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RoadBIKE Quicklist: Die 10 größten Tuning-Fehler

Die 10 größten Fehler beim Gewichts-Tuning

Latex-Schlauch und selbstgebohrte Löcher - beim Gewichts-Tuning geht mit dem einen oder anderen besonders eifrigen schnell mal der Gaul durch. RoadBIKE zeigt die 10 größten Fehler bei der Rennrad-Diät.

Ein leichteres Rennrad - wer will das nicht?! Gewichts-Tuning ist extrem effektiv und muss gar nicht teuer sein. RoadBIKE zeigt in Ausgabe 07/2015 (ab 24.06.2015 am Kiosk oder hier direkt bestellen), wie sich ganz locker 1,2 Kilo aus einem Rennrad "herauschschwitzen" lassen. Und zwar, ohne ans Limit zu gehen: Der Spaß kostet rund 1000 Euro - die sich ja auch locker in mehreren Tuning-Schritten über längere Zeit strecken lassen.

Bei den Recherchen zum Thema Gewichts-Tuning ist die Redaktion aber auch einigen teils weit verbreiteten Tuning-Maßnahmen begegnet, die entweder deutliche funktionale Nachteile mit sich bringen, oder schlimmstenfalls sogar ein Sicherheitsrisiko bedeuten. Die 10 größten Tuning-Fehler von Rennrad-Fahrern im Überblick:

Tuning-Fehler 1: Leicht-/Latex-Schläuche

Das klingt verlockend: Für unter 20 Euro ca. 100 Gramm einsparen, dazu wird das Rennrad auch noch spürbar schneller. Schläuche aus Latex oder extrem leichte Butyl-Schläuche wiegen nur rund 60 Gramm pro Stück, dazu rollen sie deutlich leichter als ein Standard-Schlauch aus Butyl (75 bis 120 Gramm).

Aber diese extrem dünnwandigen Leicht-Schläuche reagieren höchst sensibel auf die Hitze, die bei langen Bremsungen über die Felge auf den Schlauch einwirkt.

Schlechterdings platzen diese Schläuche während der Fahrt. Darum gilt: Standard-Schläuche ab rund 75 Gramm sind die sicherere Wahl - und übrigens auch deutlich pannensicherer als Leicht-Butyl.



Die komplette Tuning-Geschichte lesen Sie in RoadBIKE Ausgabe 07/2015. Ab 24.06.2015 am Kiosk oder hier direkt bestellen



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Tuning-Fehler 2: Auf Felgenbänder verzichten

Noch verlockender als leichte Schläuche klingt es, einfach ohne Felgenbänder zu fahren. Dieses Tuning ist kostenlos und spart 40 Gramm (ca. 20g pro Band). Das Risiko: Schläuche sind hitzeempfindlich - siehe Punkt 1.

Das Felgenband schützt den Schlauch wirkungsvoll vor den Temperaturen heißgebremster Felgen. Zudem deckt stabiles Felgenband die Löcher der Speichennippel sicher ab, die ein weiteres potenzielles Risiko für die Haltbarkeit des Schlauchs bedeuten.

Darum gilt für alle Felgen, die mit Clincher-Reifen und Schläuchen bestückt sind: Nie ohne Felgenband!



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Tuning-Fehler 3: Gewichtslimit der Hersteller missachten

Wir lassen uns leichte Bauteile am Rennrad ganz schön was kosten - immerhin entwickelt sich das Verhältnis von Gewicht zum Preis exponential.

Aber Obacht bei extremem Leichtbau: In aller Regel geben die Hersteller für Ihre Bauteile Gewichtslimits an. Die liegen manchmal schon bei 75 Kg, in der Regel nie über 90 Kilo Systemgewicht, also Fahrer plus Rennrad.

Gerade die Anbieter von hochwertigem Leichtbau wissen in genau, was sie tun - und was ihre Teile aushalten. Das Gewichtslimit von Bauteilen am Rennrad sollte man darum unbedingt immer beachten!



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Tuning-Fehler 4: Leichtbau-Bremsen

Leichtbau-Bremsen aus Carbon oder liebevoll CNC-gefrästem Aluminium locken mit Traum-Gewichten: Sie wiegen als Paar meist weniger, als eine einzelne Bremse der Top-Gruppen Dura-Ace, Red, oder Super Record (130 - 150 Gramm).

Dieser höchst sparsame Materialeinsatz hat allerdings einen deutlich spürbaren Nachteil: Die Bremskörper sind weniger steif, was geringere Bremskraft und einen unpräzisen Druckpunkt dieser Bremszangen bedeutet.

