RB-Reifentest 2021 Titelbild Benjamin Hahn
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Sicherheit und Komfort für den Rennradwinter

Test: Rennradreifen für Herbst und Winter (Modelljahr 2021) Sieben Ganzjahresreifen in 28 mm Breite im Test

Viele Rennradfahrer setzen sie nur als Winterreifen ein, aber Ganzjahresreifen sind wahre Alleskönner. Doch welcher ist der beste? Und wie schlagen sie sich im Vergleich zu Top-Reifen? ROADBIKE hat sieben Allrounder getestet – mit knappem Ergebnis.

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Test: Rennradreifen für Herbst und Winter (Modelljahr 2021) Sieben Ganzjahresreifen in 28 mm Breite im Test
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Reifen/Link zum Testbericht Preis Testergebnis Hier können Sie die Reifen kaufen
Continental Grand Prix 4-Season 62,90 Euro Sehr gut (81 Punkte) Preisvergleich
Michelin Power All Season 59,95 Euro Gut (51 Punkte) Preisvergleich
Pirelli P Zero Velo 4S 54,99 Euro Sehr gut (80 Punkte) Preisvergleich
Schwalbe Durano DD 42,90 Euro Sehr gut (82 Punkte) Preisvergleich
Specialized All Condition Armadillo Elite 41,90 Euro Gut (53 Punkte)  
Vittoria Rubino Pro Control 39,95 Euro Befriedigend (47 Punkte) Preisvergleich
Vredestein Fortezza All Weather 49,95 Euro Sehr gut (80 Punkte) Preisvergleich

Ein Reifen für alles

Egal ob bei der Ausfahrt mit Freunden, auf der Jagd nach Bestzeiten auf einem Strava-Segment oder beim Pendeln bei schlechtem Wetter: Der Reifen als einziger Kontakt zwischen Rad und Asphalt beeinflusst maßgeblich den Spaß und die Sicherheit beim (Renn-)Radfahren – entsprechend sorgfältig sollte er ausgewählt werden. Für welches Modell und welche Breite man sich entscheidet, hängt von vielen Kriterien ab: ob man damit möglichst viele Kilometer schrubben oder bei Rennen minimalen Rollwiderstand genießen möchte, auf welchem Untergrund man fährt, ob man eher ein sportlich-agiles oder ausgewogen-gutmütiges Lenkverhalten sucht. Und, nicht zuletzt, wie viel Geld man bereit ist auszugeben.

Eine Frage, die sich ebenfalls bei der Reifenwahl stellt, lautet: Ganzjahresreifen oder "normale" Rennradpneus? Denn während Letztere den bestmöglichen Mix aus Fliegengewicht, geringem Rollwiderstand und hohem Pannenschutz anstreben (www.roadbike.de/reifen), legen Ganzjahresreifen ihren Schwerpunkt auf Pannenschutz, Grip und lange Haltbarkeit. Dafür gilt es, etwas mehr Gewicht und höheren Rollwiderstand in Kauf zu nehmen.

Wofür man sich entscheidet, ist letztlich auch eine Frage des persönlichen Geschmacks: So mancher Rennradler setzt dauerhaft auf Ganzjahresreifen am Renner, andere montieren diese nur für die Herbst- und Wintermonate. Denn gerade bei Nässe und Kälte sind Defekte besonders unangenehm, wenn man am Straßenrand frierend mit Ersatzschlauch, Pumpe und Reifenheber hantieren muss. Da Steinchen, Dornen und Scherben an nassen Reifen länger haften und sich mit jeder Umdrehung tiefer in die Karkasse drücken, nimmt zudem die Gefahr eines Defektes in der kühlen Jahreshälfte deutlich zu.

Moritz Pfeiffer

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Breite Reifen, mehr Grip

ROADBIKE orderte die Testreifen in 28 Millimetern Breite. Warum? Breite Reifen rollen leichter und können mit geringerem Luftdruck gefahren werden. Damit sind sie komfortabler und griffiger. In Verbindung mit dem satten Fahrgefühl und der größeren Auflagefläche vermitteln sie somit insbesondere bei Nässe mehr Sicherheit.

