Renrad-Beleuchtung: Tests und Tipps
Alles über Rennrad-Beleuchtung
Lampentest Björn Hänssler
Busch&Mueller Ixon
Cateye Gvolt
Knog Blinder Mob
Lezyne Power Drive 8 Bilder

Test: 8 Frontlampen fürs Rennrad

Fahrradlicht mit StVZO-Siegel im Test

Sehen und gesehen werden: Mit welchen Frontleuchten sind Sie auch im Dunkeln sicher unterwegs? ROADBIKE hat acht Modelle getestet, die zeigen: Gute Beleuchtung kostet kein Vermögen mehr.

Inhalt:

Diese Leuchten haben wir getestet:

Leuchten/Link zum Testbericht Preis Testergebnis Hier können Sie die Leuchten kaufen
Blackburn Front Light Central 50 59,99 Euro Gut (85 Punkte) Preisvergleich
Busch&Müller Ixon Core 69,90 Euro Sehr gut (83 Punkte) Preisvergleich
Cateye GVolt 70.1 (ROADBIKE Testsieger) 79,90 Euro Sehr gut (86 Punkte) Preisvergleich
Knog Blinder MOB 49,99 Euro Befriedigend (43 Punkte) Preisvergleich
Lezyne Lite Drive Pro 115 67,95 Euro Gut (59 Punkte) Preisvergleich
Sigma Sport Aura 80 59,95 Euro Sehr gut (73 Punkte) Preisvergleich
Trelock LS-600 I-Go Vector 65,90 Euro Sehr gut (79 Punkte) Preisvergleich
VDO Eco Light M60 (ROADBIKE-Tipp Preis-Leistung) 49,95 Euro Gut (69 Punkte) Preisvergleich

Viel zu schnell werden die Tage nun wieder merklich kürzer und wer auch in Herbst und Winter regelmäßig mit dem Rennrad unterwegs ist – etwa als Pendler auf dem Weg zur Arbeit –, kommt um eine ordentliche Beleuchtung für seinen Renner nicht herum. Die erfüllt nicht nur bei Dunkelheit am Morgen oder Abend ihren Zweck, an trüben oder regnerischen Tagen bringt Licht am Rad auch am Tag einen Sicherheitsgewinn: Man möchte ja gesehen werden.

Die gute Nachricht vorab: Vernünftige Beleuchtung muss nicht teuer sein, bereits ab 60 Euro sind sehr gute Modelle zu haben, wie der aktuelle Test belegt. Acht akkubetriebene Frontleuchten mit StVZO-Zulassung hat ROADBIKE für diesen Vergleich in der Praxis getestet. Die Preisspanne reicht von knapp 50 Euro, die für die Modelle von Knog und VDO fällig werden, bis zur GVolt 70.1 von Cateye für 80 Euro – das teuerste Modell im Test. Zudem gibt ROADBIKE Tipps für passende, schlanke Rücklichter, die auch am Rennrad eine gute Figur abgeben.

Sicher unterwegs: Das richtige Licht für den richtigen Einsatzbereich

Die wesentliche Frage, die Sie sich vor dem Kauf stellen müssen, ist die nach dem Einsatzbereich: Benötigen Sie nur ein kleines Lämpchen, etwa um im Stadtverkehr gesehen zu werden? Oder sind Sie auch bei völliger Dunkelheit auf Überlandstraßen unterwegs? Ist das der Fall, sollten Sie auf eine möglichst gute Ausleuchtung der Straße achten: Wichtig ist dabei nicht nur die absolute Helligkeit, sondern auch ein möglichst weitreichendes, gleichmäßiges Lichtfeld, um auch bei höherem Tempo Schlaglöcher oder andere Hindernisse frühzeitig zu erkennen.

Auch wenn Sie ein Gravelbike für den Weg zur Arbeit nutzen und etwa auf Feld- oder Waldwegen unterwegs sind, kommt der eigenen Lichtquelle besondere Bedeutung zu. Ebenfalls wichtig: dass die Leuchte mit einem breiten Lichtfeld die Straßenränder gut ausleuchtet. Das macht sich vor allem in Kurven, etwa beim Abbiegen, positiv bemerkbar. Sie steuern sonst ins "Nichts" und sehen eventuell zu spät, was auf Sie zukommt. Denn klar ist: Wer gut sieht und sich sicher fühlt, fährt automatisch entspannter – oder schneller.

