Zwift

Zwift: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Alles, was Sie über Zwift wissen müssen

Fit durch den Winter: Immer mehr Radsportler fahren im Winter auf Zwift. Die Online-Trainingsplattform hat das Rollentraining in den vergangenen Jahren geradezu revolutioniert. ROADBIKE beantwortet die wichtigsten Fragen.

Was ist Zwift überhaupt?

Zwift ist eine Online-Plattform, auf der sich Rennradfahrer (und mittlerweile Läufer und Mountainbiker) weltweit treffen und gemeinsam trainieren können. Gefahren wird in virtuellen Landschaften, beispielsweise auf der imaginären Süd­see­insel Watopia. Mit diesem Konzept hat das 2004 vom US-Amerikaner Jon Mayfield entwickelte Zwift in den vergangenen Jahren das früher meist recht dröge Indoor-Training geradezu revolutioniert.

Von den weltweit mittlerweile 1,5 Millionen Nutzern kommen rund 75.000 aus Deutschland. Wie viele davon gleichzeitig aktiv sind, hängt stark von der Jahres- und Tageszeit ab. Bei ROADBIKE-Stich­proben waren es immer ca. 3000, laut Zwift liegt der aktuelle Rekord bei 13.000 gleichzeitig aktiven Fahrern. Was schnell deutlich wird: Allein ist man auf Zwift nie.

RB Zwift iOS
Fitness

War Rollentraining früher in der Regel eine einsame Veranstaltung für Hartgesottene, die im eigenen Fahrradkeller oder Wohnzimmer stattfand – bestenfalls mit einem Fernseher als Unterhaltungsprogramm –, gibt es mittlerweile ganze Klubs auf Zwift, die gemeinsame Ausfahrten oder Rennen organisieren. Einige davon haben sogar schon den Transfer in die „echte Welt“ geschafft, wie zum Beispiel die „Zwift Riders Germany“ (ZRG), die zu den größten Zwift-Communitys zählt. Der Begriff „Zwiften“ wird von vielen bereits synonym fürs Rollentraining verwendet.

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In Zwift wird unter anderem auf der virtuellen Insel Watopia gefahren.

Wollen sie auch im Winter draußen fahren? Infos zum Thema „Rennradfahren im Winter“ finden Sie im Rennrad-Podcast gleich hier im Webplayer sowie aktuell auf iTunes/Apple Podcasts, Spotify, Deezer, CastBox, Google Podcasts und vielen anderen Podcast-Apps und Verzeichnissen.

Was brauche ich dafür?

Wer bei Zwift einsteigen möchte, braucht ein internetfähiges Endgerät (Computer, AppleTV oder Smartphone/Tablet mit iOS 9.0 oder höher/Android 6.0 oder höher), das mit dem WWW verbunden ist (Anschluss mit mind. 3 MB/sec, Ping unter 50 ms). Weiterhin ein Rennrad, einen Rollentrainer sowie ANT+- oder Bluetooth-Sensoren für Geschwindigkeit und Trittfrequenz.

Wichtig: Die meisten Smartphones/Laptops/Tablets erkennen Blue­tooth-Sensoren, für ANT+-Sensoren ist meist ein spezieller ANT+-Dongle nötig, der per USB-Schnittstelle verbunden wird (ca. 15 Euro). Der Rollentrainer selbst muss nicht interaktiv sein, selbst ein altes, komplett analoges Modell reicht prinzipiell aus.

Mit dieser Basis-Ausstattung berechnet Zwift aus Geschwindigkeit und Trittfrequenz eine „virtuelle Leistung“, die dann die Geschwindigkeit auf den Zwift-Strecken bestimmt. Diese „Leistung“ ist bei maximal 400 Watt gedeckelt, um Manipulationen vorzubeugen. Deutlich komfortabler fährt es sich auf Zwift aber mit einem interaktiven Rollentrainer mit Direktantrieb (ab ca. 600 Euro), der dann beispielsweise den Widerstand an die virtuellen Strecken bei Zwift anpassen kann.

