RB 0508 Teile im Dauertest - Specialized S-Works Road Daniel Geiger

Schuh bis Pumpe: Sieben starke Teile im Dauertest

Im harten Einsatz geprüft

Rennradschuhe von Specialized, eine Profi-Uhr von Polar, eine FSA-Kurbel sowie vier andere Parts und Rennradhelfer hat RoadBIKE im täglichen Einsatz hart rangenommen.

Mehr Tests bei www.roadbike.de

RB 0408 Rennräder Einzeltests Bild04
Rennrad-Tests
MB Bike-Computer Optimaler Bike-Computer
Tests

Schuh: Specialized S-Works Road

Wenn die Ankündigung im Raum steht, dass ein beliebtes Produkt überarbeitet wird, ist bei dessen treuen Anhängern banges Warten angesagt. Stellt sich doch die Frage: Was wollen die daran eigentlich noch besser machen?

So ging es auch RoadBIKE-Redakteur Nils Flieshardt, der seit Jahren mit seinen S-Works-Schuhen mehr als zufrieden war. Der einzige Schwachpunkt, den er ausgemacht hatte, war der Drehverschluss, der nach unzähligen Betätigungen zu haken begann. Dann kam der neue S-Works in die Redaktion, und siehe da: Der alte „Boa“-Verschluss wurde durch einen neuen ersetzt: Mit ihm lässt sich das Drahtseilsystem nun feiner anziehen, das Öffnen geht blitzschnell und ohne Probleme. Da bleibt nur zu sagen: Alles richtig gemacht, Specialized!

Natürlich besitzt auch das aktuelle Modell alle positiven Eigenschaften, die schon seinen Vorgänger auszeichneten: perfektes Fußbett dank Body-Geometry-Einlegesohle, gute Belüftung, wenig Gewicht, steife Sohle und hervorragende Passform. Wer empfindliche Füße hat, kennt Beschwerden wie heiße oder eingeschlafene Füße, Schmerzen am Spann, Druckstellen oder Probleme mit dem Fußgewölbe. Einen Schuh zu finden, bei dem all dies nicht auftritt, ist deshalb schwer. Auch Kollege Flieshardt war ein Komfortsuchender, bis er den S-Works fand. Für ihn ein orthopädischer Glücksfall und ein Ende der Schmerzen auf langen Touren.

Der neue S-Works ist seit dem vergangenen Sommer in Gebrauch und überzeugt auch nach Tausenden Trainingskilometern und kleineren Renneinsätzen wie am ersten Tag. Kaum Abnutzungserscheinungen – alles sitzt und passt fast wie am ersten Tag, die Sohle ist noch immer absolut steif. Und eben sowichtig: Der neue S-Works Road ist mindestens genau so gut wie das Vorgängermodell. Auch wenn es Flieshardt schwer fiel: Das alte Paar hat seinen Dienst getan und ist längst endgültig in den Ruhestand getreten.

RB 0508 Teile im Dauertest - Specialized S-Works Road
Daniel Geiger
Im Dauertest 3600 Kilometer
Preis 250 Euro
Gewicht 250 Gramm (Größe 45)

Fazit

RB_Dauertest_Daumen_hoch

Der hohe Anschaffungspreis ist sehr gut angelegtes Geld. Perfekte Performance im Dauertest.

Uhr: POLAR S 725

Bei wettkampforientiertem Training schwören Radsportler auf den satten Funktionsumfang des S 725 von Polar. Die Pulsmess- und Radcomputerfunktionen überzeugten auch in drei Jahren Dauertest ohne Einschränkung. Nur in absoluten Ausnahmefällen sorgten Hochspannungsleitungen für kurze Aussetzer der Pulsanzeige. Auch der Stromverbrauch hielt sich in Grenzen: Nach rund 18 Monaten intensiver Nutzung war die Batterie des Computers leer. Beim Batteriewechsel ist die sicherste Variante, die Uhr zum Service bei Polar einzuschicken. Preiswerter und völlig problemlos zu erledigen ist der Do-it-yourself-Batteriewechsel. Allerdings ist die Knopfzelle (CR 2354) keine handelsübliche. Nach längerer Suche wurden die RoadBIKE-Redakteure im Waffengeschäft fündig – das Zielrohr von Präzisionsgewehren benötigt die gleiche Zelle. Hat man sie erstmal gefunden, ist die Batterie schnell ausgewechselt, sofern man auf den richtigen Sitz der Dichtung achtet. Danach macht‘s die S 725 wieder wie der gute alte Käfer: Sie läuft und läuft und läuft.

