RB 0816 Reise Dolomiten Südtirol Bozen Reiterjoch Christian Lampe

Pässe fahren rund um Bozen: Aufs Reiterjoch

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Länge 104,20 km
Dauer 7:49 Std
Schwierigkeitsgrad Schwer
Höhenunterschied 3677 Meter
Höhenmeter absteigend 3700 Meter
Tiefster Punkt 306 m ü. M.
Höchster Punkt m ü. M.

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Die Tour übers Reiterjoch ist steil. Aber das Panorama von Latemar und Rosengarten entschädigt für alle Anstrengungen.

Ich geb’s zu! Als ich im Sommer vor zwei Jahren mit meinem Kollegen Alexander Walz aufs Reiterjoch fuhr, musste ich eine Pinkelpause vortäuschen. Die Auffahrt von Stava nach Pampeago ist einfach absurd steil – hier macht man auf 4 Kilometer mehr als 500 Höhenmeter. Die Straße zieht sich schnurstracks nach oben, und das ist wirklich ekelhaft. Was nach dem Ski-Retortenort aber kommt, ist schlichtweg atemberaubend. Unter dem grandiosen Massiv des Latemar zieht sich ein schmales Asphaltsträßchen aufs Reiterjoch. Immer noch steil, aber nicht mehr so absurd. Und wunderschön – ohne jeglichen motorisierten Verkehr. Los geht die Tour in Kardaun, wo sich ein quasi verkehrsfreise Sträßchen (um zwei lange Tunnels zu umfahren) erst über Serpentinen, später schön im Wald nach oben schraubt. In Gummer geht’s wieder bergab auf die Eggentaler Straße bis zur ersten Passhöhe, auf dem Passo di Lavazé. Auf der Abfahrt ins Val di Fiemme dann links ab über den Passo di Pramadiccio (von dieser Seite nur ein Klacks) nach Stava. Stava wurde 1985 durch einen Dammbruch massiv zerstört, 268 Menschen starben. Im Ort zeugt ein sehenswertes Dokumentationszentrum von dem verheerenden Unglück. Ein Stopp dort lohnt sich, auch um die Beine vor dem kommenden schweißtreibenden Steilstück zu lockern. Oben auf dem Reiterjoch gehört ein Selfie vor dem überdimensionierten rosa Fahrrad, das dort als Reminiszenz an den Giro d’Italia steht, zum Pflichtprogramm. Über Obereggen und Eggen geht es dann wieder runter nach Birchabruck, wo der Anstieg vorbei am wunderschönen Karersee in Richtung Karerpass beginnt. Kurz vor der Passhöhe geht’s links ab Richtung Nigerpass. Die Straße führt hier fast eben immer vor dem Massiv des Rosengartens entlang bis zum Pass. Dort beginnt die rauschende Abfahrt nach Blumau. Entweder gemütlich über die neue Straße oder spektakulär steil über die alte Tierser Straße. In Blumau führt dann der Radweg gemütlich an der Eisack entlang – zum Ausgangspunkt der Tour Richtung Kardaun. Der Gasthof Post liegt im Zielort direkt am Radweg. Dort wartet der verdiente Lohn für diese harte Tour in der wärmende Sonne des Eisacktals.

Route: Bozen -> Kardaun -> Karneid -> Gummer -> Birchabruck -> Passo di Lavazé -> Passo die Pramadiccio -> Stava -> Pampeago -> Reiterjoch -> Obereggen -> Eggen -> Birchabruck -> Welschnofen -> Nigerpass -> St. Zyprian -> Tiers -> Blumau -> Kardaun

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