GripGrab

Bekleidungstipps für Herbst und Winter

Rennradfahren in Herbst und Frühjahr

Nässe, Kälte, Schmuddelwetter: Wer im Herbst, Winter und Frühjahr mit dem Rennrad unterwegs ist, etwa als Pendler, profitiert enorm von guter Bekleidung. ROADBIKE-Redakteur Christian Brunker nennt seine Favoriten.

Morgens auf dem Weg zur Arbeit ist es noch frisch und mitunter nebelverhangen, nachmittags auf dem Heimweg schon deutlich wärmer. Aber auch Schauer oder Nieselregen sind immer möglich.

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Benjamin Hahn
RB-Redakteur Christian Brunker pendelt auch bei schlechtem Wetter.

Herbst und Frühjahr stellen Rennradfahrer bei der Bekleidungswahl vor eine große Herausforderung. Man will ja weder zu warm noch zu kalt angezogen sein. Aber manche Teile kristalliseren sich als echte Allzweck-Waffen heraus, die irgendwie fast immer mit dabei sind. ROADBIKE-Redakteur Christian Brunker stellt seine Favoriten vor.

Noch mehr zum Thema „Rennradfahren im Winter“ finden Sie im Rennrad-Podcast gleich hier im Webplayer sowie aktuell auf iTunes/Apple Podcasts, Spotify, Deezer, CastBox, Google Podcasts und vielen anderen Podcast-Apps und Verzeichnissen.

Q36.5
Der Termico Überschuh von Q36.5

Q36.5 Termico Overshoes

Gerade wenn es noch nicht so kalt ist, so zwischen 8° und 12°C, zählen die Termico Overshoes zu meinen absoluten Tipps. Was für sie spricht: Sie schützen den Fuß sehr gut vor dem Fahrtwind, sind aber dabei nicht zu warm und werden nicht schwitzig. Einfach perfekt, wenn es noch nicht zu kalt ist, sodass es dickere Überschuhe oder gar Winterschuhe sein müssen.

Weiteres Plus: Werden sie nicht gebraucht (etwa auf dem Heimweg am Nachmittag), lassen sie sich noch sehr gut in der Trikottasche verstauen. Zusätzlicher Tipp: Ich trage die Überschuhe auch, wenn es eigentlich von den Temperaturen her gar nicht nötig wäre, aber sie halten bei Schmuddelwetter und nassen Straßen einfach die schicken Rennradschuhe sauber. Hinweis: Das von mir gefahrene Modell läuft bei Q36.5 gerade aus, es gibt aber einen vergleichbaren Nachfolger.

Gaerne
Der G.Ice Storm Road von Gaerne.

Gaerne G.Ice Storm

Wenn es dann kälter wird, habe ich die neuen G.Ice Storm Road von Gaerne für mich entdeckt. Mit Winterschuhen spart man sich einfach das mitunter nervige Überziehen der Überschuhe, gerade wer häufiger (oder gar täglich) mit dem Rad zur Arbeit fährt, weiß das zu schützen. Es gibt auch eine baugleiche MTB-Version für alle, die eher mit dem Gravelrad oder MTB fahren. Dank des elastischen Schafts kommt man gut in die Gaerne Winterschuhe rein, mit dem Boa lässt sich die Druckverteilung auf dem Spann auch sehr gut anpassen. Laut Gaerne sollen sie auch sehr wasserdicht sein und bei der ersten Probefahrt im leichten Nieselregen und Spritzwasser gab es auch keinen Grund zur Klage. Weiteres Plus: Die G.Ice Storm wurden bei den bisherigen Bedingungen auch nicht schwitzig. Ein kleiner Nachteil: Man sollte die Cleats so weit nach Innen wie möglich montieren, damit doch etwas breiter bauenden Schuhe nicht an der Kurbel schleifen.

GripGrap
Der Cyclingaitor Hi-Vis Rainy Weather Ankle Cuffs von GripGrab.

Cyclingaitor Hi-Vis Rainy Weather Ankle Cuff

Egal ob Überschuhe oder Winterschuhe, oft ist gerade der obere Abschluss ein Schwachpunkt. Meist, weil er nicht ganz dicht ist und Regenwasser oder auch Kälte dort eindringen können. Dagegen gibt es ein praktisches, kleines Teil, die Ankle Cuffs von GripGrab. Die zieht man vorher über den Unterschenkel und kann sie dann über den Übergang von Schuh zum Beinling ziehen und diesen Bereich zusätzlich abdichten. Das funktioniert in der Praxis ganz gut, aber bei stärkerem und vor allem längeren Regen kommt auch diese Lösung an seine Grenzen, aber für kürzere Strecken wie beim Pendeln können sie vollends überzeugen. Und, nicht zuletzt, in der Hi-Vis-Ausführung in Neongelb mit zusätzlichen Reflektoren erhöhen sie die Sicherheit noch zusätzlich.

Castelli
Das neue Gabba RoS Jersey von Castelli gibt auch in Neon-Gelb.

