Alles zum Thema Rollentraining
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Der neue Wahoo Kickr Wahoo

Erster Test: Wahoo Kickr Rollentrainer

Wahoo präsentiert den neuen Kickr für 2021

Die dunklere Jahreshälfte steht vor der Tür – und damit für viele die Zeit des Indoortrainings. Dazu passend legt Wahoo die fünfte Generation seines beliebten Smarttrainers Kickr auf. Was kann das neue Gerät? ROADBIKE hat es getestet.

Der neue Kickr, der auch von den World Tour-Teams INEOS und BORA-hansgrohe verwendet wird, kommt mit einer Reihe neuer Funktionen in die Wohnzimmer. Eine der wesentlichsten Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger soll die verfeinerte Leistungsmessgenauigkeit durch ein proprietäres Autokalibrierungsverfahren sein. Statt mit einer Abweichung von +/-2% soll der neue Kickr nun bei +/-1% liegen. Vorteil für den Nutzer: Es ist keine manuelle Spin Down-Kalibrierung mehr notwendig. Dies spart Zeit und gibt den Athleten noch mehr Vertrauen in die Genauigkeit ihrer Leistungsdaten.

Kurz&Knapp

  • Hersteller: Wahoo
  • Modell: Kickr
  • Preis: 1199,99 Euro
  • Max. Leistung: 2200 Watt
  • Max. Steigung: bis 20%
  • Gewicht: 22 kg
  • Schwungrad: 7,3 kg
  • Messgenauigkeit: +/- 1% (Herstellerangabe)

Eine weiteres Feature des neuen Kickr sind die erstmals vorgestellten Axis-Füße. Dank dieser neuen Technologie aoll der Athlet ein noch natürlicheres, komfortableres Fahrgefühl genießen. Die Axis-Füße ermöglichen laut Wahoo eine kontrollierte, realistische seitliche Neigung des auf dem Kickr montierten Rades von bis zu 5 Grad nach rechts und links. Der Neigungsgrad kann durch verschiedene Aufsätze, die einfach auf beziehungsweise über den Polymerfüßen montiert werden, eingestellt werden.

Da die neuen AXIS-Füße werden ebenfalls als ein Upgrade-Kit für 79,99 Euro separat angeboten. Da die Füße mit früheren KICKR-Versionen abwärtskompatibel sind, können auch ältere Trainer nachgerüstet werden. Wie das Vorgängermodell soll ist auch die aktuelle Version nahezu geräuschlos arbeiten, so dass weder Familie noch Nachbarn gestört werden und sich Indoor-Cycling auch weiterhin eher wie eine Fahrt im Freien anfühlt.

"Mit wichtigen Aktualisierungen, die jeden Indoor-Ride verbessern, wird unser neuester Kickr allen Wahooligans ein noch besseres und realistischeres Fahrgefühl vermitteln", sagt Wahoo-Produktmanager Tyler Harris. "Ohne Kalibrierungsbedarf und mit verbesserter Genauigkeit können sich die Fahrer mehr denn je auf die Leistungswerte verlassen, und mit den neuen AXIS-Füßen, die eine subtile Seitwärtsbewegung ermöglichen, war das Fahrgefühl noch nie so realistisch wie jetzt", so Harris weiter.

Trotz des deutlich gesteigerten Funktionsumfangs bleibt der empfohlene Verkaufspreis des bereits verfügbaren neuen Kickr mit 1.199,99 Euro unverändert gegenüber der vorherigen Generation.

Der Kickr ist natürlich mit den von Wahoo ebenfalls angebotenen Geräten wie Kickr Climb, Kickr Headwind und dem Kickr Desk kompatibel und soll außerdem perfekt mit dem Indoor-Training von Wahoo's The Sufferfest Virtual Training App zusammenarbeiten.

Der neue Wahoo Kickr
Wahoo
Der neue Wahoo Kickr.

Der ROADBIKE-Praxistest

Und wie schlägt sich nun der neue Kickr in der Praxis? Der erste große Pluspunkt: Der Kickr kommt fertig montiert aus dem Karton, selbst eine Shimano-kompatible 11-fach Kassette ist im Lieferumfang enthalten und bereits montiert. Adapter für Sram AXS- oder Campa-Kassetten sind optional erhältlich. Vormontiert ist die Aufnahme für Schnellspanner, Adapter für Räder mit Steckachsen (12x142, 12x148) liegen bei.

Die mittlere Variante der Axis-Füße sind bereits montiert, wer mehr oder weniger Feedback will, sollten auf die weicheren bzw. härteren Füße wechseln. Alle anderen müssen nur noch das Rad montieren, den Trainer an den Strom anschließen und können umgehend loslegen. Wer noch ein bisschen Zeit hat, kann den Kickr mit der kostenlosen Wahoo-Fitness-App koppeln und checken, ob die Firmware auf dem neuesten Stand ist bzw. diese aktualisieren.

Das Verbinden mit verschiedenen Trainingsprogrammen wie Zwift oder TrainerRoad klappte im ROADBIKE-Test problemlos, egal ob via ANT+FE-C oder Bluetooth LE. Ein weiteres Plus: Nach der Registrierung des Geräts über die App erhält der Nutzer Promo-Codes von den unterstützten Trainingsapps, um diese meist für einen Monat einmal kostenlos ausprobieren zu können. Also neben Zwift, TrainerRoad oder Sufferfest beispielsweise Rouvy oder FulGaz.

Vom ersten Pedaltritt beeindruckte, wie herausragend leise der Kickr arbeitete. Im normalen Trainingsbetrieb ist nicht viel mehr als das Abroll-Geräusch der Kette zu hören, und auch bei intensiven Einheiten blieb der Kickr ausgesprochen leise, sodass weder Mitbewohner im Nebenzimmer oder Mieter unterhalb gestört werden. Zudem punktet er dank des guten Schwungrads mit einem sehr guten Fahrgefühl, sowohl bei starken Anstiegen als auch bei der Simulation von Abfahrten. Änderungen im Widerstand kommen weich und nicht abgehackt daher, trotzdem reagiert er ausgesprochen schnell, etwa bei kurzen Intervall-Einheiten.

Allerdings: Wer sich von den neuen Axis-Füßen ein ausgesprochenes Straßengefühl mit stark zur Seite neigendem Rad erhofft (wie beispielsweise beim R1 von Kinetic, siehe unser Test), wird etwas enttäuscht sein. Zwar schwingt der Kickr minimal zur Seite, der Effekt dürfte aber größer sein.

Ein Pluspunkt wiederum ist der praktische Handgriff sowie die einklappbaren Standfüße, sodass sich der Kickr leicht Verstauen lässt und dank seiner kompakten Bauweise auch nicht viel Platz erfordert.

FAZIT: Mit dem Wahoo Kickr der fünften Generation hat Wahoo einen absolut überzeugenden Rollentrainer herausgebracht, der neben seiner sehr guten Konnektivität vor allem mit seiner extrem geringen Lautstärke und dem exzellenten Fahrgefühl punktet. Wer das Geld für einen Rollentrainer der Oberklasse investieren kann und möchte, kann bedenkenlos zugreifen.

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