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Sardinien: Abenteuerspielplatz und Mythos im Mittelmeer – mit Tourentipps

Auf Sardinien ist jede Tour immer auch eine Entdeckungsreise: auf neuen und alten ­Wegen in einsame Gebiete und in die Kultur. RoadBIKE verrät die schönsten Rennrad-Strecken – plus MTB- und Wander-Tipps.

Sie alle waren schon auf Sardinien: die Shardana, jenes kriegerische Meeresvolk, das ab dem 14. Jahrhundert vor Christus den Mittelmeerraum in Atem hielt.

Manche behaupten gar, bei ihnen müsse es sich um Sarden gehandelt haben und der Name Sardinien leite sich von ihnen ab.

Später folgten die Phönizier, die Punier (Karthager), Römer, Wandalen, Byzantiner, Araber und Spanier.

Bei so viel Ansturm von außen ist es kein Wunder, dass sich die einheimischen Sarden immer weiter ins Landesinnere zurückzogen: in die Hügel und Berge des Hinterlands mit ausgedehnten Kork- und Steineichenwäldern, Wacholderbüschen und Felsen.

Dorthin, wo Wanderer, Mountainbiker und Roadbiker heutzutage einsame Karrenwege, weitverzweigte Hirtenpfade und kaum befahrene Asphaltsträßchen zwischen ursprünglichen Bergdörfern entdecken.

Archäologische Funde belegen, dass die Insel schon in der Steinzeit besiedelt war. Zeugen der späteren Jungsteinzeit sind zum Beispiel die 321 Gigantengräber der Regionen Caglia­ri, Sassari und Nuoro.

Nicht zu vergessen die über 3000 Nuraghen, mächtige Bollwerke aus Natursteinen, von denen zwischen 1800 und 500 vor Christus über 6000 errichtet wurden.

Wer auf Sardinien wandert oder Rad fährt, wird immer wieder auf sie treffen, aber auch Bekanntschaft mit einheimischen Sarden machen. Bedingt durch ihre Geschichte sind sie erst mal etwas zurückhaltend und skeptisch, wenn das Eis geschmolzen ist, aber umso freundlicher.

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Vielleicht liegt es an der zurückhaltenden, so gar nicht geschäftstüchtigen Art, dass Sardinien immer noch ein Geheimtipp zum Urlaubmachen ist. Überfüllte Strände und die im übrigen Mittelmeerraum typischen Bettenburgen sucht man hier vergebens.

Die einzigen Burgen, die man sieht, sind die Nuraghen sowie Felszacken und -wände am Meer mit verwunschenen Grotten und einsamen Sandstränden – für Outdoor-Sportler ein Abenteuerspielplatz und Mythos.

Kontakt: Sun Events s.r.l.
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Region Ogliastra: Meer, Felsen und Stille

Gegensätze ziehen sich nicht an, sie fordern heraus! Das merken Outdoorsportler ganz schnell, wenn sie in der Region Ogliastra im östlichen Teil Zentralsardiniens unterwegs sind.

Hier, wo an der Küste gewaltige Felswände auf einsame Buchten treffen, smaragdgrünes Meer von weißen Sandstränden gesäumt wird und kleine Bergdörfer durch gute Asphalt­sträßchen erschlossen sind, können sie an ihre Grenzen gehen.

Rennradfahrer, die Kurve um Kurve die Route vom 16 Meter niedrig gelegenen Bari Sardo am Meer zum 427 Meter hoch gelegenen Bergdorf Jerzu unter die Räder nehmen, werden das schnell spüren.

Nur gut, dass sie in dem kleinen Pasta-Geschäft am Ortseingang von Jerzu schnell ihre Kohlehydratspeicher wieder auffüllen können. Allerdings nicht Italien-like mit Nudeln, sondern mit „Coccois Prenas“: Brotteig in Aprikosen- bis Pfirsichhälftengröße, der mit Kartoffelteig oder anderem Gemüse gefüllt wird.

Die „Coccois Prenas“ sind übrigens nur eine von über 270 Brotarten, die es auf Sardinien gibt. Wer beim Namen Jerzu unweigerlich an Wein denkt, liegt richtig.

In dem terrassenförmig angelegten Ort wird der vollmundige Rotwein „Cannonau di Jerzu“ hergestellt. Schon bei der Auffahrt fallen die kleinen Felder mit den vielen Reben auf.