Castelli Gabba Jersey

Wenn es weder wirklich warm noch wirklich kalt ist, sondern irgendwie dazwischen. Wenn ich nicht genau abschätzen kann, wie sich das Wetter entwickelt, wenn kurze Schauer oder leichter Regen möglich sind – meine Antwort ist dann eigentlich immer Castellis Gabba-Jersey. Es hält ein bisschen warm ohne schwitzig zu werden, dank der kurzen Ärmel ist es in Kombination mit Armlingen auch noch extrem flexibel und kann sich wechselnden Bedingungen sehr gut anpassen. Hinzu kommt der in der jüngsten Version (Gabba RoS) nochmals verbesserte Schutz vor Regen und Nässe. Hinzu kommt, für mich extrem wichtig: Es gibt das Trikot (anders als viele Winterjacken) auch in knalligen Farben, etwa in Orange und Neongelb. Mit solchen auffälligen Farben fühle ich mich unterwegs, gerade bei unklaren Sichtverhältnissen, deutlich wohler. Natürlich sind rund 180 Euro ein strammer Preis für ein Trikot, aber die Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten macht das wieder wett. Und er es einmal hat, wird es nicht mehr missen wollen. Bei mir ist es – egal wohin die Reise geht – eigentlich immer mit dabei.

Pearl Izumi
Die P.R.O. Escape Thermal Bib Shorts von Pearl Izumi.

Pearl Izumi P.R.O. Escape Thermal Bib Short

Wenn es eine Entwicklung gab, die in der letzten Zeit wirklichen Mehrwert gebracht hat, dann sind es die kurzen, etwas wärmenden und wasserabweisenden Bibshorts, wie sie mittlerweile viele Hersteller im Programm haben. Denn gerade im Winter, wenn man sie mit Bein- oder Knielingen kombiniert, sind die klassischen Bibshorts gerade in der empfindlichen Körpermitte eigentlich zu dünn und zu kalt. Die neuen Modelle wie die P.R.O. Escape Thermal Bib Shorts hingegen ersetzen mit warmen Beinlingen nahezu eine lange Winterhose, sind aber deutlich flexibler, weil man sie natürlich auch mit Knielingen oder auch ohne fahren kann – ganz wie die Bedingungen aussehen. Zudem bieten sie einen gewissen Schutz bei Regen, wobei meine Erfahrung ist: Wenn das Spritzwasser vom Hinterrad permanent gegen den Allerwertesten geschleudert wird, hält fast keine Hose wirklich trocken. An dieser Stelle ein ergänzender Tipp für Regenfahrten: Die FS260 Pro Adrenalin Waterproof Regen-Überhose von Endura (89,99 Euro). Mit dem extrem kleinen Packmaß lässt sie sich in der Trikottasche verstauen und bei Bedarf schnell überziehen.

Cateye
Die GVolt 70 von Cateye wird hängend montiert.

Cateye GVolt 70, 79,95 Euro

Wer nicht gänzlich lebensmüde ist, sollte seinen Renner in Herbst und Winter mit entsprechendem Licht ausstatten und zumindest das Rücklicht permanent dran lassen. Denn man weiß – gerade beim Pendeln – morgens oft nicht, wie abends die Lichtverhältnisse sind. Und ein schlankes Rücklicht wie beispielsweise mein Favorit, das Cateye X2G Kinetic (49,95 Euro) mit integriertem Bremslicht, wiegt nur ein paar Gramm und erhöht Sichtbarkeit und damit Sicherheit massiv. Aber natürlich nur, wenn man es dabei hat, wenn man es braucht. Und da geht es mir beim Rücklicht wie bei der Minipumpe: Wenn ich die nicht direkt am Rad montiere, fällt mir erst nach dem Losfahren ein, dass ich sie vergessen habe. Beim Frontlicht habe ich mich für die GVolt 70 entschieden, denn sie hat einen sehr großen und seltenen Vorteil: Sie wird hängend montiert, also unterhalb des Lenkers und nicht wie die meisten anderen Modelle oberhalb. Dank eines optionalen Go-Pro-Adapters kann ich sie unter meine Radcomputer-Halterung (siehe nächster Punkt) montieren, sodass der Garmin nicht wie sonst das Lichtfeld stört.

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Die HideMyBell kombiniert Radcomputerhalterung und Klingel.

HideMyBell

Ich geb's zu: Lange Zeit waren Klingeln am Rennrad für mich ein Tabu. Aber da kannte ich die HideMyBell noch nicht. Diese kombiniert eine Radcomputer-Halterung (für Garmin, Wahoo, Bryton, Polar oder Mio) mit einer Klingel. So hat man die Klingel immer dabei, aber sie fällt quasi nicht auf, auch das Mehrgewicht ist vernachlässigbar. Und ich habe die Erfahrung gemacht: Unterwegs erleichtert eine Klingel das Vorankommen ungemein. So kann man sich Spaziergängern, Joggern oder Hundebesitzern schon aus größerer Entfernung ankündigen. Und es ist einfach so: Durch das Klingeln weiß jeder (also fast) sofort, dass ein Radfahrer naht und kann sich darauf einstellen. Das schließt zwar Probleme (Jogger/Spaziergänger mit Kopfhörern) und unvorhersehbar reagierende Menschen/Hunde nicht aus, reduziert das Konfliktpotenzial in Kombination mit einer defensiven Fahrweise unterwegs deutlich. Man muss ja nicht mit Tempo 40 unangekündigt an der Frau mit Kinderwagen vorbeischießen.

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