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Neue Rennradpedale von Speedplay

Neue Rennrad-Pedale Wahoo präsentiert neue Speedplay-Pedale

Rund eineinhalb Jahre nach der Übernahme durch Wahoo hat Speedplay jetzt seine runderneuerte Pedalpalette vorgestellt: Speedplay Comp, Zero, Nano sowie Aero behalten ihr bewährtes und beliebtes Prinzip bei, sind aber in zahlreichen Details verbessert. Außerdem kündigt Wahoo die Leistungsmess-Pedale Powrlink Zero an.

Mit Stolz hat Wahoo das erste große Make-Over der amerikanischen Kult-Marke Speedplay verkündet, seit die Pedale vor 31 Jahren in einer kalifornischen Garage erfunden wurden. Speedplay-Pedale sind die weltweit einzigen High-Performance-Pedale, die speziell für den Straßenradsport und Triathlon entwickelt wurden, ohne auf Konzepte und Technologien aus anderen Sportarten zurückzugreifen – und die einzigen, die einen beidseitigen Einstieg bieten.

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Die neue Speedplay-Familie umfasst die Pedale Comp, Zero, Nano und Aero.

Kurz&Knapp

  • Name: Wahoo Speedplay
  • Preise: Speedplay Comp 149,99 Euro, Zero 229,99 Euro, Nano 449,99 Euro, Aero 279,99 Euro

Einige wichtige Detailveränderungen über die gesamte Linie hinweg sollen die Leistung und Haltbarkeit der Speedplay-Pedale verbessern: Die überarbeiteten Modelle haben laut eine geringere Stack-Höhe und eine bessere Aerodynamik als andere Systeme, sowie einen einstellbaren Float, Optionen für die Achslänge (nur Zero, erhältlich exklusiv bei ausgesuchten Wahoo Fachhändlern und Bikefittern).

Die neue Wahoo Speedplay-Linie umfasst den Comp (UVP 149,99€), Speedplay Zero (UVP 229,99€) sowie das Top-Pedal Speedplay Nano mit Carbon-Körper und Titan-Achse (449,99€). Für Triathleten und Zeitfahrspezialisten gibt es das Speedplay Aero (279,99€).

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Den Einstieg markieren die Speedplay Comp.

Auch in Sachen Einstieg hat man im Detail gearbeitet. Die Speeplay-Linie umfasst zwei Schuhplattenoptionen: Standard Tension (enthalten bei Zero, Nano und Aero) und Easy Tension für den besonders leichten Ein- und Ausstieg mit weniger Widerstand (enthalten bei Comp). Beide Cleat-Optionen sind mit allen Pedalen der neuen Speedplay-Linie kompatibel. Weiterhin sind sie rückwärtskompatibel mit allen früheren Speedplay Zero-Modellen.

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Die Speedplay Zero.

Zu den Leistungsverbesserungen gehören ein einstellbarer Float an allen Cleats von 0-15 Grad, gedichtete Lager, die keine regelmäßige Wartung benötigen, und eine erhöhte Haltbarkeit durch einen überarbeiteten Pedalkörper. Neu ist auch die Montage der Pedale. Statt eines 15er Maulschlüssels kommt jetzt ein 8mm-Inbusschlüssel zum Einsatz. Das Zero-Pedal ist außerdem in vier Spindellängen bei Speedplay-Händlern und -Bikefittern erhältlich, um sicherzustellen, dass auch auf individuelle Bedürfnisse des Athleten eingegangen werden kann.

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Markenzeichen der Speedplay Nano ist die Titan-Achse.

Im Jahr 2020 fuhr das Education First – EF Pro Cycling Team mit Speedplay-Pedalen zu Top-Platzierungen bei World Tour-Rennen, einschließlich eines Podiumsplatzes bei der Vuelta a Espana. Damit knüpfte man an das World Tour-Erbe eines Pedals an, das mehrere Monumente gewonnen hat, darunter die Tour de France, Paris-Roubaix, Lüttich-Bastogne-Lüttich und Paris-Nizza. Im Jahr 2021 werden EF – Education First Nippo und Canyon//SRAM weiterhin auf Speedplay-Pedalen unterwegs sein. Zu ihnen gesellen sich im Profi-Peloton Alex Dowsett und Owain Doull.