Auffallend sind in der Region Ogliastra aber auch die Felszacken, die überall auf den Hügeln aus dem Wald herausragen oder den Gipfel eines Berges schmücken. In ihrer Struktur erinnern sie alle ein bisschen an die Sandsteintafelberge aus dem Monument Valley.

Einer sticht dabei besonders heraus: die „Perda Lia­na“. Der 1293 Meter hohe Berg ist eines der bekanntesten Naturdenkmäler Sardiniens. Wie ein Leuchtturm den Seeleuten, weist die Perda Liana den Outdoor-Sportlern im östlichen Ausläufer des Gennargentu-Gebirges den Weg.

Von der Nuraghe Serbissi, die selbst auf einem 1000 Meter hohen Aussichtshügel thront, sieht man den an einen Western erinnernden 100 Meter hohen und 50 Meter breiten Felsturm besonders gut.

Apropos Western: Auch eine Geisterstadt gibt es in der Region Ogliastra. Rennradfahrer lernen sie auf der Cannonau-Tour kennen. Das Dörfchen Gairo wurde 1952 teilweise vom Berg geschwemmt und etwas oberhalb neu aufgebaut. Die übrig gebliebenen Häuser bilden Gairo Vecchio, sind teilweise zerfallen und von Pflanzen überwuchert.

Das Pendant zur Perda Liana ganz ohne Westernflair ist die „Aguglia“, eine 140 Meter hohe Felsnadel die über der Cala Goloritzé in den Himmel spitzt. Sie ist das Kletterwahrzeichen Sardiniens und ihr Fuß auch per pedes gut erreichbar.

Rennradfahren auf Sardinien - die schönsten Impressionen

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Tour 1: Cala Goloritzé (Wander-Tour)

305 Hm, 4 km, 3–4 Std., leicht bis mittelschwer

Auf dieser Tour lernen Wanderer nicht nur das steinreiche Sardinien kennen, sondern mit der Cala Goloritzé auch eine der schönsten Buchten der Insel.

Anspruch: konditionell leichte bis mittelschwere, technisch mittelschwere Tour, bei der Trittsicherheit vorteilhaft ist.

Charakter: Anders als bei Gipfeltouren geht es auf einem ­abwechslungsreichen Weg durch Wald erst hinunter zur Bucht und anschließend wieder hinauf.

Start-/Zielpunkt: bewachter Parkplatz für Wanderer an der Bar „Su Porteddu“ bei der Ortschaft Baunèi (480 m).

Karte: IGM-Karte Blatt 517, „Baunèi“, 1:50 000.

Route: Am Parkplatz folgt man rechts dem Weg hinter der Schranke hinauf zur Hochebene Serra Salinas. Anschließend geht es teilweise durch Wald bergab. Man passiert in Fels gehauene Schafställe, Steinmäuerchen, kommt an imposanten Felswänden vorbei und schreitet durch ein Felsentor. Über steile Stufen unterhalb der „Aguglia“, dem Kletterwahrzeichen Sardiniens, steigt man schließlich zur Bucht von Goloritzé ab.

Tour 2: Nuraghen-Tour (MTB-Tour)

1117 Hm, 26,2 km, 3–4 Std., mittel

Diese Waldrunde verbindet kleine Bergdörfer, die sich wie Schwalbennester an die Hänge der Gennargentu-Ausläufer schmiegen, mit der Nuraghe Serbissi.

Anspruch: technisch leichte, konditionell mittelschwere Tour.

Charakter: dank Waldanteil und Höhenlage erfrischende Runde, die auch bei Hitze gefahren werden kann.

Start-/Zielpunkt: Ulassai (775 m).

Karte: IGM-Karte, Blatt 541 „Jerzu“, 1:50 000.

Route: Zuerst folgt man den Schildern zur Grotte Su Marmuri. Danach geht es bald bergab zu einer Wegaufteilung. Auf der mittleren Straße kommt man an eine Kreuzung und fährt zur Nuraghe Serbissi. Zuerst auf Schotter, dann Asphalt gelangt man über die Scala di San Giorgio nach Ósini und Ulassai.

Tour 3: Cannonau-Tour (Rennrad-Tour)

970 Hm, 60 km, mittel

Der Cannonau-Wein aus der Region Jerzu überzeugt durch sein vollmundiges Bouquet, diese Rennradtour durch eindrucksvolle Panoramen.

