thyssenkrupp Steel Europe AG

Stahl-Rahmen von Thyssenkrupp

Thyssenkrupp entwickelt Hightech-Rahmen aus Stahl

Mit dem Hightech-Rahmen Steelworks will Thyssenkrupp das Thema Stahl im Fahrradbau wieder in den Mittelpunkt schieben und eine echte Alternative zu Aluminium und Carbon bieten.

Rennräder mit Stahlrahmen haben eine lange Tradition. Sie gelten als elegant und begeistern viele Liebhaber. Doch in Zeiten von Aluminium- und Carbon-Lösungen wurden Stahlrahmen immer mehr zu einer Randnotiz – auch angesichts ihres höheren Gewichts. Mit einer neuen Fertigungstechnologie will Thyssenkrupp das nun ändern.

Reinhard Oppermann
Hier noch als Prototyp – in wenigen Monaten auf dem Markt: das Steelworks samt Anbauten

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Das Steelworks genannte Projekt der Duisburger Stahlsparte setzt dabei auf Dualphasen-Stahl, der eine Formgebung wie Carbon erlaubt und gleichzeitig eine höhere Festigkeit und Steifigkeit als Aluminium bieten soll. Um diese Werte zu erreichen, wird das verzinkte, unter einem Millimeter dicke Stahlblech zunächst in zwei Halbschalen gepresst und daraufhin mit einer automatisierten und somit präzisen 3D-Laserschweißtechnik vereint. Auf diesem Weg fallen die sichtbaren Schweißnähte minimal aus.

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Komfort trotz Hightech

Die hohe Steifigkeit des Stahlrahmens im Tretlagerbereich dient einer guten Kraftübertragung und unterstützt den Vortrieb. Gleichzeitig sollen die hohe Flexibilität im Sattelrohr sowie die eigene Dämpfung des Materials ein komfortables Fahrverhalten bieten. „Ohne die hervorragenden Umformeigenschaften des Stahls bei gleichzeitig hoher Festigkeit wäre die bionische Gestaltung des Sattelrohres nicht möglich gewesen“, erklärt Jia-Uei Chan, Projektleiter von Steelworks.

thyssenkrupp Steel Europe AG
Die Designer und Techniker von Thyssenkrupp haben mit dem Steelworks-Rahmen den bekannten Red Dot Design Award gewonnen.

Prämiert – aber ohne Preis

Noch vor dem eigentlichen Verkaufsstart im Spätsommer konnte das Projekt bereits einen ersten Erfolg feiern. In der Kategorie Material & Surfaces des in Design-Kreisen bekannten Red Dot Design Awards ging die Auszeichnung an die Duisburger. Apropos Preis: Noch steht nicht fest, was Interessierte für das Stahl-Gefährt auf den Tisch legen müssen.

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