Im Test überzeugten vor allem die Modelle von Cateye und Busch&Müller mit ihrem sehr guten Lichtfeld: Die GVolt 70.1 von Cateye punktete dabei eher mit ihrer sehr breiten Ausleuchtung, während die Ixon Core von Busch&Müller die Tester mit ihrem gleichmäßigen, auch den Nahbereich sehr gut ausleuchtenden Lichtfeld beeindruckte.

Kein Licht ohne Strom: Der Akku

Das beste Licht nutzt natürlich nichts, wenn der Akku zu schnell in die Knie geht. Um auf die jeweiligen Lichtverhältnisse reagieren und bei Bedarf Strom sparen zu können, bieten die meisten Frontleuchten daher mindestens zwei Leuchtstufen. Extrem komfortabel ist eine Automatik-Funktion wie bei der LS-600 I-Go Vector von Trelock: Zusätzlich zu den drei manuellen Leuchtstufen gibt es eine Einstellung, bei der die Lampe per Sensor das Umgebungslicht misst und die Helligkeit automatisch anpasst. Ein weiteres, sehr praktisches Feature der LS-600 ist die minutengenaue Anzeige der Restlaufzeit abhängig von der Leuchtstufe, so steht man garantiert nicht plötzlich im Dunkeln. Sehr gut gelöst ist das auch bei der Aura 80 von Sigma Sport, bei der oben auf den ersten Blick sowohl Ladestand als auch aktueller Leuchtmodus zu erkennen sind.

Das größte Durchhaltevermögen im Test zeigte ebenfalls die LS-600 von Trelock, die mehr als fünf Stunden auf hellster Stufe durchhielt – sogar länger als angezeigt. Aber auch die Modelle von Blackburn, Busch&Müller, Cateye, Sigma Sport und VDO sammelten mit ihrer Ausdauer von rund vier Stunden ordentlich Punkte.

Ein oft unterschätzter Aspekt ist die Halterung: Die meisten Frontleuchten sind auf runde Lenkerformen ausgerichtet. Wer mit einem Aero-Lenker oder einer Lenker-Vorbau-Einheit unterwegs ist, sollte unbedingt im Vorfeld checken, ob sich die gewünschte Lampe am eigenen Renner gut montieren lässt – und, vor allem, auch sicher hält und nicht bei der ersten Bodenwelle plötzlich in den Himmel leuchtet.

Eine noch recht neue, sinnvolle Alternative – und ein Tipp für Aero-Lenker – sind Frontleuchten, die sich wie die Cateye GVolt 70.1 hängend unterm Lenker montieren lassen. Auch von der Lite Drive Pro 115 von Lezyne gibt es eine ansonsten identische Variante, die sich kopfüber montieren lässt. Das bringt gleich mehrere Vorteile: Dank der Befestigung nach Go-Pro-Standard lassen sich diese Lampen beispielsweise unter manchen "Outfront"-Radcomputerhalterungen befestigen (z.B. von HideMyBell oder K-Edge), die den Computer vor dem Lenker platzieren. So bleibt das Cockpit aufgeräumt und das Lichtfeld wird nicht vom Radcomputer oder Ähnlichem beeinträchtigt.

Aber Achtung: Bitte nur Lampen hängend montieren, die ausdrücklich dafür vorgesehen sind! Denn gemäß der StVZO ist das Lichtfeld nicht symmetrisch, sondern muss am oberen Rand eine klare Hell-dunkel-Grenze zeigen, damit andere Verkehrsteilnehmer nicht geblendet werden. Gleichzeitig verteilt sich das Licht gleichmäßig nach unten, um auch den Nahbereich vor dem Rad gut auszuleuchten. Wird die Lampe nur umgedreht, ist eine schlechte Ausleuchtung die Folge, auch kann es Probleme beim Nässeschutz der Elektronik geben.

Ein weiterer Pluspunkt ist, wenn sich die Leuchte selbst innerhalb der Halterung um einige Grad schwenken lässt – z.B. weil sie sich nicht exakt mittig am Rad montieren lässt. Das erlauben im Test die Modelle von Lezyne, Trelock und VDO.