Anspruch: mittelschwere Tour auf gutem Asphalt.

Charakter: Steigungen bis 1000 m Höhe und milde Gefälle lassen auf dieser Runde jedes Biker-Herz höher schlagen.

Start-/Zielpunkt: Bari Sardo (6 m).

Karte: Straßenkarte Sardinien 1:200 000.

Route: Die Tour führt mit zahlreichen Steigungen über die Bergdörfer Cardedu, Jerzu, Ulassai, Ósini, Gairo, den Passo Sarceri sowie Lanusei und Loceri zurück nach Bari Sardo.

Region Nuorese: Der Schrein der Zeit und der Geschichte

Der Name ist Programm: Schmal und weiß wie eine Mondsichel kurz vor Neumond schmiegt sich der helle Sandstrand der Cala Luna an die Ostküste sechs Kilometer südlich des Ferienorts Cala Gonone.

Von dem früheren Fischerdorf führt ein Pfad durch Wacholderwälder und Macchiabüsche in diese „Mondbucht“, die mit zu den schönsten Flecken im ganzen Mittelmeerraum zählt.

In die Felswände neben dem Sandstrand hat das Wasser über Tausende von Jahren tiefe Grotten gefressen und so ein beliebtes Klettergebiet geschaffen.

Aber nicht erst seit Wanderer, Kletterer und Badende die Bucht für sich entdeckt haben, ist Cala Gonone bekannt. Es heißt, dass in der Antike die Heimkehrer aus dem Trojanischen Krieg in der „Cala Ilùne“ angelegt haben sollen.

Dabei hätte es gar nicht weit weg, nördlich von Orosei, eine mindestens genauso schöne Anlegestelle gegeben. Fünf liebliche Buchten mit feinem, silbrigweißem Sandstrand, kleinen Meerwasserseen und terracottafarbenen Hügeln dahinter reihen sich hier wie Tautropfen an einem Grashalm aneinander.

Ein weitverzweigtes Wegenetz führt durch lichten Wald aus Eukalyptusbäumen, hüfthohen Lilien, Mimosenbüschen, Zistrosen und Schopflavendel von Wasseroase zu Wasseroase und von Strand zu Strand.

Im Frühling, wenn der Wind vom Meer den Duft der blühenden Sträucher um die Nasen von Mountainbikern und Wanderern bläst, ist es hier besonders schön. Aber auch Sommer und Herbst haben ihre Reize.

Dann können die Besucher des Naturschutzgebiets ihre Badesachen auspacken und im glasklaren Meer schwimmen. Oder einfach nur am Strand liegen, den Sand durch die Finger rieseln lassen und an einem „Pane Carasau“ knabbern.

Dieses knusprige, für Sardinien typische Fladenbrot wird in der Region Nuo­rese besonders dünn hergestellt und eignet sich nicht nur als Beilage zu Antipasti, sondern auch als Chips-Alternative für zwischendurch.

Im nahen Städtchen Orosei, mit einem pisanischen Turm aus dem 13. Jahrhundert, gibt es mit das beste Pane Carasau der Region. Zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert wurde die emsige Hafenstadt immer wieder von Seeräubern überfallen.

Die abgeschiedene Berggemeinde Orgosolo wirkt dagegen fast ein bisschen verschlafen, empfängt aber Besucher mit der bekannten sardischen Gastfreundschaft.

Vermutlich würde sich nur wenige Besucher hierher verirren, wären da nicht die Murales – 120 Wandmalereien, die seit den 1960er Jahren vom Widerstand gegen Politik, Obrigkeit und gesellschaftliche Zwänge künden – unbedingt anschauen!

Rennradfahren auf Sardinien - die schönsten Impressionen

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Tour 4: Cala Luna (Wander-Tour)

345 Hm, 5,6 km, 2 Std., mittelschwer

Schluchten, Steilküste, Grotten und Wacholderwald: Auf der Stichtour von Cala Gonone zur Cala Luna wird Wanderern bestimmt nie langweilig.

Anspruch: technisch und konditionell mittelschwere Stichtour.

Charakter: abwechslungsreiche Wanderung über dem Meer zu einer der schönsten Mittelmeerbuchten, der Cala Luna.

