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Mike Kluge im RB-Interview

5 Minuten mit Mike Kluge

Mike Kluge gilt bis heute als der wohl technisch versierteste Radrennfahrer Deutschlands. Inspiriert durch Sylvester Stallone, gewann er seinen 3. Cross-WM-Titel.

Mike Kluge – Daten und Fakten:
- Wurde am 25. 9. 1962 in Berlin geboren.
- Trotz Angeboten aus dem Profi-Zirkus war ihm der Cross-Sport wichtiger.
- Als Amateur wurde er 5-mal Deutscher Meister sowie 2-facher Weltmeister.
- Als Profi holte er 6 nationale Titel und eine WM.
- 1990 gewann er den Bike-Weltcup.
- 1992 war er Mitbegründer der Fahrradmarke Focus.

Was fasziniert Sie am Radsport?

Man kommt viel in der Welt herum und lernt dadurch viele interessante Menschen kennen. Besonders gern fahre ich mit dem Mountainbike durch fremde Länder, in die Berge oder auch in die Städte, wie kürzlich in Tel Aviv, wo man auf kleinen Märkten anderen Kulturen begegnet, die so viel Flair haben.

Mein erstes Mal auf dem Rennrad …

… saß ich, als ich 14 war. Ich bekam an Heiligabend ein Rennrad geschenkt, das ich trotz Eis und Schnee gleich ausprobieren wollte. Meine Eltern meinten, ich solle mit dem Fahren lieber warten, aber da war ich schon außer Reichweite und bin um die Häuser gedriftet.

Was war Ihr erstes Rennrad?

Ein schwarz-weißes Peugeot. Das war damals der ganz große Renner.

Mein schönster Rennradmoment …

… war, nach vier erfolglosen Jahren, bei der Cross-WM ’92 in Leeds, wieder Weltmeister zu werden – und das, nachdem ich aus Berlin in den Schwarzwald gezogen war. Komisch, aber der Film „Rocky IV“ mit Sylvester Stallone war der Auslöser: „Du musst es nur wirklich wollen!“

Und der schwärzeste Moment?

Als ich 1984 nicht für Olympia in Los Angeles nominiert wurde. Ich war 22 Jahre alt und musste erleben, wie ungerecht und unsportlich ein Verband sein kann.

Ihr Lieblingsrennen?

Die Cross-WM der Profis in Leeds. Das war der totale Wahnsinn. Heute sind es 24-Stunden-Bike- oder Autorennen. Das Gefühl, mit der Angst kontrolliert umzugehen, hat mich schon immer gereizt.

Wo radeln Sie am liebsten?

Dort, wo es im Winter warm ist und die Sonne scheint – und wo es etwas zu entdecken gibt. Im Moment sind es Israel und Südafrika. Im Sommer kurve ich gerne durch den Schwarzwald.

Die ideale Verpflegung auf dem Rad …

… im Training belegte Brötchen und auch mal Kuchen, wie damals von meinem Trainer Wolfgang Schulze empfohlen. Aber wenn etwa im Rennen Leistung erbracht werden soll, dann geht nichts ohne Energieriegel.

Haben Sie einen Radsport-Tick?

Ich stehe auf Bikes und Rennräder „Made in Germany“.

Die größte Stil-Sünde auf dem Rennrad?

Meiner Meinung nach schwarzes Lenkerband, schmierige Ketten und Socken, die bis in die Kniekehlen reichen.

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