RB 0508 Teile im Dauertest - POLAR S 725
Benjamin Hahn
Im Dauertest 3 Jahre
Preis 359 Euro
Gewicht 54 Gramm

Fazit

RB_Dauertest_Daumen_hoch

Der Klassiker überzeugt im Alltag mit seinen satten Funktionen und problemloser Handhabung.

Kurbel: FSA SL-K ISIS, 53/39

Der SL-K-Kurbelsatz des italienischen Herstellers Full Speed Ahead (FSA) ist an zahlreichen Komplett-Rennrädern auf dem Markt – meist in Kombination mit Shimanos Ultegra-Gruppe – verbaut. Unter der schmucken Carbon-Optik der SL-K steckt allerdings ein Kurbelarm aus Aluminium. Das bedeutet im Vergleich zur Ultegra-Kurbel oder auch der ähnlich teuren Chorus-Kurbel von Campagnolo etwas mehr Gewicht bei etwas geringerer Steifigkeit – in der getesteten alten ISIS-Version wie in der aktuellen außen gelagerten Version. Erhältlich ist die mit 369 Euro relativ teure Kurbel in der Standard- und in der Kompaktversion. In der Praxis hielten die Kurbelarme satte 10 168 km und 30 Wettkampfeinsätze des Testers Martin Böckelmann problemlos stand. Lizenzfahrer Böckelmann hat die Kurbel alles andere als geschont, war bei Wind und Wetter über fast eine ganze Saison hinweg unterwegs. Allerdings zeigten die Standard-Kettenblätter mit 52 bzw. 39 Zähnen im Dauereinsatz Schwächen. Bei harten Antritten am Berg gaben sie den starken Beinen von Tester Böckelmann nach und haben sich dabei merklich verbogen.

RB 0508 Teile im Dauertest - FSA SL-K ISIS, 53/39
Im Dauertest 10.168 Kilometer
Preis 369 Euro
Gewicht 581 Gramm (ohne Innenlager)

Fazit

RB_Dauertest_Daumen_mittel

Die SL-K Kurbelarme zeigen sich sehr haltbar und
stabil – die Kettenblätter sind aber etwas weich.

Beinlinge: Assos ALS Beinlinge Rubi

Sicher gehören die Beinlinge von Assos nicht zu den Sonderangeboten – 49 Euro sind für ein Paar Überzieher eigentlich ganz schön happig. Dafür zeigen sie auf beeindruckende Weise, dass es sich manchmal lohnt, etwas mehr auszugeben. Für die perfekte Passform, die Verarbeitung und den Kälteschutz gab es in RoadBIKE 10/2007 die Note überragend. Schon seit vier Jahren sind Chefredakteur Jens Vögele und Redakteur Felix Böhlken mit den Assos-Beinwärmern unterwegs und sind begeistert. Die Beinlinge verrichten ihren Dienst wie am ersten Tag – nach unzähligen Ausfahrten und ebenso unzähligen Waschgängen. Klar, dass das Assos-Logo nach solchen Strapazen anfängt zu blättern. Und klar, dass an den Bündchen so langsam der eine oder andere Faden anfängt, sich aufzulösen. Aber nach so langer Zeit darf das auch sein – bei einem Kleidungsstück, das auf den ersten Blick so teuer ist, wie man es von einem Schweizer erwartet. Das aber auch so seinen Dienst verrichtet, wie man es von einem Schweizer erwartet.

RB 0508 Teile im Dauertest - Assos ALS Beinlinge Rubi
Im Dauertest 4 Jahre
Preis 49 Euro
Größen I – II

Fazit

RB_Dauertest_Daumen_hoch

Die Assos-Beinlinge überzeugen mit bester Funktion, tollem Tragekomfort und maximaler Haltbarkeit.