Wer also bei den Bremsen 150 Gramm sparen möchte sollte sich im klaren sein, dass er damit auch auf die von aktuellen Gruppen-Bremsen gewohnte präzise Power verzichtet.



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Tuning-Fehler 5: Leichtbau-Ritzel/Kettenblätter

Bei Kettenblättern und Ritzelpaketen sind erstaunlich leichte Tuningprodukte auf dem Markt. Mit dem Gewichts-Vorteil auf der Waage verspielt man damit aber die geschmeidige Schaltperformance, mit der die aktuellen Gruppen von Campagnolo, Shimano und Sram verwöhnen.

In den letzten Jahren haben die Entwickler der Schaltgruppen viel Energie darauf verwendet, alle Bauteile der Rennrad-Schaltung perfekt aufeinender abzustimmen. In Tests fällt RB immer wieder auf, dass markenfremde Bauteile die Schaltperformance verschlechtern - bei mechanischen wie auch elektronischen Schaltungen.



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Tuning-Fehler 6: Vollcarbon-Sättel

Ein 69 Gramm leichter Sattel? Das beeindruckt nicht nur Gewichts-Fetischisten. Beim Sattel sollte aber das einzig entscheidende Kaufargument sein, ob einem das Teil passt.

Zwar kann man auch auf so einer harten Carbon-Sitzfläche erstaunlich angenehm sitzen - sie kann aber genau so gut zur verheerenden Marter werden. Darum gilt - wie immer beim Sattel: Probesitzen und im Zweifel den schwereren, aber komfortablen Sattel wählen!



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Tuning-Fehler 7: Ultraleicht-Schuhe mit schlechter Einlegesohle

Eigentlich lustig: Bei ihren extrem teuren Leichtbau-Topmodellen sparen die Schuh-Hersteller an der selben Stelle wie bei sehr günstigen Schuhen - der Einlegesohle.

Statt einer komfortablen, das Fußgewölbe stützenden Sohle stecken in vielen Leichtbau-Schuhen hauchdünne Sohlen ohne jede ergonomische Unterstützung. Jedes Gramm zählt eben.

Nach ein paar Stunden wird diese Diät aber hart bestraft. In einen hochwertigen Rennrad-Schuh gehört eine hochwertige Einlegesohle!



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Tuning-Fehler 8: Hosen mit zu dünnem Polster

Offensichtlich entbrennt derzeit auch bei den Bekleidungs-Herstellern ein Wettkampf auf der Waage. Was bei der Oberbekleidung noch ganz interessant sein mag, hat bei der Rennrad-Hose klare Grenzen: Wer wegen ein paar Gramm ein hauchdünnes Sitzpolster in Kauf nimmt, macht einen gewaltigen Fehler.

Wie beim Sattel gilt an dieser wichtigsten Kontaktstelle zwischen Rennrad und Fahrer: Sitzkomfort geht klar vor Gewicht.



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Tuning-Fehler 9: Leichtbauteile nach einem Sturz weiter verwenden

Ein Sturz tut weh! Und die Frage, ob man die sündteuren Leichtbau-Teile am Rennrad danach austauschen sollte, ist nicht weniger schmerzhaft. Denn die Antwort lautet: Im Zweifel sollte man Leichtbau-Teile immer austauschen, die bei einem Sturz oder Unfall in Mitleidenschaft gezogen worden sein könnten.

Zwar kann man auch den Händler seines Vertrauens oder den Hersteller des Bauteils kontaktieren, die Antwort wird aber kaum anders lauten. Hochwertiger Leichtbau funktioniert bei sachgemäßer Verwendung und Belastung und unter Einhaltung des zulässigen Höchstgewichts absolut zuverlässig und sicher - ein Sturz, Unfall oder Transportschaden ist aber keine sachgemäße Verwendung.



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Tuning-Fehler 10: Bohren und Feilen

Man sollte meinen, mit selbst gebohrten Löchern gespickte oder an allen möglichen Stellen abgefeilte Bauteile am Rennrad hätten sich mit der Jahrtausendwende erledigt.

Doch immer wieder hört oder liest man von diesem Kamikaze-Tuning - obwohl die 1990er-Jahre schon lange vorbei sind.

Um es klar zu sagen: Wer an den Bauteilen von Rennrädern feilt, bohrt oder schmirgelt, spielt schlechterdings mit seinem Leben! So einfach ist das.





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