RB 0912 Interview 5 Minuten mit Lucien Van Impe Roth Augenklick

Lucien Van Impe im RB-Interview

5 Minuten mit Lucien Van Impe

Für den belgischen Ex-Bergkönig Lucien Van Impe ist die Tour de France das schönste und spannendste Rennen überhaupt. 1976 konnte er die „Große Schleife“ gewinnen.

Lucien Van Impe – Daten und Fakten:
- Geboren am 20. Oktober 1946 im belgischen Mere, gilt er bis heute als einer der besten Bergfahrer
aller Zeiten.
- 1976 gewann Van Impe als letzter Belgier die Tour de France.
- 4 weitere Male fuhr er aufs Podium, gewann 8 Etappen und 6-mal das Bergtrikot.
- Sein letzter großer Sieg: bei den Belgischen Straßenmeisterschaften 1983.

Was fasziniert Sie am Radsport?

Obwohl mir auch Fußball gut gefällt, gibt’s für mich nichts Schöneres als Fahrrad zu fahren, vor allem im Hochgebirge.

Mein erstes Mal auf dem Rennrad ...

... war, als ich als 10-Jähriger meinem ältesten Bruder Philimon nacheifern wollte.

Was war Ihr erstes Rennrad?

Das gebrauchte und schon ein wenig malträtierte Rennrad von Philimon. Es stand kein Markenname mehr drauf, er hatte es selbst im Rosa des Giro d’Italia angestrichen.

Mein schönster Rennradmoment?

… war 1976 die Feier meines Tour-Siegs in Paris vor Joop Zoetemelk und Raymond Poulidor. In meinem Heimatdorf haben dann Fans die Kneipe meiner Mutter in gelber Farbe angestrichen.

Und der schwärzeste Moment?

War, als ich ein Jahr später auf dem Weg nach Alpe d’Huez in Führung liegend von einem Auto abgeschossen wurde. Dadurch verlor ich nicht nur die Etappe, sondern auch die gesamte Tour de France.

Ihr Lieblingsrennen?

Die Tour de France ist für mich ganz klar die „Top of the Bill“ des Profi-Radsports. Während meiner Karriere konnte ich mich früher eine ganze Saison lang nur auf dieses eine Ziel konzentrieren.

Wo radeln Sie am liebsten?

In den Pyrenäen. Dort sind die Cols etwas steiler als in den Alpen – außerdem ist es hier im Sommer wärmer. Heute fehlt mir als Sportdirektor des Accent-Teams aber leider die Zeit dazu.

Die ideale Verpflegung auf dem Rad …

... waren früher – und sind auch heute noch – Reiskuchen. Am liebsten von meinem Bäcker nebenan.

Haben Sie einen Glücksbringer?

Nein, habe und hatte ich nie.

Haben Sie einen Radsport-Tick?

Ich startete früher am liebsten als Letzter des großen Pulks.

Nach der Ausfahrt geht’s als Erstes ...

... zum Waschen, Umkleiden und, falls noch Zeit bleibt, düse ich zum Angeln.

Die größte Stil-Sünde auf dem Rad?

Das ist die falsche Sitzposition. Das war das Allererste, was mir mein Vater damals über den Radsport beigebracht hat.

Lieber bergauf oder bergab?

Ganz klar: Bergtouren ohne Ende. Runterfahren kann doch jeder.

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