Doch damit nicht genug: Wesentliches Ziel bei der Entwicklung neuer Rollentrainer ist es aktuell, das sogenannte „Road Feel“ zu verbessern und das Rollentraining weniger statisch zu machen. Der mitschwingende R1 von Kurt Kinetic oder der MP1 Nfinity-Platform von Saris sind prominente Beispiele.

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Wo kann man fahren?

Gefahren wird vor allem auf der Insel Watopia, die Strecken wurden und werden stetig erweitert. Hinzu kommen aufgrund einer Kooperation mit der UCI die Weltmeisterschaftsstrecken der vergangenen Jahre: Richmond, London, Innsbruck und – neu – Yorkshire. Außerdem wurden Strecken in einem futuristischen New Yorker Central Park angelegt.

Einmal eingeloggt, stehen an jedem Tag die Strecken auf Watopia sowie eine der anderen Welten zur Auswahl. Dort wiederum kann der Fahrer unter verschiedenen Runden wählen oder sich auch an jeder Kreuzung neu entscheiden. Insgesamt gibt’s bei Zwift aktuell 270 Kilometer an Straßen durch Wüsten, Dschungel und Großstädte sowie über Berge und Vulkane, dazu kommt mit „L’Alpe du Zwift“ eine ausgewiesene Bergankunft.

Ist das alles nur eine Spielerei?

Nein, denn neben der Möglichkeit, einfach nur entspannt virtuelle Landschaften zu erkunden, hat Zwift auch einen eigenen Trainingsbereich aufgebaut. Dort stehen sowohl einzelne Workouts als auch komplette Trainingsprogramme zur Verfügung, die man absolvieren kann.

Außerdem werden quasi rund um die Uhr viele Events angeboten. Das können gemeinsame, entspannte Gruppenausfahrten sein, aber auch richtige Rennen. Die werden in fünf verschiedenen Leistungsklassen (von A bis E) angeboten, gestaffelt nach Leistung pro Kilogramm (W/kg): A >4,0 W/kg; B 3,9 bis 3,2 W/kg; C 3,1 bis 2,5 W/kg; D 2,4 bis 1 W/kg, E: offen für alle. Bereits im kommenden Jahr will Zwift mit der UCI offizielle E-Sport-Weltmeisterschaften ausrichten.

Was kostet Zwift?

Neue Nutzer können Zwift bis zu sieben Tage kostenlos nutzen, um die Plattform kennenzulernen. Danach kostet der Service 15 Euro/Monat, das Abo lässt sich monatlich kündigen.

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Im "Drop Shop" lassen sich Rennräder vieler Marken freischalten.

Was ist der Reiz an Zwift?

Egal, wann man sich einloggt: Auf Watopia oder den anderen Kursen finden sich immer andere Fahrer, denen man sich anschließen oder mit denen man sich messen kann. Vereinskameraden oder Freunde können sich virtuell zu gemeinsamen Ausfahrten verabreden, obwohl sie Hunderte Kilometer voneinander entfernt wohnen. Zur Langzeitmotivation trägt das Belohnungssystem bei: Mit jedem gefahrenen Kilometer sammelt man Erfahrungspunkte, die einen aufsteigen lassen („Level“).

Manche Bereiche von Watopia (z. B. der Dschungel oder L’Alpe du Zwift) werden erst ab einem bestimmten Level (10 bzw. 12) freigeschaltet. Außerdem verdient man sich mit jeder Fahrt sogenannte „Drops“ (also Schweißtropfen), die „In-Game-Währung“. Mit diesen Drops lassen sich andere Rennräder (z. B. von Canyon, Trek, Pinarello, Cannondale o. Ä.), schicke Aero-Laufräder etc. freischalten, um den eigenen Zwift-Avatar aufzuwerten. Und nein, Drops lassen sich auch nicht mit echtem Geld kaufen, sie müssen erarbeitet werden, mit eigenem Schweiß – Tropfen für Tropfen.

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