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Die perfekte Pflege für Rennrad-Helme und -Brillen

RoadBIKE-Pflegetipps für Helm und Brille

Wer seinen Rennrad-Helm und seine Brille richtig pflegt, weiß, worauf's ankommt: Sicher unterwegs sein und immer den Durchblick behalten! Hier lesen Sie, wie es geht.

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RoadBIKE zeigt, worauf's bei der Helm-Pflege wirklich ankommt.

Rennradfahrer mit Köpfchen fah­ren nie ohne Helm oder Brille. Zu groß ist die Verletztungsgefahr – nicht nur im Falle eines Falles.

Damit der Helm jederzeit sicher schützt, sollten Sie Schale und Gurtbänder regelmäßig kontrollieren und beiden etwas Pflege zukommen lassen. Doch auch das garantiert dem Kopfschutz kein ewiges Leben:

Nach 3 Jahren empfehlen die meisten Hersteller seinen Austausch. Ein Sturz mit Bodenkontakt bedeutet selbstverständlich ebenfalls das Ende der Helmlaufbahn.

Neben dem Helm gehört die Brille zum sicheren Rennradfahren: Sie schützt die Augen vor Zugluft, UV-Strahlen und Dreck. Damit Sie immer den Durchblick bewahren, gibt RoadBIKE Tipps für saubere Gläser.

Die richtige Reinigung für Ihren Helm

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Zerlegt in Einzelteile lässt sich der Helm am besten reinigen: Die Pols­ter in Wäschesäckchen verpackt in der Waschmaschine oder von Hand mit etwas Spüli waschen. Keine aggressiven Reiniger verwenden!

Innenleben

Straßenschmutz und Schweiß setzen sich vor allem in den Polstern des Radhelms ab.

Zum Säubern die Polster herausnehmen, in ein Wäschesäckchen packen und mit Feinwaschmittel bei 30 Grad in der Waschmaschine waschen. Oder mit einem weichen Schwamm, warmem Wasser und etwas Spülmittel vorsichtig putzen.

Wer dem Schmutz mit der chemischen Keule beikommen will, kann die Polster im Helm lassen. Trockenschaum, etwa von Motorex, aufsprühen, anschließend mit Tuch oder Schwamm sauber reiben. Bei hartnäckiger Verschmutzung erst etwas einwirken lassen. Auch Verstellsystem/Riemen mit Spüli-Wasser oder Trockenschaum reinigen.

Schale

Die Außenseite des Helms waschen Sie am besten mit einem weichen Tuch und etwas Wasser ab. Schwämme können die Oberfläche zerkratzen. Die Helmschale dabei immer auf Schäden überprüfen!

Trocknen

Den Helm, womöglich noch mit feuchten Handschuhen drin, nach der Tour in eine Ecke verbannen? Bakterien fühlen sich so pudelwohl! Sie sollten die Polster nach jeder Fahrt - und nach der Wäsche – gut durchtrocknen lassen. Den Helm nicht auf die Heizung legen! Müffelt der Helm trotz Reinigung, hilft Desinfektionsmittel.

So verlängern Sie die Helm-Lebensdauer

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Schon kleine Beschädigungen erhöhen das Risiko, dass der Helm bei einem Sturz nicht ausreichend schützt.

Vorbeugen

Witterungseinflüsse und Schweiß strapazieren das Helmmaterial beim Fahren. Auch danach leidet der Helm wenn Sie ihn in der direkten Sonne oder in feuchter Umgebung aufbewahren. Dunkel und trocken, lautet die Devise bei der Helmlagerung.

Direkte Sonneneinstrahlung (UV-Strahlen) kann das Styropor des Helms angreifen und auf Dauer porös machen. Vor UV-Licht schützt der von vielen Herstellern mitgelieferte Stoffbeutel oder ein spezieller Helmkoffer. Der Helm ist darin auch beim Transport vor Schlägen geschützt und verkratzt nicht.

Haltbarkeit

Selbst wenn ein Helm äußerlich keine Beschädigungen aufweist, empfiehlt der TÜV Rheinland: "Nach 3–5 Jahren sollte ein Helm – je nach Gebrauch – ausgetauscht werden. Mit der Zeit wird das Material spröde, etwa durch Sonneneinstrahlung. Dadurch vermindert sich die Schutzwirkung."

