Harry George Hall

Neue Wege entdecken mit den Routenempfehlungen in Echtzeit

Strava mit neuer Routen-Funktion

Strava ist sehr beliebt bei Sportlern. Mit der App können Trainingsdaten erfasst werden, Strecken werden automatisch gespeichert und obendrein kann jeder alles mit seinen Freunden teilen, auch bereits gefahrene Routen. Ab sofort versorgt die Sport-App ihre Mitglieder zusätzlich mit maßgeschneiderten Trainingsstrecken.

Training an der frischen Luft: Das A und O für die körperliche und mentale Gesundheit. Strava feilt nach eigenen Angaben laufend an Tools, die die Community in ihrem aktiven Lebensstil unterstützen sollen. So präsentiert das Unternehmen von nun an eine neue Funktion, die das Trainingserlebnis eines jeden Athleten weiter optimieren soll. Konkret empfiehlt die neue Routen-Funktion individuell zugeschnittene Trainingsstrecken in Echtzeit, die nach Standort, Sportart, Distanz, Höhenmetern und Oberflächenbeschaffenheit gefiltert werden können, und schickt Läufer und Radfahrer so auf neue Wege.

Wie das neue "Routen" funktioniert? Täglich laden Mitglieder ihre Trainingseinheiten auf Strava hoch und teilen sie anschließend mit gleichgesinnten Sportlern. So konnten bereits über drei Milliarden Aktivitäten aus allen Winkeln der Welt aufgezeichnet werden. Auf deren Basis könne Strava ermitteln, wo sich geeignete Lauf- oder Radstrecken befinden. Routen ermöglicht Strava zufolge Athleten ihren persönlichen Zugang zu diesem Datenschatz, sodass Mitglieder von nun an eine bis jetzt unerreichbare, dynamische Qualität der Routenempfehlungen genießen können, die sich aktiv mit den Aktivitäten der Community weiterentwickeln. Wo auch immer die nächste Trainingseinheit geplant ist, Strava schlägt drei personalisierte Routen vor, die nach Aktivitätsart, Distanz, Oberflächenprofil und Höhenveränderungen gefiltert werden können sollen.

Strava
Wie in der Abbildung können Nutzer in Echtzeit eine beliebige Strecke suchen und ausprobieren.

Des Weiteren könne die Funktion folgende Informationen zur Trainingsstrecke erfassen:

  • Trainingsdauer – ermittelt auf Grundlage der Geschwindigkeiten der jüngsten Trainingseinheiten des Sportlers und ist dadurch für jeden Athleten personalisiert.
  • Detailansicht mit Oberflächenveränderungen und Angaben zu Höhenmetern sowie Untergrundbeschaffenheit
  • Strava-Heatmap, welche die Popularität des Streckenabschnitts grafisch widerspiegelt
  • Für Strecken auf nicht asphaltiertem Gelände bedient sich Strava an OpenStreetMap, dem weltgrößten Open-Source-Datensatz an Karten. Die Entwickler reicherten ein globales Netz aus Wegen, Straßen und Pfaden mit hauseigenen, öffentlichen Datensätzen aus der Strava-Community an. Dazu zählen zum Beispiel auch Angaben zu dem Fahrradtypen, mit dem eine bestimmte Strecke befahren wurde. Private Aktivitäten sowie Aktivitäten von Athleten, die ihre Trainingsdaten der Strava Metro-Plattform nicht zur Verfügung gestellt haben, bleiben unberührt. Weitere Hintergrundinformationen rund um die Routen-Funktion sind hier zu finden.

    Gleichzeitig appelliert Strava an das Verantwortungsbewusstsein der Mitglieder. Wer beim Laufen oder Radfahren Menschenmengen vermeidet sowie einen Mindestabstand von zwei Metern einhält, kann im Freien trainieren und Routen in der eigenen Umgebung bereits erkunden. Weitere Tipps, um einen aktiven Lebensstil in Zeiten der räumlichen Distanzierung beizubehalten, gibt Dr. Megan Roche, Lauftrainerin, Ärztin und Forscherin der Epidemiologie, auf dem Strava Blog.

    Die ROADBIKE-Redaktion wird das neue Routen-Tool in Kürze für euch testen und davon berichten. Bisher gibt es die Funktion für Vollzahler der App. Nutzer der kostenlosen Version profitieren nicht von der neuen Funktion.