Breite Reifen am Rennrad: Der Trend ist nicht mehr ganz neu – und gerade im Winter eine sinnvolle Sache. Genug Platz für breite Pneus gibt es an Disc-Rennern ohnehin, und auch die jüngsten vorgestellten Komponentengruppen für Felgenbremsen – Shimanos Dura-Ace und Ultegra sowie Campagnolos Centaur – kommen explizit mit Bremskörpern, die auch breiten 28-Millimeter-Reifen Raum bieten.

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Das Testfeld

Um aktuellen Ganzjahresreifen auf den Zahn zu fühlen, hat ROADBIKE sieben Modelle ausgiebig im Labor und auf der Straße getestet, darunter den neuen Power All Season von Michelin, "alte" Bekannte von Pirelli, Schwalbe, Specialized, Vittoria und Vredestein sowie Contis Dauerbrenner Grand Prix 4-Season. Zwar hat Continental für Januar einen Nachfolger für den Allrounder angekündigt, der war zum Testzeitpunkt allerdings noch nicht verfügbar. Und Fans des Grand Prix 4-Season müssen ebenfalls nicht verzagen: Das Modell bleibt weiterhin im Programm.

Welche Erkenntnisse liefert der Test? Zunächst einmal die positive Wahrnehmung, dass moderne Ganzjahresreifen kaum Wünsche offen lassen. Sie bieten mehrheitlich ein sportliches Fahrgefühl, dämpfen auf schlechten Straßen, rollen gut und pannensicher. Einmal montiert, muss man sich mit guten Ganzjahresreifen langfristig kaum Gedanken über die Reifenwahl machen oder befürchten, kompromissbehaftet unterwegs zu sein – dafür sind sie schlicht zu gut.

Moritz Pfeiffer

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Pannenschutz und Handling

In Sachen Pannenschutz überzeugt vor allem der Continental. Gerade auf der Lauffläche – dort drohen am häufigsten Pannen – distanziert der Grand Prix 4-Season die Konkurrenz deutlich. Grund dafür ist laut Conti die Verwendung von Vectran, einer synthetisch hergestellten Hightech-Faser, die Spinnenseide nachempfunden und extrem reißfest ist. Bei der Stichfestigkeit der Seitenwand hat hingegen Schwalbes Durano DD die Nase vorn. Dort kommt Graphit zum Einsatz, welches die Wahrscheinlichkeit von aufgeschlitzten Reifen durch Steine oder Scherben verringern soll. Kein unwichtiger Aspekt, denn während Stiche in der Lauffläche noch nicht das Ende eines Reifens bedeuten müssen, wird bei einer aufgeschlitzten Seitenwand schnell ein neuer Pneu notwendig – ein teurer Defekt.

Auch beim Rollwiderstand setzt sich Schwalbe an die Spitze, allein Vredestein und Pirelli bleiben in Schlagdistanz. Schwalbes Durano DD rollt sogar nur vier Watt schwerer als sein 25 Millimeter breites Renn-Pendant Pro One – und damit besser als mancher Top-Reifen der Konkurrenz. Auch die Kontrahenten im Testfeld rollen mehrheitlich nur vier bis sechs Watt schlechter als die Top-Reifen des jeweiligen Herstellers, allein Conti und Michelin fallen mit fast zehn Watt Rollwiderstand mehr deutlicher ab.

Moritz Pfeiffer

Grundsätzlich gilt: Wer auf ein wenig Geschwindigkeit verzichten kann, profitiert vom besseren Pannenschutz eines Ganzjahresreifens – ein guter Deal.

Was das Handling angeht, offenbarten sich große Unterschiede im RB-Praxistest – je nach Geschmack kann aber jeder Fahrertyp den passenden Reifen finden. Pirellis P Zero Velo 4S und der Fortezza All Weather von Vredestein fuhren sich auf den Testrunden auffallend agil, zogen lebhaft in Kurven und vermittelten fast das Fahrgefühl eines Rennreifens. Insbesondere sportliche Fahrer dürfte dies ansprechen. Mit 252 Gramm (Pirelli) und 239 Gramm (Vredestein) sind die beiden Pneus auch nur geringfügig schwerer als mancher Top-Reifen und zudem deutlich leichter als die versammelten Testkonkurrenten, die allesamt knapp 300 Gramm oder mehr auf die RB-Waage brachten.

