Regenjacken im Test Gore/Manuel Ferrigato
Regenjacken im Test
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Regenjacken im Test 22 Bilder

Regenjacken für Rennradfahrer im Test

Test: 6 High-End Regenjacken

Aktuelle Regenjacken sind absolute Alleskönner für schlechtes Wetter – dank einer kleinen Material-Revolution. ROADBIKE hat 6 Modelle für Rennradfahrer getestet.

Testübersicht:

Revolutionär – ein großes Wort, das im Marketing viel zu oft überstrapaziert wird. Dennoch umschreibt der Begriff die Shakedry-Jacken in diesem Test sehr treffend. Das neue Material von Gore ist unglaublich leicht, dünn, dicht – und atmungsaktiv. Keine andere Membran vereint diese teils konkurrierenden Anforderungen so überzeugend. Der Trick: Gore verzichtet auf die äußere textile Lage, das wasserabweisende PTFE liegt außen – ist allerdings auch kaum geschützt. Trägt man also einen Rucksack über einer Shakedry-Jacke, werden Träger/Gurte die hauchdünne Membran auf Dauer beschädigen.

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Regenjacken im Test
6 Regenjacken im Test + Schlecht-Wetter-Tipps Test: 6 High-End-Regenjacken und Tipps fürs Fahren bei schlechtem Wetter
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Wer damit leben kann (also ohne Rucksack fährt) und bereit ist, mindestens 250 ­Euro zu investieren, sollte sich die vier Shake­dry-Modelle im Test genauer ansehen. Sie empfehlen sich als faustgroß verpackbare Rundum-sorglos-Pakete für alle Wind-und Wetterbedingungen. Die übliche Frage vor einem langen Tag auf dem Rennrad, „Nehme ich Armlinge, Weste, Windjacke oder Regenjacke mit?“, erübrigt sich damit.

Aber es gibt nach wie vor gute Alternativen zu Shakedry: Die Jacken von Assos und Sportful im Test sind aus nicht ganz so ­atmungsaktiven und weniger klein zu verpackenden Membranen gefertigt, dafür aber robuster. Stichwort robust: An zwei der Shakedry-Jacken (von Castelli und Löffler) löste sich bereits nach wenigen Wäschen das Tape, mit dem innen die Nähte verklebt werden – ein ärgerlicher Verarbeitungsfehler, zumal Gore für Shake­dry häufiges Waschen empfiehlt.

Doch egal, aus welcher Membran eine Jacke besteht: Überzeugenden Allwetterschutz gibt’s nur bei perfekter Passform. Sowohl beim Starkregentest als auch bei den Testfahrten punkteten die Modelle mit körpernahem Schnitt am meisten. Klar, damit eine Regenjacke auch als Windjacke funktioniert, darf nichts flattern. Deshalb vor dem Kauf unbedingt anprobieren! Und bereits im Vorfeld darüber nachdenken, ob man Extras wie eine ­Tasche braucht. Reflektierende Elemente sollten auf jeden Fall Pflicht sein.

Generell gilt für alle Jacken im Test: ­Weniger Material und Ausstattung kosten mehr. Dafür gibt es wahrlich revolutio­nären Schutz: Jacken für alle Wetter.

So funktioniert eine Membran

Um bei Regenkleidung den ­Abtransport von Schweiß zu ­ermöglichen, setzen viele Hersteller auf eine einlaminierte, ­mikroporöse Membranschicht. Sie sitzt an der Innenseite des Oberstoffes, besteht meist aus PTFE (Teflon) und besitzt pro cm² rund 1,4 Milliarden Poren, jede 20 000-mal kleiner als ein Wassertropfen. So bleibt Regen draußen, die erheblich kleineren Wasserdampfmoleküle können aber durch die Membran nach außen entweichen. Ein 3-Lagen-

Material ­besitzt außen eine abriebfeste, meist DWR-(durable water repellent)-imprägnierte Lage, welche die Membran schützt. Eine dritte, körpernahe Schicht bewahrt die Membran vor aggressivem Schweiß, saugt diesen auf, verteilt ihn und sorgt für ein angenehm trockenes ­Gefühl. 2,5-Lagen-Materialien besitzen statt des ­Innenfutters ­einen Schutzfilm – dieser macht die Jacke ­leichter und kompakter, fühlt sich aber oftmals etwas feuchter an. Bei Shakedry verzichtet Gore auf die äußerste Schicht – die Membran liegt ohne schützendes Gewebe darüber offen, dafür ist das Material extrem leicht und dünn.