Stichwort Bedienung: Wichtig bei einer Leuchte ist ein großer, gut zu ertastender Schalter, der sich auch mit dicken Winterhandschuhen problemlos bedienen lässt. Denn nichts ist nerviger, als wenn man im Winter bei Kälte noch anhalten und die Handschuhe ausziehen muss, um die Leuchte einzuschalten oder die Leuchtstufe zu ändern. Sehr praktisch ist da eine an den Micro-USBPort angeschlossene Fernbedienung, wie sie von Lezyne (optional für 16 Euro zu haben) angeboten wird. So lässt sich die Lampe beispielsweise vom Bremsgriff aus bedienen, sodass die Hand am Lenker verbleiben kann – ein klarer Sicherheitsgewinn.

Fazit: Sehr gute Ausleuchtung, viel Durchhaltevermögen, geringes Gewicht und überzeugend in der Handhabung: Die mit 80 Euro teuerste Leuchte im Vergleich, die GVolt 70.1 von Cateye, sichert sich knapp vor der ebenfalls sehr guten Ixon Core von Busch&Müller den Testsieg.

Blackburn Front Light Central 50

Blackburn Central
Blackburn

Preis/Gewicht: 59,99 Euro/195 g

Leuchtstufen und Helligkeit: 50 Lux/15 Lux

Leuchtzeit: 4 h/max. 6 h

Ausleuchtung:

Leuchtdauer:

Handling/Halterung:

Gewicht:

Fazit: Die Central 50 von Blackburn bietet ein sehr solides, leider schweres Gehäuse und überzeugt vor allem mit ihrer Ausdauer. Die Ausleuchtung ist okay, das Lichtfeld könnte etwas breiter ausfallen.

Testergebnis: Gut (85 Punkte)

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Busch&Müller Ixon Core

Busch&Mueller Ixon
BuschMueller

Preis/Gewicht: 69,90 Euro/134 g

Leuchtstufen und Helligkeit: 50 Lux/12 Lux

Leuchtzeit: 4,5 h/max. 15 h

Ausleuchtung:

Leuchtdauer:

Handling/Halterung:

Gewicht:

Fazit: Das sehr gleichmäßige Lichtfeld ist zusammen mit der sehr guten Ausdauer die Stärke der Ixon Core von Busch&Müller. Die Bedienung mit Handschuhen ist allerdings etwas fummelig.

Testergebnis: Sehr gut (83 Punkte)

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Cateye GVolt 70.1 (ROADBIKE Testsieger)

Cateye Gvolt
Cateye

Preis/Gewicht: 79,90 Euro/117 g

Leuchtstufen und Helligkeit: 70 Lux/50 Lux/10 Lux

Leuchtzeit: 4,5 h/max. 25 h

Ausleuchtung:

Leuchtdauer:

Handling/Halterung:

Gewicht:

Fazit: Die GVolt 70.1 von Cateye leuchtet dank breitem Lichtfeld auch Kurven sehr gut aus, hinzu kommen die sehr gute Leuchtdauer, eine flexible Halterung und die gute Handhabung: Testsieg!

Testergebnis: Sehr gut (86 Punkte)

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Knog Blinder MOB

Knog Blinder Mob
Knog

Preis/Gewicht: 49,99 Euro/42 g

Leuchtstufen und Helligkeit: 80 Lumen/50 Lumen

Leuchtzeit: 2 h/max. 3,5 h

Ausleuchtung:

Leuchtdauer:

Handling/Halterung:

Gewicht:

Fazit: Nur 42 g wiegt die kompakte Blinder von Knog, auch die Ausleuchtung ist noch okay. Der sehr kleine, versteckte Knopf ist unterwegs schwer zu erreichen, die Ausdauer könnte besser sein.

Testergebnis: Befriedigend (43 Punkte)

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Lezyne Lite Drive Pro 115

Lezyne Power Drive
Lezyne

Preis/Gewicht: 67,95 Euro/162 g

Leuchtstufen und Helligkeit: 115 Lux/70 Lux/15 Lux

Leuchtzeit: 2 h/max. 13,5 h

Ausleuchtung:

Leuchtdauer:

Handling/Halterung:

Gewicht:

Fazit: Dank CNC-gefrästem Alu-Gehäuse ist die Lezyne Lite Drive robust, die Halterung sehr flexibel – sie passt an viele Lenker. Das Lichtfeld gefällt, die eher geringe Ausdauer kostet allerdings Punkte.