Start-/Zielpunkt: Cala Gonone (5 m), Parken am Ende der Asphaltstraße Richtung Cala Fuili.

Karten: IGM 500 „Núoro Est“, IGM 517 „Baunéi“, 1:50 000.

Route: Zuerst führt der Weg hinab zur Cala Fuili und auf der anderen Seite wieder bergauf. Man hält sich Richtung Bue Martino und beim Abzweig dorthin rechts. Der Pfad zieht oberhalb der Küste entlang, führt durch Taleinschnitte und schließlich nach Cala Luna. Wer möchte, fährt mit dem Shuttleboot, das mehrmals täglich verkehrt, zurück nach Cala Gonone.

Tour 5: Ins Schutzgebiet Bidd‘e Rosa (MTB-Tour)

456 Hm, 26,4 km, 2–3 Std., leicht

Im Schutzgebiet von Bidd‘e Rosa gibt es fünf Buchten mit feinen Sandstränden und ausgedehnte Pinien-, ­Eukalyptus- und Wacholderwälder – ein ideales Revier für Mountainbiker, die es soft mögen.

Anspruch: technisch und konditionell leicht.

Charakter: aussichtsreiche Stichtour mit nur einem Anstieg.

Start-/Zielpunkt: Cala Ginepro (3 m).

Karte: IGM-Karte Blätter 482 „Bitti“ und 500 „Núoro Est“,
jeweils 1:50 000.

Route: In Cala Ginepro fährt man ca. 800 m auf der SS 125 und zweigt dann in den Park Bidd‘e Rosa ab. Nach ca. 6 km Schotterweg folgt der einzige Anstieg. Nach weiteren 6 km gelangt man zum Strand von Berchidda. Zurück geht es auf derselben Route oder auf einer der vielen Wegvarianten.

Tour 6: Vom Meer ins Gebirge (Rennrad-Tour)

1600 Hm, 92,4 km, mittelschwer

In manchen Bergdörfern Sardiniens findet man Wandmalereien, die von Widerstand gegen Faschismus, Kapitalismus und Krieg künden. Orgosolo ist eins davon.

Anspruch: mittelschwere Gebirgsrundtour.

Charakter: Auf dieser abwechslungsreichen Runde lernen Roadbiker einen der wildesten Teile Sardiniens kennen.

Start-/Zielpunkt: Cala Gonone (10 m).

Karte: IGM-Karte Blatt 500 „Núoro Est“, 1:50 000.

Route: Auf der alten Straße fährt man nach Dorgali und auf der SS 125 Richtung Núoro. Nach 2 km biegt man links auf die SP 38 Richtung Oliena/Orgosolo ab. Vor Oliena hält man sich rechts und fährt nach Orgosolo. Über Oliena und Dorgali geht es zurück nach Cala Gonone.

Der Südosten: Die Häfen der Shardana

Die Tatsache, dass im Südosten an der Costa Rei mit knapp zehn Kilometern Länge einer der längsten Sandstrände Sardiniens zu finden ist, sagt alles: Hier sind Küstentouren ohne viel Höhenmeter, dafür mit beliebig vielen Kilometern angesagt.

Aber es geht auch anders. Das beweisen die „Sette Fratelli: bis zu 1016 Meter hohe Granitberge im Hinterland, die mit rund erodierten Felsen, mediterranem Buschwald, Korkeichen, Erdbeerbäumen und vielen Wasserfällen zu ausgedehnten Rundtouren einladen.

Auch den Shardana, dem geheimnisvollen Meeresvolk, muss die Küstenregion gefallen haben. Es soll während der Bronzezeit Sardinien von Süden her bevölkert haben.

Rennradfahren auf Sardinien - die schönsten Impressionen

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Tour 7: Sette Fratelli (Wander-Tour)

856 Hm, 16 km, 4–6 Std., mittel

Diese technisch leichte Wanderung beweist, dass es auch in den Granitbergen der “Sette Fratelli„ ausgedehnte Genießertouren gibt.

Anspruch: konditionell mittelschwer.

Charakter: abwechslungsreiche Rundtour.

Start-/Zielpunkt: Parkplatz bei der Kaserne der “Ente Foreste Foresta Demaniale dei Settefratelli”, am Bergpass Arcu e Tidu (445 m).

Karte: IGM-Karte Blatt 558 „Burcéi“, 1:50 000.

