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Coronavirus hat Auswirkungen auf Profi-Radsport

Paris-Roubaix, Flandernrundfahrt, Giro d'Italia: Rennen in Italien und Belgien wegen Corona abgesagt

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus werden immer mehr Radrennen abgesagt. Nach den italienischen Rennradklassiker Tirreno-Adriatico, Mailand-Sanremo und Strade Binache wurden nun auch vier belgische Rennen abgesagt. Auch der Giro d'Italia 2020 ist betroffen.

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Stand: 18.02.2020, 11:00

Kein Paris-Roubaix und Flandernrundfahrt im April

Wie der französische Rennveranstalter ASO am 17.03. mitteilte wird der berühmte Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix nicht am am 12.04.2020 stattfinden. Auch die Rennen Fleche Wallone (22.04.) und Lüttich-Bastogne-Lüttich (26.04.) wurden abgesagt. Man sei bemüht für alle drei Rennen Ausweichtermine später im Jahr zu finden. Das von der ASO organisierte Rennen Eschborn-Frankfurt am 1. Mai findet genauso nicht statt.

Die Flandernrundfahrt, die am 05.04. stattfinden sollte, wurde vom Veranstalter Flanders Classics abgesagt. Aber auch hier sei man auf der Suche nach einem neuen Termin in diesem Jahr, so der Veranstalter. Von der Absage betroffen sind auch der Scheldeprijs und De Brabantse Pijl (Pfeil von Brabant).

Die belgischen Frühjahrsklassiker E3 BinckBank Classic, Gent-Wevelgem, Nokere Koerse und Dwars door Vlaanderen waren schon 14.03. abgesagt worden. Das teilte der flämische Sportminister auf seiner Website mit. Zuerst galt die Absage nur für alle Rennen im März, wurde am 13.03. aber bis zum 03.04. verlängert. Die Flandern-Rundfahrt wurde nach heutigem Stand noch nicht abgesagt, man beobachte aber die Entwicklungen und werde entsprechend reagieren.

Auch die ASO, Veranstalter der Tour de France und anderer Rennen, zieht Konsequenzen aus der Corona-Krise. Das Rennen Paris-Nizza wurde am 13.03. um eine Etappe Verkürzt und endet nach der 7. Etappe am 14.04. in Valdeblore la Colmiane. Vor dem Start der 6. Etappe war das Team Bahrain-McLaren schon vom Rennen abgereist.

Start des Giro d'Italia auch betroffen

Am Freitag, den 13.03., verkündete der ungarische Politiker Máriusz Révész auf Facebook, dass der Start des Giro d'Italia 2020 im Mai wegen des Ausnahmezustands in Ungarn nicht stattfinden könne. Geplant waren drei Etappen des Giro in Ungarn am 9., 10. und 11. Mai, ein Einzelzeitfahren in Budapest und eine 193-km-Etappe von Budapest nach Györ und eine 197-km-Etappe von Szekesfehervar nach Nagykanizsa.

Mittlerweile hat sich Giro-Veranstalter RCS auch auf Facebook geäußert. Man werde den Start des Giro d'Italia verschieben, um die Etappen in Ungarn möglich zu machen. Das neue Start-Datum des Giro d'Italia 2020 werde allerdings "frühestens am 03.04.2020" bekannt gegeben.

Italienische Radklassiker abgesagt

Auch die Rennradklassiker Tirreno-Adriatico, Mailand-Sanremo und Strade Binache in Italien wurden vom Veranstalter RCS abgesagt. Der belgischen Zeitung Het Nieuwsblad zufolge hatten 13 Teamärzte der Profi-Teams in einem offenen Brief darum gebeten, die anstehenden Rennen in Italien abzusagen. Der Veranstalter der Strade Bianche RCS hatte zuerst das Profi-Rennen und auch das Jedermann-Rennen Gran Fondo Strade Bianche abgesagt. Jetzt sind auch die Klassiker Tierreno Adriatico und Mailand-Sanremo gestrichen. Für die Strade Binache sucht der Veranstalter schon nach einem Nachholtermin.

Einige Teams hatten schon vor der Streichung der Rennen ihren Start abgesagt. Die Mannschaft EF Education First Pro Cycling hat bei der UCI darum gebeten, bei den anstehehenden Rennen nicht starten zu müssen. Das niederländische Team Jumbo-Visma verkündete via Social Media nicht bei der Strade-Bianche 2020 fahren zu wollen und das australische Team Mitchelton-Scott geht drastischere Wege und ließ verkünden, in den bis Ende März kein Rennen zu bestreiten.

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Mehr Starts bei Paris-Nizza

Wegen der Absage der italienischen Radklassiker hat sich auch die Aufstellung einiger Teams für das Etappenrennen Paris-Nizza vom 8. bis 15.3.2020 geändert. So startet Peter Sagan vom Team bora-hansgrohe nun doch bei Paris-Nizza, er wäre eigentlich bei der Strade Bianche an den Start gegangen.

Außerdem hat der Veranstalter von Paris-Nizza noch zwei Teams nachnominiert. Die beiden Teams B&B Hotels Vital Concept und Circus-Wanty Gobert sind nun auch dabei. Und statt mit sieben Fahrern können alle Teams mit acht Fahrern an den Start gehen.

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Corona-Ausbruch bei UAE-Tour

Mittlerweile hat die UCI sechs weitere Corona-Infektionen im Zusammenhang mit der UAE-Tour bekanntgegeben. Welche Sportler betroffen sind, ist nur teilweise bekannt. Dmitry Strakhov (Gazprom – RusVelo) und Fernando Gaviria (UAE Team Emirates) wurden positiv getestet, Gavaria befindet sich auch noch im Krankenhaus (Stand 12.3.2020).

Das Etappen-Rennen in den Vereinigten-Arabischen-Emiraten musste aufgrund zweier infizierter Mitarbeiter kurz vor dem Ende der Tour abgebrochen werden. Das hat das Komitee der Rennserie bekanntgegeben.

Laut offizieller Stellungnahme des UAE-Tour-Komitees zu dem Abbruch waren zwei italienische Mitglieder eines Teams postiv auf das neuartige Corona-Virus getestet worden. Deshalb fanden die 6. und 7. Etappe nicht mehr statt. Alle Teams wurden kurzzeitig von der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate unter Quarantäne gestellt und mussten bis auf Weiteres in ihren Hotels bleiben.

Das Gesundheitsministerium der Emirate hatte bekanntgegeben, dass alle Teilnehmer der Tour am Persischen Golf im Hotel nach und nach auf das COVID-19 getestet würden. Davon waren auch zwei deutsche Profis vom Team Bora Hansgrohe betroffen. Emanuel Buchmann und Pascal Ackermann, der Sieger der ersten Etappe, saßen in ihrem Hotel fest.

Wir haben dazu in einer Sonderepisode unseres Podcasts mit Jan-Niklas Droste gesprochen, dem Teamarzt von Bora Hansgrohe:

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