Testergebnis: Gut (59 Punkte)

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Sigma Sport Aura 80

Sigma Sport
Sigma

Preis/Gewicht: 59,95 Euro/120 g

Leuchtstufen und Helligkeit: 80 Lux/60 Lux/40 Lux/20 Lux

Leuchtzeit: 4 h/max. 15 h

Ausleuchtung:

Leuchtdauer:

Handling/Halterung:

Gewicht:

Fazit: Egal ob Lichtfeld, Ausdauer oder Halterung: Die Aura 80 von Sigma Sport überzeugt rundum. Perfekt ist die Akku- und Modus-Anzeige auf der Oberseite: alle Infos immer im Blick.

Testergebnis: Sehr gut (73 Punkte)

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Trelock LS-600 I-Go Vector

Trelock I Go
Trelock

Preis/Gewicht: 65,90 Euro/162 g

Leuchtstufen und Helligkeit: 60 Lux/30 Lux/10 Lux/Automatik

Leuchtzeit: 5,5 h/max. 15 h

Ausleuchtung:

Leuchtdauer:

Handling/Halterung:

Gewicht:

Fazit: Minutengenaue Anzeige der Laufzeit sowie ein stromsparender Automatik-Modus: Die LS-600 von Trelock ist extrem komfortabel. Bei der Ausleuchtung sind einige Modelle besser.

Testergebnis: Sehr gut (79 Punkte)

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VDO Eco Light M60 (ROADBIKE-Tipp Preis-Leistung)

Vdo Eco
Vdo

Preis/Gewicht: 49,95 Euro/103 g

Leuchtstufen und Helligkeit: 60 Lux/30 Lux/15 Lux

Leuchtzeit: 4 h/max. 12

Ausleuchtung:

Leuchtdauer:

Handling/Halterung:

Gewicht:

Fazit: Obwohl die VDO M60 zu den günstigen Leuchten zählt, kann sie durchaus mit teureren mithalten. Vor allem die Leuchtdauer ist für ein so kompaktes Modell stark. Ein klarer Preis-Leistungs-Tipp!

Testergebnis: Gut (69 Punkte)

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Richtig einstellen

Die Einstellung: Laut § 67, Abs. 3, Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) müssen die Frontleuchten so ausgerichtet sein, dass der Lichtkegel in fünf Metern Entfernung nur noch halb so hoch ist wie bei seinem Austritt aus der Lampe. Das heißt, dass die Mitte des Lichtkegels rund zehn Meter vor dem Fahrrad auf dem Boden auftreffen muss. So viel zur Theorie – allerdings empfiehlt es sich für den Einsatz am Rennrad wegen der höheren Geschwindigkeiten, den Lichtkegel etwas weiter nach vorne zu legen, um den Straßenverlauf und etwaige Hindernisse rechtzeitig zu erkennen. Zehn Meter Sichtweite sind da deutlich zu wenig. Zudem zeigt sich auch, dass die jeweils optimale Einstellung auch von der jeweiligen Lampe und ihrem speziellen Lichtfeld abhängt. Die beste Einstellung lässt sich nur unterwegs mit ein wenig Probieren herausfinden, bis man den Lichtkegel für die eigenen Bedürfnisse passend ausgerichtet hat und sich unterwegs wohl fühlt. Dabei sollten Sie jederzeit sicherstellen, dass der Gegenverkehr nicht geblendet wird!

Empfohlene Rücklichter

Lezyne Strip Drive StVZO

Lezyne Strip Drive
Lezyne

Fünf LEDs sorgen bei der Strip Drive für sehr gute Sichtbarkeit – in einem Winkel von 270°. Sie passt auch gut an AeroSattelstützen. Preis: 35,95 Euro

Sigma Sport Blaze

Sigma Blaze
Sigma

Zusätzlich zur Bremslicht-Funktion bietet die schlanke Blaze von Sigma Sport einen Helligkeitssensor, der das Licht automatisch anschaltet. Preis: 24,95 Euro

Cateye X2G Kinetic

Cateye X2G
Cateye

Bei Verzögerungen schaltet die X2G von Cateye automatisch in den helleren "Bremslichtmodus" – und sie lässt sich gut an jeder Sattelstütze befestigen. Preis: 49,95 Euro

10 Rennradleuchten mit StVZO-Siegel (Test aus ROADBIKE 11/2018)

Axa Greenline 50

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Benjamin Hahn

Klein, leicht und extrem kompakt: Die günstige Axa Greenline 50 ist eine gute Frontleuchte für alle, die hauptsächlich gesehen werden wollen. Das Lichtfeld fällt vergleichsweise klein und kompakt aus – nicht optimal, um im Rennradtempo eine Straße sicher auszuleuchten. Zudem ergab der Labortest eine unscharfe Hell-Dunkel-Grenze mit Blendgefahr. Ein weiterer Nachteil: Die Lichtmodi lassen sich nicht durchwechseln, ohne dass sich die Lampe zwischendurch ganz ausschaltet. Das Gummiband ist sehr unelastisch, so lässt sich die Lampe nur schwer auf Lenkern mit 32 mm Durchmesser befes­tigen, zudem wackelte die Lampe selbst in der eigentlich fest sitzenden Halterung. Noch knapp "gut".