Crash-Replacement

Sind Sie gestürzt und mit dem Helm auf-oder angeschlagen, müssen Sie diesen tauschen, ob Schäden zu erkennen sind – oder nicht. Die meisten Hersteller bieten bei einem durch einen Fahrradunfall unbrauchbar gewordenen Helm ein sogenanntes Crash-Replacement an. Das bedeutet in den meisten Fällen: Rabatt bei einem Neukauf. Das Replacement-Angebot gilt häufig bis zu 3 Jahre nach dem Kauf.

Nützliche Zubehör-Teile für den Helm

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Eine zusätzliche Kopfbedeckung unterm Helm wärmt – und verhindert früh­zeitigen Verschleiß der Helmpads.

Ersatzpads

Jede Menge Schmutz und Regenwasser müssen die Helmpads in einer Saison aufsaugen. Sie schützen zudem die Augen und das Gesicht vor Schweiß.

Trotz Reinigung und Pflege müssen die Polster aus hygienischen Gründen nach einiger Zeit getauscht werden. Außerdem lässt die Flexibilität und Polsterung der Einsätze mit der Zeit nach.

Mit Ersatzpads, die die meisten Hersteller für wenig Geld anbieten, fühlt sich der alte Helm plötzlich wieder wie neu an.

Helmmütze/Bandana

Verschiedene Kopfbedeckungen unterm Helm dienen meist als Schutz gegen Wind und Kälte. Doch die zusätzliche Stofflage nimmt auch Schweiß auf und sorgt so dafür, dass die Helmpolster länger frisch bleiben. Mützen und Tücher können Sie ohne großen Aufwand mit allen übrigen Radklamotten in der Maschine waschen.

Wetterschutz

So angenehm Belüftungsöffnungen im Helm bei Anstrengung sind, weil sie helfen, den Kopf kühl zu halten – bei Regen werden Sie zu Wasserschleusen.

Manche Hersteller bieten Zusatzpads an, die genau in die Belüftungsöffnungen passen und so zumindest kalten Wind abhalten. Nicht besonders elegant, aber die am besten funktionierende Methode zum Schutz vor Regen sind wasserdichte Helmüberzieher.

So halten Sie Regen- und Schmutzwasser nicht nur vom Kopf, sondern auch vom Helm-Styropor fern.

Für mehr Durchblick: Die richtige Brillenglas-Pflege

Reinigung

Es empfielt sich, Brillengläser mit einem (oft mitgelieferten) trockenen Mikrofasertuch zu putzen, Staub und Schmutz lassen sich so einfach wegwischen.

Hartnäckiger (Fett-)Schmutz löst sich nur bei nasser Reinigung. Dazu ein spezielles Brillenreinigungs-Spray oder lauwarmes Wasser und etwas Spülmittel verwenden.

Keine rückfettenden Mittel einsetzen, sie erzeugen Schlieren auf dem Brillenglas. Die saubere Brille mit einem weichen Tuch trocken reiben. Unbedingt sollten Sie Papiertaschentücher, T-Shirts oder Trikots vermeiden: Diese Materialien können Kratzer in den empfindlichen Gläsern oder deren Beschichtung verursachen. Gut geeignet sind dagegen saubere Geschirrhandtücher.

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Brillen-Pflegeprodukte von Muc-Off für perfekten Durchblick.

Beschlagen

Neue Brillen sind in der Regel mit einer wirksamen Antifog-Beschichtung ausge­rüs­tet. Durch häufiges Putzen wird diese meist schnell abgerieben. Atemluft und Schweiß lassen die Gläser dann, besonders bei Kälte, schnell mal undurchsichtig werden. Für Abhilfe sorgen Antifog-Sprays.

Nach der Reinigung der Brille auf die Gläser auftragen, mit einem trockenen Tuch nachwischen. Und schon haben Sie wieder den vollen Durchblick!

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Nichts bremst Rennradfahrer so stark wie der Luftwiderstand....

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