Route: An der Kaserne geht es in den Wald und nach ca. 1,6 km hinter der grünen Schranke bergauf. Nach 6 km erreicht man den mit 890 Metern höchsten Punkt. Man folgt dem Weg nach Gutturu su Diani und biegt links ab. Nach ca. 1,5 km geht es links Richtung Arcu Crabiolu und zum Parkplatz.

Tour 8: Zum Monte Arbu (MTB-Tour)

1191 Hm, 34 km, 3 Std., mittel

Auf dieser Rundtour kurbeln Mountainbiker vom Meer direkt zum 811 Meter hohen Monte Arbu im Hinterland.

Anspruch: technisch leichte, konditionell mittelschwere Runde auf guten Schotterstraßen.

Charakter: herrliche Panoramarunde.

Start-/Zielpunkt: Gereméas, Localitá Kal‘e Moru, östlich von Cagliari, Parkplatz an der Bar (15 m).

Karte: siehe Tour 7.

Route: Von der Bar fährt man ca. 300 Meter bergab, anschließend ca. 3 km flach und dann bergauf mit einem Gefälle bis 19 Prozent. Nach 11 km geht es bergab, man hält sich rechts und überquert die Hochebene Monte Pauli. An der Nuraghe Mont‘ Arbu vorbei und später bergab geht es zum Parkplatz.

Tour 9: Küstenpanorama-Tour (Rennrad-Tour)

834 Hm, 50,4 km, 2–3 Std., leicht

Die Aussicht auf die Fels- und Sandbuchten der Costa Rei und das türkisblaue Meer verwandeln die Rennradtour in ein Sightseeing.

Anspruch: konditionell leichte Rundtour in sanftem Auf und Ab an der Südostküste Sardiniens.

Charakter: abwechslungsreich in jeder Hinsicht.

Start-/Zielpunkt: Villasimius (41 m).

Karte: siehe Tour 7.

Route: Von Villasimius hält man sich Richtung Simius (Strand) und biegt kurz vor dem Strand links ab Richtung Muravera/Costa Rei. Man fährt nach Cala Sinzias und weiter auf der Provinzstraße SP 18. An der Kreuzung geht es Richtung Muravera und dann auf der SP 20 nach Castiadas. Durch die Felsen der Region Sarrabus fährt man zurück nach Villasimius.

Der Südowesten: Die Ufer der Phönizier

Zwischen 900 und 700 vor Christus gründeten die Phönizier im Südwesten Sardiniens ihre ersten Städte und Stadtstaaten. Später kamen die Punier, dann ließen sich die Römer nieder.

Wandert und radelt man heute durch die Hügel-, Wald- und Küstenlandschaft der Sulcis-Region, trifft man immer wieder auf ihre Relikte. Das Amphitheater in Pula ist so ein Beispiel oder die nahe gelegene Römerstraße.

An der felsigen Westküste können Wanderer aufgelassene Minen und Eisenbahnlinien erkunden, während sich Rennradfahrer lieber auf den gebirgigen Asphaltstraßen austoben werden.

Ein heißer Tipp für alle Outdoor-Sportler ist auch der südlichste Punkt Sardiniens.

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Tour 10: Die Galleria Henry (Wander-Tour)

245 Hm, 10 km, 4 Std., leicht

Diese Rundwanderung verläuft mitten in ­einem ehemaligen Bergbaugebiet und verbindet Industrieflair mit heller Küstenlandschaft.

Anspruch: konditionell und technisch leicht.

Charakter: geschichtsträchtige Rundwanderung.

Start-/Zielpunkt: Galleria Henry an der alten Straße zwischen Buggerru und Pranu Sartu (100 m).

Karte: IGM-Karte Blatt 555, „Iglesias“, 1:50 000.

Route: Zuerst folgt man dem Schild Cala Domes­tica. Über einen aussichtsreichen Pfad auf einer Hochebene erreicht man schließlich diese bekannte Bucht. Durch eine Felsöffnung kommt man zur Cala Grande und wandert an den Resten einer ehemaligen Eisenbahnlinie entlang Richtung Punta Sa Grutta-Genna Arenas. Von dort geht‘s nach Buggerru.

Tour 11: Römische Straße (MTB-Tour)

1197 Hm, 41,5 km, 3–4 Std., mittel

Auf der Römerstraße und in Pula mit seinem Amphitheater treffen Mountainbiker auf einen Teil sardisch-römischer Vergangenheit.