Technische Daten

Preis/Gewicht: 58,95 Euro/108 g

Leuchtzeit/Leuchtstufen: 3,5 h (<13 h)/2

Fazit: Die Axa Greenline 50 ist eine kompakte und leichte Lampe für Gelegenheitspendler, denen es hauptsächlich darauf ankommt, gesehen zu werden.

Wertung (11/2018): GUT (52 Punkte)

BBB BLS-105K Swat

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Benjamin Hahn

Die BLS-105K Swat von BBB ist mit die leichteste Lampe im Test, dennoch verteilt das kompakte Modell das Licht breit auf der Straße und leuchtet diese gleichmäßig aus. So vermittelt die BBB Swat unterwegs ein gutes, sicheres Gefühl, allerdings mit sehr unklarer Hell-Dunkel-Grenze, was zu einer hohen Blendgefahr und deshalb zur Abwertung führt. Die Halterung zum Anschrauben fixiert die Lampe sicher, ist dabei aber wenig flexibel und hält nur auf runden Rohrformen. Der Hebel, um die Lampe von der Halterung zu lösen, könnte zudem besser erreichbar sein. Mit einer Ausdauer von nur ca. 2,5 Stunden taugt sie nicht für längere Ausfahrten, mit nur einer Leuchtstufe zeigt sie sich wenig flexibel. Noch "gut".

Technische Daten:

Preis/Gewicht: 69,95 Euro/105 g

Leuchtzeit/Leuchtstufen: 2,5 h (3 h)/1

Fazit: Mit guter Ausleuchtung trotz der sehr kompakten und leichten Bauweise gefällt die BLS-105K Swat von BBB. Schwachpunkt sind die geringe Ausdauer und die Blendgefahr.

Wertung (11/2018): GUT (52 Punkte)

Blackburn Central 50 Lux

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Benjamin Hahn

Dank ihres stabilen Gehäuses wirkt die Central 50 von Blackburn sehr wertig – das schlägt sich allerdings auch im vergleichsweise hohen Gewicht nieder. Herausragendes Merkmal ist jedoch die Action-Cam-kompatible Halterung, die es erlaubt, die Central 50 an vielen verschiedenen Halterungen (oder am Helm) zu montieren. In der Halterung lässt sie sich zudem drehen und neigen – und entsprechend gut auf die Straße ausrichten. Das Lichtfeld fällt eher schmal aus, was deutliche Schwächen bei der Kurvenausleuchtung bedingt. Mit ihrer Ausdauer von rund vier Stunden auf hellster Stufe zählt die Central 50 in dieserDisziplin mit zu den besten Leuchten im Testfeld.

Technische Daten:

Preis/Gewicht: 59,99 Euro/195 g

Leuchtzeit/Leuchtstufen: 4 h (2–6 h)/2

Fazit: Eine sehr gute Ausdauer im Verbund mit robustem Gehäuse und einem gleichmäßigen, wenn auch etwas schmalen Lichtfeld, zeichnet die Central 50 von Blackburn aus.

Wertung (11/2018): GUT (68 Punkte)

Busch&Müller Ixon IQ Premium

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Benjamin Hahn

Als alle anderen Lampen längst verloschen waren, leuchtete die Ixon IQ Premium von Busch&Müller immer noch. Mit einer Leuchtzeit von rund 4,5 Stunden auf maximaler Stufe und sechsstündiger Restlaufzeit im Stromsparmodus ist sie das Modell für wirklich ausgedehnte Nachtfahrten. Zumal sich die Akkus im Notfall einfach durch vier AA-Batterien ersetzen lassen. Zudem bietet die IQ Premium ein überzeugendes Lichtfeld mit klarer Hell-Dunkel-Grenze, sie erlaubt so eine sehr gute, blendfreie Ausrichtung. Die Halterung ist vor allem bei der Erstmontage etwas fummelig und eignet sich hauptsächlich für runde Lenker. Zudem ist die mittelpreisige Leuchte kein Leichtgewicht.

