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Splügenpass: Alle wichtigen Infos

1788 Höhenmeter auf 29 Kilometer Länge: Wer diesen Pass knacken will, hat sich einiges vorgenommen.

Passhöhe 2.113 m
Länge 29 km
Höhenmeter 1.788 Hm
Steigung Ø 5,1 %
Steigung max. 14 %
RB Traumpass Splügenpass Karte
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Der Berg: Seine frühere Bedeutung als wichtige Handelsroute zwischen Italien und der Schweiz hat der Splügenpass längst verloren. Nachdem der San- Bernardino-Tunnel 1967 eröffnet wurde, hat der Verkehr am Pass deutlich abgenommen. In den teils unbeleuchteten Galerien ist Licht am Rennrad ein absolutes Muss. Geöffnet ist der Pass von März bis Oktober.

Der Anstieg: Kaum ein Pass in den Alpen hat zwei so unterschiedlich anspruchsvolle Routen zu bieten.

Südrampe: Der südliche Anstieg vom italienischen Chiavenna ist die deutlich anspruchsvollere der beiden Varianten. Hervorragende Kondition ist Pflicht. Wer nach der Ortschaft Corti links den Blick über die Böschung ins Tal schweifen lassen will, sollte zudem schwindelfrei sein. Der schlechte Zustand der Straße mit zahlreichen Löchern erfordert höchste Aufmerksamkeit. Diese sollte man auch den verschlafenen Dörfern in unverkennbar italienischem Stil entlang der Strecke schenken. Nach etwa 25 Kilometern und zahlreichen Galerien taucht hinter Stuetta der Lago di Montespluga auf. Wer bis dahin durchhält, hat sich hier eine Pause redlich verdient. Nachdem man den See an seiner Ostseite umfahren hat, heißt es auf den letzten 3 Kilometern mit teilweise über 10 Prozent noch einmal alles geben. Der Passhöhe bleibt lange verborgen und zeigt sich erst etwa 200 Meter vor dem Ziel.

Nordrampe: Wer von Splügen in der Schweiz startet, muss auf 9 Kilometer Länge nur rund 650 Höhenmeter überwinden. Unterschätzen sollte man den sehr gut asphaltierten Anstieg trotzdem nicht. Die maximale Steigung liegt bei 11 Prozent, im Durchschnitt sind es immer hin noch über 7 Prozent. Die Straße steigt zu Beginn gleichmäßig an, was es einfacher macht, einen Rhythmus zu
finden. Wenn die Zollstation in Sichtweite kommt, ist das schwerste Stück der Etappe überstanden.

Die Traumtour: Die 170-Kilometer-Runde mit 3815 Höhenmetern erfordert sehr gute Beine, belohnt dafür aber mit atemberaubenden Ausblicken in eine abwechslungsreiche Landschaft.
Chiavenna – Splügenpass – Thusis – Solis – Tiefencastel – Julierpass – Sankt Christoph – Silvaplana – Malojapass – Vicosoprano – Castasegna – Borgonuovo - Chiavenna

Beste Zeit: Juli bis September

Anfahrt: Von München aus 330 Kilometer, etwa 4 Stunden Fahrzeit

Infos: www.bardics.de

Karte: Kümmerly+Frey; Splügen – San Bernardino; 1:60 000

**RoadBIKE-Top-Tipp: Die Ortschaft Zillis mit der Kirche St. Martin sollten Sie nicht auslassen. Die bemalte Holzdecke, die etwa im Jahr 1110 entstand, ist in ihrer ursprünglichen Form ohne Übermalung erhalten geblieben und gilt deshalb als weltweit einzigartig. Sie zeigt Szenen des Leidenswegs Christi.

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