Anspruch: technisch und konditionell mittelschwer.

Charakter: Panoramatour mit Singletrail-Einlagen.

Start-/Zielpunkt: Pula (16 m).

Karte: IGM-Karte Blatt 573 „Teulada“, 1:50 000.

Route: An der Kreuzung SS 195/Golfplatz Is Molas fährt man zum Technologiepark. In Kehren geht‘s bergauf nach Piscina Manna und weiter zum ca. 2 km langen Singletrail. Es folgen schroffe Steigungen und ein weiterer Singletrail. Auf Asphalt fährt man nach Chia und über die kleine Brücke vor der Bar auf der Römerstraße nach Pinus Village. Von hier folgt man etwa 9 km der SS 195 zurück nach Pula.

Tour 12: Tour der Bergwerke (Rennrad-Tour)

1864 Hm, 72,5 km, 3–4 Std., mittel

Nach der Auffahrt nach Iglesias hat man sich den Cappuccino in der schönen Altstadt wohlverdient: die lange Abfahrt ans Meer auch.

Anspruch: konditionell mittelschwere bis schwere, technisch mittelschwere Runde.

Charakter: kurzweilige Runde für Kletterexperten.

Start-/Zielpunkt: Buggerru (66 m).

Karte: siehe Tour 10.

Route: Von Buggerru fährt man nach Fluminimaggiore. Jetzt kommt die längste Steigung der gesamten Tour: 15 km und bis zu 16 % Gefälle. Im Bergdorf Sant‘ Angelo geht es bergab bis nach Iglesias und 25 km weiter bergab bis Gonnesa auf Meeresspiegelhöhe. Mit schönem Ausblick auf die Küste von Masua fährt man bergauf und zurück nach Buggerru.

Westliches Zentrum: Im Land des Obsidians

Überall trifft man im Westlichen Zentrum auf sie, egal ob per pedes, auf dem Mountain- oder Roadbike. Verlassene Bergwerksdörfer, Minen und Gerätschaften – stumme Zeugen der Geschichte Sardiniens.

Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurden Silber, Zink und Blei abgebaut. Wären da nicht die sanften Macchiahügel, Steineichenwälder und immer wieder das Meer am Horizont, hätte so mancher Fleck fast etwas Gespenstisches. Der Fantasie sind jedenfalls keine Grenzen gesetzt.

Gleiches gilt für die Tourenmöglichkeiten im 70 Quadratkilometer großen Naturreservat „Monte Arci“, an der einsamen „Costa Verde“ und auf der fruchtbaren Campidano-Ebene.

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Tour 13: Wasserfall-Tour (Wander-Tour)

285 Hm, 3 km, 1–2 Std., leicht

Auf dieser Spaziertour kommen Wanderer nicht ins Schwitzen: dem erfrischenden Rio Cannisoni und der Piscina Irgas sei Dank.

Anspruch: technisch und konditionell sehr leicht.

Charakter: hübsche Stichtour zu einem Wasserfall.

Start-/Zielpunkt: Villacidro (456 m), Försterei­kaserne Monti Mannu.

Karte: IGM-Karte 546 „Gùspini“, 1:50 000.

Route: Von der Kaserne folgt man dem Schotterweg neben dem Fluss Cannisoni und überquert ihn später auf einer Eisenbrücke. Der Weg steigt entlang der rechten Uferseite zum Wasserfall Piscina Irgas auf. Auf einem steilen Pfad bergab erreicht man den Bach D‘Oridda, wo auch der Wasserfall einmündet. Zurück geht es auf der schon bekannten Strecke.

Tour 14: Punta San Michele (MTB-Tour)

1234 Hm, 32,6 km, 4–5 Std., mittel

Vor 12 Jahren fuhren hier noch Autos durch. Jetzt gehört die Grotta di San Giovanni den Fußgängern, Fledermäusen – und Bikern.

Anspruch: technisch und konditionell mittelschwere Tour mit kurzen Schiebestrecken im Steileren.

Charakter: schöne Stichtour durch Steineichenwald.

Start-/Zielpunkt: Grotta di San Giovanni bei Domus Novus (166 m).

Karte: IGM-Karte Blatt 555 „Iglesias“, 1:50 000.