Technische Daten:

Preis/Gewicht: 99,90 Euro/225 g

Leuchtzeit/Leuchtstufen: 7,5 h (5–20 h)/2

Fazit: Eine sehr gute Ausdauer im Verbund mit robustem Gehäuse und einem gleichmäßigen, wenn auch etwas schmalen Lichtfeld, zeichnet die Central 50 von Blackburn aus.

Wertung (11/2018): SEHR GUT (75 Punkte)

Busch&Müller Ixon Space

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Benjamin Hahn

Die teuerste Lampe im Testfeld: Sowohl im Labor als auch in der Praxis kann die neue Ixon Space von Busch&Müller überzeugen. Das helle Lichtfeld ist herausragend und leuchtet auch Kurven exzellent aus, dank der sehr guten Hell-Dunkel-Grenze besteht kaum die Gefahr, den Gegenverkehr zu blenden. Durch die stufenlos anpassbare Helligkeit lässt sich zusammen mit der im Display angezeigten Restlaufzeit die Akkulaufzeit perfekt überwachen und managen, da sich die Helligkeit gut an den Bedarf anpassen lässt. Die Halterung ist gegenüber der Ixon Premium etwas verbessert und flexibler. Trotz ihres hohen Gewichts holt sich die teure Ixon Space so den RoadBIKE-Testsieg.

Technische Daten:

Preis/Gewicht: 199,90 Euro/253 g

Leuchtzeit/Leuchtstufen: 3,5 h (2–30 h)/stufenlos

Fazit: Die Luxuslösung. Die Ixon Space von Busch & Müller überzeugt mit herausragendem Lichtfeld und komfortabler Bedienung dank Display – klarer Testsieg!

Wertung (11/2018): SEHR GUT (77 Punkte)

Cateye GVolt 80

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Benjamin Hahn

Mit ihrem sehr breiten Lichtfeld punktet die GVolt 80 von Cateye. Kurven werden sehr gut ausgeleuchtet, und auch sonst vermittelte die GVolt 80 im Praxistest unterwegs stets ein gutes, sicheres Gefühl. Im Labor allerdings zeigte sich, dass die Leuchte eine erhöhte Blendgefahr aufweist. Überzeugend ist die Halterung: Dank flexiblem Kunststoff­riemen lässt sich die GVolt 80 sehr gut auch an flacheren Aero-Lenkern befestigen und hält dabei extrem sicher. Allerdings: Bereits nach rund 1,5 Stunden regelte die Leuchte ab, nach einer weiteren Stunde war sie ganz aus. Bei der Ausdauer kann die Leuchte daher mit den meis­ten Mitbewerbern nicht mithalten, zudem ist sie eher schwer. Knapp "gut".

Technische Daten:

Preis/Gewicht: 119,99 Euro/178 g

Leuchtzeit/Leuchtstufen: 2 h (2–18 h)/3

Fazit: Die GVolt 80 von Cateye gefällt mit ihrem sehr breiten Lichtfeld und der universell passenden Halterung. Die Ausdauer ist allerdings ein klarer Schwachpunkt.

Wertung (11/2018): GUT (51 Punkte)

Knog Blinder Beam

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Benjamin Hahn

Schon auf den ersten Metern überzeugt das Lichtfeld der Blinder Beam von Knog: Die Straße wird gleichmäßig und sehr breit ausgeleuchtet, auch bim Einlenken in Kurven sieht man früh, was einen erwartet. Der Labor­test bestätigt die großflächige und gleichmäßige Ausleuchtung, zeigt aber auch eine etwas unklare Hell-Dunkel-Grenze. Dank des flexiblen Gummizugs, der per kleinem Hebel zusätzlich gespannt wird, lässt sich die Lampe zudem schnell und flexibel an verschiedensten Lenkerformen sicher befestigen. Allerdings ist die versenkte Taste nicht wirklich gut zu bedienen, besonders mit Handschuhen. Zudem könnte die Leuchte in puncto Ausdauer etwas mehr Stehvermögen beweisen.

Technische Daten:

Preis/Gewicht: 129,99 Euro/156 g

Leuchtzeit/Leuchtstufen: 2,5 h (1,5–4,4 h)/3

Fazit: Die Blinder Beam von Knog gefällt mit einem sehr guten Lichtfeld, das auch Kurven überzeugend ausleuchtet. Nur der Akku verfügt über zu wenig Ausdauer.