Ganz anders fahren sich der Rubino Pro von Vittoria und Specializeds Armadillo: Deren teils deutlich über 100 Gramm Mehrgewicht pro Reifen machen sich in verhaltener Beschleunigung und eher gutmütigem Handling bemerkbar. Dafür überzeugen diese Modelle auf schlechten Straßen und unbefestigten Wegen mit guter Kontrolle und viel Komfort. Ebenfalls eher ruhig gibt sich Michelins neuer Power All Season in der Praxis, allerdings rollt er spürbar schlechter.

Sehr ausgewogen zeigten sich auf der Straße Contis Grand Prix 4-Season und Schwalbes Durano DD: satte Straßenlage, weder extrem sportliches noch (zu) verhaltenes Handling, dazu hohe Sicherheitsreserven und viel Grip.

Letztes Testkriterium, das gerade bei Reifen für widrige Bedingungen relevant ist: die Montage. Denn wer mit klammen Fingern bei Regen und Kälte einen Defekt unterwegs beheben muss, freut sich, wenn nicht auch noch ein widerspenstiger, zu stramm sitzender Reifen das Aufziehen zur nervtötenden Kraftprobe macht.

Bestnoten sichern sich in dieser Disziplin die Pneus von Pirelli und Vredestein, die sich kinderleicht auf die Felge ziehen lassen. Die Montage der Mitbewerber erforderte etwas mehr, aber vertretbaren Krafteinsatz. Auch der neue Power All Season lässt sich – im Gegensatz zu manchem Michelin-Reifen in der Vergangenheit – problemlos montieren.

Fazit: Ganzjahresreifen sind eine lohnende Investition, die Modellwahl hängt nicht zuletzt von persönlichen Vorlieben ab: Wer einen leichten, schnellen Pneu sucht, greift zum Pirelli oder Vredestein. Schwalbe und Continental überzeugen als sehr ausgewogene Allrounder – mit besonderen Stärken beim Pannenschutz.

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Diese sieben Reifen haben wir getestet:

Continental Grand Prix 4-Season

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Det Göckeritz
Continental Grand Prix 4-Season

Preis: 62,90 Euro

Gewicht: 292 g

effektive Breite: 29,5 mm

Montage:

Fahrverhalten:

Rollwiderstand:

Pannenschutz:

Gewicht:

Fazit: Contis Klassiker überzeugt mit satter Straßenlage, ausgewogenem Handling und dem besten Pannenschutz im Vergleich. Bei Gewicht und Rollwiderstand gilt inzwischen: Die Konkurrenz schläft nicht. Teuerster Reifen im Test.

Testergebnis: Sehr gut (81 Punkte)

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Michelin Power All Season

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Michelin Power All Season

Preis: 59,95 Euro

Gewicht: 295 g

effektive Breite: 27,2 mm

Montage:

Fahrverhalten: 3

Rollwiderstand:

Pannenschutz:

Gewicht:

Fazit: Licht und Schatten: Kein Reifen bietet mehr Schutz vor spitzen Durchstichen, größeren Kalibern hat Michelins Pneu aber weniger entgegenzusetzen als mancher Konkurrent. Höchster Rollwiderstand, dafür leichte Montage.

Testergebnis: Gut (51 Punkte)

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Pirelli P Zero Velo 4S

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Pirelli P Zero Velo 4S

Preis: 54,99 Euro

Gewicht: 252 g

effektive Breite: 28,9 mm

Montage: 5

Fahrverhalten: 5

Rollwiderstand: 4

Pannenschutz: 2

Gewicht: 5

Fazit: Leicht, schnell, auffällig agil und recht komfortabel: Pirellis P Zero Velo 4S gefällt als sportliche Interpretation eines Allrounders, erkauft sich seinen lebhaften Charakter allerdings mit Abstrichen in puncto Pannenschutz.