Route: Zuerst geht es auf Asphalt 850 Meter durch die Grotte und bei der folgenden Kreuzung links auf die Schotterstraße Richtung Giardino Montano Linasia. Bei der nächsten Kreuzung biegt man rechts ab und fährt teilweise recht steil an Mamenga und Marganai vorbei bis zur Punta San Michele (906 m).

Tour 15: Bergwerke und Meer (Rennrad-Tour)

1094 Hm, 64,6 km, 3 Std., mittel

So vielfältig wie Sardinien ist auch diese Rundtour: Bergwerksruinen, Macchiahügel, Meer und Flamingos geben Abwechslung.

Anspruch: mittelschwere Runde mit einer langen Steigung, die die Kondition ganz schön fordert.

Charakter: Sightseeingtour durch ehemalige Bergwerksdörfer ans Meer und zu zwei Flamingoteichen.

Start-/Zielpunkt: Gùspini (115 m).

Karte: IGM-Karte Blatt 538 „Terralba“, und Blatt 546 „Gùspini“, jeweils 1:50 000.

Route: Die erste steile Steigung dieser Runde und eine Bergabfahrt führen nach Montevecchio. Im Auf und Ab geht es zwischen den Weiden des Monte Arcuentu zur Küste, Richtung Oristano nach Sant‘ António di Santadi und zurück nach Gùspini.

Östliches Zentrum: Das Tal der Nuraghen

Mehr als 3000 Nura­ghen gibt es auf Sardinien. Insgesamt sollen sogar über 7000 dieser klotzigen Steintürme von 1800 bis 500 vor Christus von der Kultur der Nuragher errichtet worden sein, zum Teil als ganze Komplexe.

Die mit 3000 Quadratmeter größte Anlage ist die Nuraghe Arrúbiu bei Orroli. Zwischen dem Flumendosa-Stausee, dem Lago Mulargia, den Flüssen südlich davon und auf der Basalthochebene „Giara die Ges­turi“ finden Outdoor-Sportler ein großes Betätigungsfeld.

Wie wäre es zum Beispiel mit einer Road­bike-Runde auf einsamen Gebirgsstraßen zum Höhenmetersammeln? Oder einer botanischen Wanderung auf der „Giara di Gesturi“?

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Tour 16: Xorreddus–Armungia (Wander-Tour)

765 Hm, 16,3 km, 5–6 Std., mittel

Das Karrenweg- und Maultierpfad-Netz am Flumendosa-Fluss bietet schöne Wanderwege.

Anspruch: technisch und konditionell mittelschwer.

Charakter: lange Rundtour mit herrlicher Aussicht.

Start-/Zielpunkt: Xorreddus (195 m)/Armungia.

Karte: IGM-Karte 549 „Muravera“, 1:50 000.

Route: Auf einem Karrenweg geht es zur Kreuzung, wo man sich ca. 300 m lang südlich hält. Jetzt nimmt man den Pfad, der den Bach Ghirrau quert. Es geht zur Hochebene Pran‘e Lettus und zum Flussbett des Baccu Gosporo. Man steigt südwestlich Richtung S‘Ingurtosu auf, dann südöstlich bis Sa Mola. Es geht zum Flumendosa-Fluss und später links zur Brücke. Man kommt zur Straße San Vito–Ballao und folgt nach 400 m dem Pfad nach Armungia.

Tour 17: Genn‘e Bentu (MTB-Tour)

1724 Hm, 54,3 km, 4–5 Std., schwer

Mit seinen Hügeln und Bergen ringsum ist Villasalto ein Top-Bike-Revier. Im Oktober findet hier immer ein Mountainbike-Rennen statt.

Anspruch: technisch mittel, konditionell schwer.

Charakter: landschaftlich abwechslungsreiche Runde, die auch als Wettkampfrunde gefahren wird.

Start-/Zielpunkt: Villasalto (502 m).

Karte: IGM-Karte Blatt 548 „Senorbi“, 1:50 000.

Route: Zuerst fährt man ins verlassene Bergwerk Su Suergiu. Nach 2 km Anstieg geht es dann auf einer Schotterstraße 14 km lang bergab ins Tal des Rio Flumendosa. Man folgt weiter der Schotterstraße, bis man nach etwa 12 km auf die Auffahrt nach Bruncu Ghiani Mannu trifft. Jetzt geht es etwa 15 km lang bergauf und auf der Hochebene zurück nach Villasalto.

