GTC Race 12 Bilder
RB 0712 Carbon Rennräder - Laufradsteifigkeit
RoadBIKE
RB 0712 Carbon Rennräder - Tretlagersteifigkeit
RoadBIKE
RB 0712 Carbon Rennräder - Lenkkopfsteifigkeit
RoadBIKE

In 11 Schritten zur Endnote - so testet RoadBIKE die Rennräder

Komfort und Gewicht: Carbon und Aluminium Kopf an Kopf

Auch hier liegen die Alu- knapp vor den Carbon-Sets – sowohl an der Front als auch am Heck.Das gilt für die Bestwerte ebenso wie für den Durchschnitt aller Messwerte! Diese kleine Sensation erklärt sich damit, dass die Hersteller bei den Carbon-Rahmen fast ausschließlich auf weniger gut dämpfende Alu-Sattelstützen und teilweise Gabeln mit Alu-Schaft setzen. An den Alu-Rahmen waren immerhin zum Teil Carbon-Stützen verbaut. Der Grund: Carbon-Rahmen sind in der Herstellung deutlich teurer als Alu-Modelle. Um diese Mehrkosten auszugleichen, müssen die Anbieter bei der Ausstattung den Rotstift ansetzen, wenn die Komplettpreise niedrig ausfallen sollen.

Bislang waren Carbon-Rahmen der günstigsten Preisklasse meist keine echten Leichtgewichte – das hat sich offensichtlich geändert: Beim Vergleich der Set-Gewichte von Rahmen, Gabel und Steuersatz gab es bei den Carbon-Modellen des aktuellen Testfelds erfreuliche Überraschungen: Gerade mal sensationelle 1404 Gramm wiegt das leichteste Carbon-Set von Stevens, rund 1900 Gramm das Schlusslicht von Focus. Bei den Maximalwerten liegen die für Heft 5/12 getes­teten Alu-Sets mindestens
300 Gramm dahinter – dieser deutliche Abstand ist ein klares Argument pro Carbon. Doch können die Kohlefaser-Räder ihren Gewichtsvorteil auch über die Ziellinie retten?

12 Carbon-Rennräder unter 2.000 Euro

RB 0712 Carbon-Rennräder Bergamont Dolce LTD
RB 0712 Carbon-Rennräder Bergamont Dolce LTD RB 0712 Carbon Rennräder Cannondale Supersix 6 RB 0712 Carbon Rennräder Canyon Ultimate CF 8.0 RB 0712 Carbon Rennräder Cube Agree GTC Race 12 Bilder
RB 0712 Carbon Rennräder - Gewichte im Vergleich
RoadBIKE
RB 0712 Carbon Rennräder - Komfort
RoadBIKE
RB 0712 Carbon Rennräder - Rahmen-Gabel-Set
RoadBIKE

In 11 Schritten zur Endnote - so testet RoadBIKE die Rennräder

Das können Sie bei Carbon-Rennrädern unter 2000 Euro erwarten

Dass die Anbieter die höheren Kos­ten für die vergleichsweise teuren Carbon-Rahmen an anderer Stelle einsparen müssen, ist kein Geheimnis. Wo sie vor allem den Rotstift ansetzen, zeigt sich beim Blick auf die montierten Schaltgruppen: An den durchschnittlich mehr als 300 Euro günstigeren Alu-Rennern aus RB 5/12 war fast ausschließlich Shimanos Ultegra-Gruppe montiert, oft komplett, an einigen Rädern auch mit günstigeren Kurbeln oder Bremsen. An den teureren Carbon-Rennern findet sich an 5 Rädern die günstigere 105- Gruppe, die Hälfte der Carbon-Modelle setzt zumindest in Teilen auf die Ultegra oder die vergleichbare Sram Force. Nur Cube, Radon und Rose montieren die hochwertigen Mittelklassegruppen komplett. Focus, Koga und Trek verbauen dagegen nur die entsprechenden Brems-/Schalthebel, Schaltwerk und Umwerfer, setzen bei Bremsen, Kurbeln und Kleinteilen aber auf teils deutlich günstigere Produkte. Diese „gemischten“ Gruppen bedeuten Mehrgewicht und erschweren die Vergleichbarkeit. Spürbar schlechtere Funktion verantworten die Sparmaßnahmen indes kaum.

12 Carbon-Rennräder unter 2.000 Euro

RB 0712 Carbon-Rennräder Bergamont Dolce LTD
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Preisfrage

Gut vergleichbar sind die Ausstattungsunterschiede zwischen Carbon- und Alu-Rennern am Beispiel von Canyon: Die Koblenzer schickten in den aktuellen Test einen Carbon-Rahmen mit bis ins Detail identischer Ausstattung wie am Alu-Renner aus RB 5/12, der die Bestnote „überragend“ abräumte. Die Räder unterscheiden sich nur beim Rahmenmaterial und beim Gesamtgewicht (Carbon: 180 Gramm leichter) – bei einem Mehrpreis von 400 Euro! So bleibt die Frage „Carbon oder Alu?“ am Ende eine des Budgets: 300 bis 400 Eu­ro Mehrpreis muss einem Interessenten das Kohlefaser-Modell bei vergleichbarer Ausstattung schon wert sein.

Doch das Rahmenmaterial allein macht nicht zwingend ein besseres Rad. Wichtig ist, dass der Renner zum Einsatzbereich und zu den Vorlieben des Fahrer passt. Mehr zu den erfreulich unterschiedlichen Charaktereigenschaften der Testräder finden Sie in den ausführlichen Testbriefen zu jedem Modell.

Testfazit kompakt:

Carbon-Renner unter 2000 Euro sind – dank leichterer Rahmen – besser geworden. Dieser Gewichtsvorteil ist das stärkste Argument pro Carbon – für alle, die bereit sind, mindestens 300 Euro mehr hinzublättern als für einen vergleichbar ausgestatteten Alu-Renner. Erfreulich: Bereits in dieser Klasse gibt es sehr überzeugende, charakterstarke Carbon-Räder! Canyon räumt mit seinem bestens bestückten Weltklasse-Rahmen den Testsieg ab. Radon und Focus verdienen sich mit toller Ausstattung zum fairen Preis je einen Kauftipp.

In 11 Schritten zur Endnote - so testet RoadBIKE die Rennräder

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