Wertung (11/2018): GUT (63 Punkte)

Lezyne Power Pro 80

rb-1118-licht-test-Lampentest Lezyne Power Pro 80.jpg
Benjamin Hahn

Die sehr gute, breite Ausleuchtung und das äußerst solide Gehäuse der Power Pro 80 von Lezyne sind zwei ihrer herausragenden Merkmale. Aber auch sonst kann sie überzeugen: Mit rund vier Stunden auf hellster Stufe punktet sie bei der Ausdauer, der Knopf auf der Rückseite ist mit den Händen am Oberlenker gut bedienbar. Die Halterung mit Gummizug und Adapter lässt sich universell auf verschiedenen Lenkerformen gut anbringen, auch wenn das Einhaken etwas fummelig ist und sich die Lampe nicht von der Halterung trennen lässt. Einzig das hohe Gewicht kostet einige Punkte. Angesichts des vergleichsweise günstigen Preises verdient sich die Power Pro einen klaren Preis-Leistungs-Tipp.

Technische Daten

Preis/Gewicht: 89,95 Euro/222 g

Leuchtzeit/Leuchtstufen: 4 h (4,5–13 h)/3

Fazit: Sehr gute Ausleuchtung mit starkem Akku, dazu mit einer vielseitigen Halterung und günstig: Die Power Pro 80 von Lezyne verdient sich den Preis-Leistungs-Tipp!

Wertung (11/2018): SEHR GUT (73 Punkte)

Sigma Sport Aura 60

rb-1118-licht-test-Lampentest Sigma Aura.jpg
Benjamin Hahn

Schnell montiert, dazu leicht und kompakt: Die günstige Aura 60 von Sigma Sport eignet sich sehr gut für kürzere Runden in der Stadt und der Dämmerung. Das eher schmale, aber durchaus helle Lichtfeld leuchtet den Nahbereich ordentlich aus, zeigt jedoch in Kurven klare Schwächen und vermittelt auch bei Überlandfahrten nur bedingt ein sicheres Gefühl, zudem könnte die Hell-Dunkel-Grenze klarer sein. Die Ausdauer ist mit 3,5 Stunden für ein gerade mal 103 g schweres Gerät überraschend stark, die Taste bietet einen klaren Druckpunkt und ist auch mit Handschuhen problemlos zu bedienen. Der fest mit der Leuchte verbundene Gummizug ist flexibel und passt sich vielen Lenkerformen an.

Technische Daten

Preis/Gewicht: 49,95 Euro/103 g

Leuchtzeit/Leuchtstufen: 3,5 h (3,5 h)/3

Fazit: Gut und günstig – die Aura 60 von Sigma Sport kombiniert eine ordentliche Ausleuchtung mit solider Akku-Laufzeit, die Ausleuchtung ist bei anderen Leuchten besser.

Wertung (11/2018): GUT (62 Punkte)

Trelock LS 760 I-Go Vision

rb-1118-licht-test-Lampentest Trelock LS760 Vision.jpg
Benjamin Hahn

Keine bösen Überraschungen mehr: Dank der sehr guten Anzeige der Restlaufzeit und fünf Helligkeitsstufen lässt sich bei der LS 760 I-Go Vision von Trelock der Akku perfekt managen. Auch die Ausleuchtung mit dem klar abgegrenztem, sehr hellen Lichtfeld überzeugte unter fast allen Bedingungen, es könnte allerdings etwas breiter sein, um Kurven besser auszuleuchten. Ein weiterer Pluspunkt der Trelock-Leuchte: die gute, sehr flexible Halterung, mit der sich die LS 760 an fast allen Lenkerformen schnell und verlässlich befestigen lässt. Größter Schwachpunkt – neben dem höheren Gewicht – ist die Ausdauer: Auf höchster Stufe hält die Leuchte nicht einmal ganz 1,5 Stunden durch.

Technische Daten

Preis/Gewicht: 124,99 Euro/177 g

Leuchtzeit/Leuchtstufen: 2,5 h (<9 h)/5

Fazit: Sehr gute Ausleuchtung und die besonders flexible, dennoch sichere Halterung sind die Stärken der LS 760 I-Go Vision von Trelock. Die Leuchtdauer könnte besser sein.

Wertung (11/2018): SEHR GUT (72 Punkte)

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