Testergebnis: Sehr gut (80 Punkte)

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Schwalbe Durano DD

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Schwalbe Durano DD

Preis: 42,90 Euro

Gewicht: 328 g

effektive Breite: 28,6 mm

Montage:

Fahrverhalten:

Rollwiderstand:

Pannenschutz:

Gewicht:

Fazit: Geringster Rollwiderstand, Top-Pannenschutz, toller Grip, und das alles zu einem attraktiven Preis: Der Schwalbe sichert sich mit einer sehr ausgewogenen Performance knapp den Testsieg. Beim Gewicht sind andere besser.

Testergebnis: Sehr gut (82 Punkte)

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Specialized All Condition Armadillo Elite

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Specialized All Condition Armadillo Elite

Preis: 41,90 Euro

Gewicht: 359 g

effektive Breite: 28,8 mm

Montage:

Fahrverhalten:

Rollwiderstand:

Pannenschutz:

Gewicht:

Fazit: Solide Performance von Specializeds Armadillo: Rollwiderstand und Pannenschutz liegen auf gutem Niveau, das höchste Gewicht im Testfeld bremst den Reifen jedoch spürbar aus. Positiv: Komfort und Preis.

Testergebnis: Gut (53 Punkte)

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Vittoria Rubino Pro Control

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Vittoria Rubino Pro Control

Preis: 39,95 Euro

Gewicht: 333 g

effektive Breite: 28,7 mm

Montage:

Fahrverhalten:

Rollwiderstand:

Pannenschutz:

Gewicht:

Fazit: Vittorias Rubino punktet mit attraktivem Preis und unaufgeregtem Handling, markiert aber bei zwei Pannenschutzmessungen das Schlusslicht und lässt auch bei Gewicht und Rollwiderstand Punkte für eine bessere Note liegen.

Testergebnis: Befriedigend (47 Punkte)

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Vredestein Fortezza All Weather

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Vredestein Fortezza All Weather

Preis: 49,95 Euro

Gewicht: 239 g

effektive Breite: 27,6 mm

Montage:

Fahrverhalten:

Rollwiderstand:

Pannenschutz:

Gewicht:

Fazit: Keiner ist leichter als Vredesteins Fortezza All Weather! Das Gewicht hat aber seinen Preis, kostet Punkte beim Pannenschutz. Der Fahreindruck: sehr sportlich und agil, leider etwas hart. Top: der geringe Rollwiderstand.

Testergebnis: Sehr gut (80 Punkte)

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Die Ergenisse der einzelnen Test im Detail

Ergebnisse RB-Reifentest 2021
Ergebnisse RB-Reifentest 2021 Ergebnisse RB-Reifentest 2021 Ergebnisse RB-Reifentest 2021 Ergebnisse RB-Reifentest 2021 5 Bilder

Alle Reifen im tagesaktuellen Preisvergleich

Wer braucht wie viel Druck?

Reifenbreite, Fahrergewicht, Straßenbelag: Der richtige Reifendruck ist von vielen Faktoren abhängig – und ein Stück weit Geschmackssache. Die folgende Grafik bietet Orientierung, wie viel Druck Sie brauchen. Bei Nässe sollten Sie ihn zugunsten der Haftung etwas reduzieren. Für Gravel-Fans sind der Vollständigkeit halber auch die Angaben für 40 Millimeter breite Pneus aufgeführt.

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Benjamin Hahn

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Fünf Tipps gegen platte Reifen

Klar, oft ist man machtlos. Aber bis zu einem gewissen Grad können Sie selbst beeinflussen, ob Sie unterwegs einen Platten haben oder nicht – unter anderem mit diesen RB-Tipps.

1. Reifendruck

Sind Ihre Reifen zu wenig aufgepumpt, steigt das Risiko eines Durchschlags ("Snake Bite"), maximal pralle Pneus hingegen sind schneller durchstochen. Der "richtige" Reifendruck hängt von der Reifenbreite und vom Fahrergewicht ab.

2. Augen auf!

Vorausschauendes Fahren dient nicht nur der eigenen Sicherheit, es schützt auch vor Pannen. Glasscherben, Steinchen, Bordsteinkanten oder Schlaglöcher können die eben noch flotte Ausfahrt schnell unterbrechen. Ärgerlich. Bleiben Sie aufmerksam, weichen Sie potenziellen Plattmachern rechtzeitig aus.