Assos Schlosshund Équipe RS

Regenjacken im Test
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Preis/Gewicht (M): 300 Euro/188 Gramm

Material: Schloss Tex

Wassersäule/Anz. Lagen: 10 000 mm/3 Lagen

Herstellungsland: Litauen

Besonderheiten: 2-Wege-Front-Reißverschluss, großer Reflektor hinten, zwei Öffnungen am Rücken für ­Trikottaschenzugriff, Ärmel und Bund elastisch, wasserabweisender Front-RV

Regenschutz (30 %):

Klima (30 %):

Passform (10 %):

Verarbeitung (10 %):

Gewicht/Packmaß (10 %):

Ausstattung (10 %):

Fazit (100 %): Mit ihrer super Passform funktioniert die Schlosshund Équipe RS als angenehmer Wind- und Regenschutz. Das Material ist fester, in der Trikottasche sperriger und weniger atmungsaktiv als Shakedry, funktioniert aber dennoch bestens. Praktisch ist der Durchgriff zu den Trikottaschen, bei Starkregen kann sich aber Wasser in die Öffnungen saugen. Mit umfangreicher Ausstattung und Top-Verarbeitung ein starker Alleskönner.

Wertung: SEHR GUT (73 Punkte)

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Castelli Idro 2 Jacket/Idro W Jacket

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Preis/Gewicht (M): 270 Euro/110 Gramm

Material: Tex Gore-Tex Shakedry

Wassersäule/Anz. Lagen: 28 000 mm/2 Lagen

Herstellungsland: Rumänien

Besonderheiten: Reflektor hinten, Ärmel und Bund elastisch, wasserabweisender Front-RV

Regenschutz (30 %):

Klima (30 %):

Passform (10 %):

Verarbeitung (10 %):

Gewicht/Packmaß (10 %):

Ausstattung (10 %):

Fazit (100 %): Der Purist unter den Minimalisten überzeugt – auch als Windjacke – mit perfekter Passform und perfektem Wetterschutz bei hervorragender Klimatisierung. So klein packbar und so leicht ist sonst kaum eine Jacke, so minimalistisch ausgestattet auch keine: Die Idro 2 besitzt nur Mini-Reflektoren, mehr nicht. Punktabzug gibt es, weil sich nach nur drei Wäschen an ­einer Stelle die Nahtverklebung innen löste.

Wertung: SEHR GUT (86 Punkte)

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Gore C7 Gore-Tex Shakedry Stretch Jacke (Testsieger)

Regenjacken im Test
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Preis/Gewicht (M): 330 Euro/167 Gramm

Material: Gore-Tex Shakedry

Wassersäule/Anz. Lagen: 28 000 mm/2 Lagen

Herstellungsland: China

Besonderheiten: kleine RV-Tasche hinten, Reflektoren, Stretch-Einsätze an den Körperseiten und im ­Achselbereich, Front-RV hinterlegt, Ärmel und Bund elastisch.

Regenschutz (30 %):

Klima (30 %):

Passform (10 %):

Verarbeitung (10 %):

Gewicht/Packmaß (10 %):

Ausstattung (10 %):

Fazit (100 %): Perfektes Klima und Schutz gegen Regen und Wind, durch Stretch-Einsätze extrem bequem und beweglich, gute Ausstattung: Die C7 war im Praxistest der Liebling aller Tester. Durch den Materialmix ist sie aber schwerer als andere Shakedry-Jacken, zudem kann bei Starkregen an einer nicht getapten Naht seitlich am Bund etwas Nässe eingesaugt werden. Dennoch: ein starker Alleskönner. Testsieg.

Wertung: SEHR GUT (88 Punkte)

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Löffler Hr./Da. Bike Jacke GTX Shakedry (Kauftipp)

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Preis/Gewicht (M): 250 Euro/131 Gramm

Material: Gore-Tex Shakedry

Wassersäule/Anz. Lagen: 28 000 mm/2 Lagen

Herstellungsland: (Europa)

Besonderheiten: große RV-Tasche hinten, Reflektoren, wasserabweisender und hinterlegter Front-RV, ­Ärmel und Bund elastisch

Regenschutz (30 %):

Klima (30 %):

Passform (10 %):

Verarbeitung (10 %):

Gewicht/Packmaß (10 %):

Ausstattung (10 %):

Fazit (100 %): Funktional überzeugt die Shakedry-Jacke voll – maximaler Regenschutz bei bestem Binnenklima. Auch die Ausstattung mit Rückentasche und Reflektoren gefällt. Allerdings fällt die Jacke viel zu groß aus. Die zum Test bestellte Größe M entspricht einer L, weshalb die Jacke unschön flattert. Unbedingt vor dem Kauf anprobieren! Ärgerlich ist auch das sich nach nur vier Wäschen lösende Tape auf einer Innennaht.