Flaschenhalter: X-Tas-Y Standard

Wer mal gesehen hat, wie sich bei einem Jedermann-Rennen Hunderte Trinkflaschen über ein längeres Kopfsteinpflasterstück verteilen, weiß, wie wichtig gute Flaschenhalter sind. Dass diese auch noch richtig billig sein können, beweist der Standard-Flaschenhalter von X-Tas-Y. Wer 4,80 Euro investiert, bekommt ein Modell, das sogar für moderaten Leichtbau funktioniert: Nur 38 Gramm zeigt die Waage an. Carbonhalter sind nicht viel leichter, kosten aber oft ein Vielfaches. Das Testmodell hält schon seit Jahren sicher jede Flasche.

RB 0508 Teile im Dauertest - X-Tas-Y Standard-Flaschenhalter
Im Dauertest 5 Jahre
Preis 4,80 Euro
Gewicht 38 Gramm

Fazit

RB_Dauertest_Daumen_hoch

Bestanden! Solange das Rad mit diesem Flaschenhalter fährt, bleibt jede Flasche dran.

Pumpe: Topeak Mini Rocket Alu

Eine Pumpe bleibt am besten immer schön am Halteclip stecken, denn wer sie abnimmt, ärgert sich gerade mit einem Plattfuß herum. Also sollte eine Minipume am Rad am besten nicht groß auffallen. Kein Problem für die nur 16 Zentimeter lange Mini Rocket. Wenn man sie aber braucht, funktioniert sie tadellos, stellt trotz ihres kleinen Maßes ausreichend Pumpvolumen zur Verfügung und baut genug Druck auf, um einen Rennrad-Pneu ordentlich zu befüllen. Auch nach zwei Jahren funktioniert das Dauertestmodell tadellos, Gummis und Dichtungen sind in Top-Zustand. Ein feiner, kleiner Helfer.

RB 0508 Teile im Dauertest - Topeak Mini Rocket Alu
Im Dauertest rund 2 Jahre
Preis 25,95 Euro
Gewicht 65 Gramm

Fazit

RB_Dauertest_Daumen_hoch

Klein, leicht und bei Bedarf stets einsatzbereit – die Mini Rocket tut genau das, was sie soll.

Überschuhe: Pearl Izumi PI Aero Lycra Shoe

Er sitzt dank elastischem Material perfekt, hält die Füße wohlig warm, schützt bestens vor Fahrtwind und sieht schnittig aus. Pearl Izumi hat beim dünnen, aber sehr effektiven PI Aero Lycra Shoe Cover alles richtig gemacht. Eigentlich, denn wie so oft bei Überschuhen gab auch beim Aero Lycra schon beim vierten Einsatz der Reißverschluss den Geist auf – der Schlitten riss irreparabel aus, der Überschuh war folglich nicht mehr zu gebrauchen. Ärgerlich, denn die rote Socke hat eigentlich das Zeug zum Lieblingsbegleiter.

RB 0508 Teile im Dauertest - Pearl Izumi PI Aero Lycra Shoe
Im Dauertest 365 Kilometer
Preis 29,95 Euro
Größen Einheitsgröße

Fazit

RB_Dauertest_Daumen_runter

Beim eigentlich hervorragenden Aero Lycra riss nach nur vier Einsätzen der Reißverschluss aus.

Zur Startseite
Zubehör Tests RB 2019 Santini Genio Trikot-Hose-Set Santini Genio Trikot-Hose-Set Degenkolbs Kleider: Santini-Radbekleidung im Test

Das Trikot-Hose-Set Genio entstand laut Santini in enger Zusammenarbeit...

Mehr zum Thema Rennrad-Tests
Rennrad-Tests
rb-0619-radtest-rennrad-tourer-TEASER1-DG-RB-08-04-2019-DG695354-HR (jpg)
Rennrad-Tests
rb-0619-radtest-touren-rennraeder-BHF_radtest_rose-team-gf-six (jpg)
Rennrad-Tests
rb-0619-radtest-touren-rennraeder-BHF_radtest_scott-addict-rc-10-disc (jpg)
Rennrad-Tests