Tour 18: Doppelt ist besser (Rennrad-Tour)

2294 Hm, 96,5 km, 5–6 Std., schwer

Zwei Runden, zusammenhängend wie eine Acht, ergeben eine große Tour, bei der Steigungsliebhaber voll auf ihre Kosten kommen.

Anspruch: schwere Tour mit leichter Abkürzung.

Charakter: Konditionsrunde, die durch einen der wildesten und schönsten Teile Sardiniens führt.

Start-/Zielpunkt: Dolianova (212 m) bei Cagliari.

Karte: IGM-Karte der Touren 16 und 17.

Route: Zuerst durchquert man den Ort, folgt den Schildern Fonti und gelangt auf der südlichen Route nach San Nicoló Gerrei. Wer eine kleine Runde fahren möchte, fährt über Sant‘Andrea Frius zurück. Alle anderen kurbeln über Villasalto mit einer Steigung von 10 Prozent auf 5 km Länge nach Ballao und dann über Sant‘Andrea Frius zurück nach Dolianova.

Alle wichtigen Infos zu Sardinien

Es führen zwar nicht alle Wege nach Sardinien, aber es gibt viele Möglichkeiten, die Insel zu erreichen.

Lage und Anreise

Mit 24 090 Quadratkilometern ist Sardinien nach Sizilien die zweitgrößte Insel des Mittelmeers. Der nördlichste Zipfel des Eilands liegt auf der Höhe zwischen Rom und Neapel.

Vom italienischen Festland ist die autonome Region 202 Kilometer entfernt. Im Norden grenzt in zwölf Kilometer Entfernung die Insel Korsika an, vom südwestlichsten Zipfel, dem Capo Teulada, sind es 184 Kilometer Luftlinie bis nach Tunesien.

Anreise mit dem Auto: über Stuttgart, Singen, Zürich, Mailand oder über München, Innsbruck, Trento Brescia/Verona nach Genua oder Livorno. Von hier per Fähre nach Olbia (9–10 Stunden) oder Cagliari (19–20 Stunden).

Mit der Bahn und per Flugzeug: Mit dem Zug nach Genua oder Livorno und weiter mit der Fähre wie oben beschrieben. Viele Airlines haben von April bis Oktober von allen größeren deutschen Flughäfen zum Teil günstige Direktflüge nach Cagliari und Olbia im Programm.

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Der Süden und das Zentrum Sardiniens bestechen durch eine einzigartige Landschaftsvielfalt. Am Meer gibt es lange Sandstrände, einsame Buchten, Grotten, Felsnadeln und -wände.

Direkt dahinter locken liebliche Hügel, über und über mit Mittelmeermacchia bewachsen, gefolgt von Wacholderbüschen, Erdbeerbäumen und Wäldern mit knorrigen Stein- und Korkeichen. Im Hinterland erwarten den Outdoor-Sportler Seen, Wasserfälle und mit dem Gennargentu-Gebirge, dem höchsten Massiv Sardiniens, Berge mit über 1800 m Höhe.

Klima und beste Reisezeit

Sardinien hat ein mediterranes Klima mit mildem Winter, warmem Frühling und Herbst und heißem Sommer. Für Outdoor-Aktivitäten eignen sich besonders der Frühling und auch der Herbst. Zahlreiche Touren können auch im Winter unternommen werden. Für Rennradfahrer ist Sardinien ein ideales Trainingsrevier.

Karten

Die besten sind die amtlichen topografischen Karten des Istituto Geografico Militare, IGM, im Maßstab 1:25 000 und 1:50 000. Zur allgemeinen Orientierung ist die Straßenkarte des Istituto Geografico De Agostini »Carta Stradale Sardegna« 1:200 000 sehr empfehlenswert.

Infos und Guides

Sun Events s.r.l.
(deutschsprachig)
,
Grünes Eventmanagement,
Tel. 00 39/0 70/9 17 76 83,
E-Mail: outdoor@sunevents.it
www.suneventsoutdoor.com

Sardinien Tourismus
www.sardegnaturismo.it

Tourenvorschläge – alle hier vorgestellten Touren wurden von Sardinia Cycling, Partner von Sun Events, ausgearbeitet.
www.sardiniacycling.com

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