Wertung: SEHR GUT (85 Punkte)

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Mavic Cosmic Ultimate GTX Jacke

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Preis/Gewicht (M): 350 Euro/105 Gramm

Material: Gore-Tex Shakedry

Wassersäule/Anz. Lagen: 28 000 mm/2 Lagen

Herstellungsland: China

Besonderheiten: Reflektoren an Ärmeln und Bund ­umlaufend, Ärmel und Bund elastisch, wasserabweisender Front-RV

Regenschutz (30 %):

Klima (30 %):

Passform (10 %):

Verarbeitung (10 %):

Gewicht/Packmaß (10 %):

Ausstattung (10 %):

Fazit (100 %): Die Cosmic Ultimate ist eigentlich die rundum perfekte Alleskönner-Jacke: sehr leicht, sehr klein zu verpacken, absolut dicht, top sitzender Schnitt, Reflektoren rundum an Armen und um die Hüfte, tadellose Verarbeitung. Nur leider ist der Kragen deutlich zu weit geschnitten, so kann hier Wasser viel leichter eindringen als bei allen anderen Jacken im Test, auch der Windschutz ist hier nicht optimal.

Wertung: SEHR GUT (86 Punkte)

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Sportful Stelvio Jacket

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Preis/Gewicht (M): 300 Euro/168 Gramm

Material: Rainwick Stretch

Wassersäule/Anz. Lagen: 20 000 mm/3 Lagen

Herstellungsland: Rumänien

Besonderheiten: Reflektoren an Ärmeln und Bund ­umlaufend, Ärmel und Bund elastisch, wasserabweisender Front-RV

Regenschutz (30 %):

Klima (30 %):

Passform (10 %):

Verarbeitung (10 %):

Gewicht/Packmaß (10 %):

Ausstattung (10 %):

Fazit (100 %): Die Stelvio besteht aus einer absolut ­dichten Membran, die noch ordentlich atmet – allerdings funktioniert Shakedry in Sachen Klimatisierung nochmals deutlich besser. Der sehr enge Schnitt passt Rennfahrern perfekt, daher funktioniert die Jacke auch als Windschutz bestens. Das Material ist robust, aber recht sperrig, starr und nicht sehr leicht. Extras gibt es bei Sportful keine, nicht einmal Reflektoren.

Wertung: SEHR GUT (81 Punkte)

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Alternative Jacken

Auch wenn die Jacken im Test überzeugen, gibt es Alternativen mit anderen Stärken.

Rapha Pro Team Lightweight Shadow Jacket

Regenjacken im Test
Björn Hänssler
Rapha Pro Team Lightweight Shadow Jacket im Test.

Preis/Gewicht: 240 Euro/186 g

Wer nicht bei Dauerregen ­unterwegs ist, braucht keine Membran: Diese Jacke ist sehr elastisch, trägt sich daher trotz sportlichem Schnitt sehr bequem. Außerdem ist das Material höchst atmungsaktiv. Der Windschutz ist top, vor Sprühregen schützt die Imprägnierung allemal ausreichend.

Regenjacken im Test
Björn Hänssler
Nicht alle Nähte sind getapt, das Material ist aber stark wasser­abweisend und winddicht. Da ohne Membran, bietet die Jacke ein Top-Klima.

Löffler WPM Pocket

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Björn Hänssler
Löffler WPM Pocket im Test.

Preis/Gewicht: 180 Euro/142 g

Wer maximalen Regenschutz sucht, kommt an einer Jacke mit Kapuze nicht vorbei – nur so bleibt der Kopf trocken, und Nässe kann nicht über den Kragen eindringen. Die WPM Pocket sitzt körpernah, die ­Kapuze unter dem Helm stört im Wind nicht übermäßig, Wetterschutz, Packmaß, Gewicht und Klima sind sehr gut.

Regenjacken im Test
Björn Hänssler
Trotz Kapuze, zwei seitlichen RV-Taschen und robustem 2,5-Lagen-Laminat lässt sich die WPM ­Pocket noch recht kompakt packen.

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