3. Fahrweise

Manchmal kann man einfach nicht mehr ausweichen, dann heißt es: Reifen entlasten, damit er nicht mit voller Wucht auf das Hindernis trifft. Sprich: Hintern hoch, in den Pedalen stehen, Gewicht vom Hinterrad nehmen! Bei Kanten oder Rillen lupfen Sie erst das Vorder-, dann das Hinterrad drüber.

4. Reifen reinigen

Ist der Asphalt nach Durchfahren von Scherben, Schotter oder Split wieder glatt, legen Sie für ein paar Radumdrehungen vorsichtig Ihre behandschuhte Hand auf den sich drehenden Reifen – mögliche Defektverursacher werden abgestreift und können sich nicht mit der Zeit in den Reifen arbeiten. Wichtig: Nicht zu fest anpacken, sonst drohen Verletzungen oder gar ein Sturz.

5. Verschleiß prüfen

Checken Sie regelmäßig die Lauffläche Ihrer Reifen, entfernen Sie auch kleinste Fremdkörper wie etwa Metallspäne, bevor die ihr zerstörerisches Werk verrichten und sich irgendwann durch die Karkasse arbeiten. Beobachten Sie immer auch den Reifenverschleiß, etwa anhand der zwei kleinen Vertiefungen in der Lauffläche. Denn: Abgefahrene Reifen sind schneller platt.

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So testet ROADBIKE

Labor und Praxis – ROADBIKE betreibt großen Aufwand, um aussagekräftige und praxisnahe Ergebnisse zu erhalten.

Die Prüfstandsmessungen: wurden unter Aufsicht von ROADBIKE in den Labors von Continental und Schwalbe vorgenommen. Die Werte der Prüfreihen wurden gemittelt.

Rollwiderstand: An den Prüfständen dreht sich eine Trommel konstant mit einer Geschwindigkeit von 30 km/h. Um Verfälschungen durch Erwärmung zu verhindern, läuft der Prüfstand zwei Stunden, bevor mit den Tests begonnen wird. Mit einer Aufhängung wird ein Laufrad mit aufgezogenem Testreifen auf die Trommel angepresst. Das Gewicht der Anpressung beträgt gleichbleibend 50 kg. Die Testreifen werden immer auf dasselbe Laufrad mit demselben Standardschlauch aufgezogen, die Luftdrücke sind identisch. Der Test zeigt, wie viel Mehrleistung (in Watt) notwendig ist, um die Trommel trotz angepresstem Reifen konstant mit 30 km/h zu bewegen. Je weniger, desto besser.

Durchstich: Die Reifen werden ohne Schläuche auf Prüfständen eingespannt und durchstoßen: mit spitz und stumpf zulaufenden 1,5 Millimeter breiten Nadeln durch die Lauffläche und mit einer fünf Millimeter breiten Klinge durch Lauffläche und Seitenwand. Je größer die notwendige Kraft zum Durchstoßen (in Newton), desto besser. Die verrechneten Rankings aus allen Prüfreihen ergeben die Bewertung in der Kategorie Pannenschutz.

Gewicht: Von jedem Modell wurden je vier Reifen gewogen. Die Werte wurden gemittelt, dann bewertet.

Montage: Da erhebliche Unterschiede bestehen, wie leicht oder schwer sich ein Reifen aufziehen lässt, fließt dieser alltagsrelevante Aspekt in die Bewertung mit ein.

Fahrverhalten: Die Testfahrten werden mit identischen Laufrädern, einem Schlauchmodell und immer gleichem Luftdruck unmittelbar hintereinander auf einem festgelegten Parcours mit Anstiegen, Abfahrten, Rollerpassagen, Kopfsteinpflaster, Schotter und Kurven durchgeführt. Die Testfahrer notieren ihre Eindrücke und bewerten die Kandidaten. Kriterien sind die Straßenlage, das Handling, die Dämpfung, das Abrollverhalten sowie der Grip beim Bremsen, in Kurven und auf wechselndem Untergrund.

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11 Winterreifen für Rennradfahrer im Test (Modelljahr 2018)

Im Winter 2018 haben wir folgende Rennradreifen im Labor und Praxiseinsatz getestet. In der Fotostrecke finden Sie die Testergebnisse im Detail.

Allwetter-Reifen im Test

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