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Die Speedplay Aero sollen einen aerodynamischen Vorteil bieten.

Speedplay hat auch im Triathlon einige Erfolge zu verzeichnen, als siegreichstes Pedal bei den Kona Ironman World Championships und die erste Wahl des Weltrekordhalters Jan Frodeno. "Ich vertraue Speedplay schon seit einem Großteil meiner Karriere, weil sie so zuverlässig sind und die Möglichkeit bieten, die Position meines Fußes individuell anzupassen. Ich fahre 20.000 km im Jahr und die Verbesserungen, die Wahoo an den Pedalen vorgenommen hat, geben mir die Gewissheit, dass meine Pedale immer noch perfekt funktionieren und sicherstellen, dass meine Biomechanik am wichtigsten Kontaktpunkt mit dem Rad funktioniert", sagt Ironman-Weltmeister Jan Frodeno zum neuen Update.

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Der Luftstrom soll ohne optimal um das Pedal herumfließen.

"Speedplay-Pedale bieten uns einen Vorteil gegenüber anderen Pedalsystemen in Bezug auf Gewicht, Aerodynamik und die Verstellbarkeit des Schuhplatten-Systems. Diese Kombination gibt unseren Fahrern am Renntag volles Vertrauen in ihre Ausrüstung und lässt sie sich auf das vor ihnen liegende Rennen konzentrieren", sagte EF – Education First Nippo Team Performance Manager Nate Wilson.

Die neuen Pedale werden von Wahoos bestehender Vertriebsorganisation unterstützt, so dass Radsportler über Wahoo-Händler und WahooFitness.com leichten Zugang zu Speedplay-Pedalen haben. Diese sind ab sofort bei Wahoo-Händlern und auf WahooFitness.com erhältlich.

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Die große Bewegungsfreiheit dank einstellbarem Float gehören seit jeher zu den Stärken von Speedplay.

Warum Speedplay?

Speedplay-Pedale erfreuen sich seit Jahren einer zwar kleinen, aber dennoch treuen Fangemeinde. Denn sie bieten im Vergleich zu den Konkurrenten von Shimano, Look und Time über einige Alleinstellungsmerkmale. Da ist zum einen die Bewegungsfreiheit, der sogenannte "Float": Mittels zweier Schrauben kann jeder Rennradfahrer persönlich einstellen, wie groß die Bewegungsfreiheit im Pedal ist, von 0° bis maximal 15°. Insbesondere Fahrern mit Knie oder Fußproblemen kann dies eine Hilfe sein. Außerdem ist die Bauhöhe der Speedplay-Pedale sehr niedrig, sprich: Der Abstand von der Achsmitte zur Fußsohle ist sehr gering, was als ergonomisch günstig ist. Verstärken lässt sich dieser Effekt, wenn man auf Rennradschuhe mit einer ausgewiesenen Speedplay-Sohle (Vier-Loch-Standard) zurückgreift. Diese werden unter anderem von Gaerne, Northwave oder Lake für einige Modelle zusätzlich angeboten. Aber natürlich lassen sich Speedplay-Cleats mit dem inklusiven Adapter an alle Rennradschuhe mit dem klassischen Drei-Loch-Standard befestigen – auch wenn die Bauhöhe dann wegen des Adapters etwas höher ist.

Ein weiteres Markenzeichen von Speedplay ist der zweiseitige Einstieg, man muss das Pedal also vor dem Einklicken nicht mehr oder weniger mühsam ausrichten. Hinzu kommt, dass die Speedplay-Pedale in zahlreichen Achslängen erhältlich sind, sodass vor allem Partner-Bikefitter einige Möglichkeiten haben, das Pedal an den jeweiligen Fahrer anzupassen. Nicht zuletzt gelten die Speedplay-Cleats als ausgesprochen haltbar, unter anderem dank der "Walkable-Cleats" mit einer rutschfesten und robusten Abdeckung, sodass die Cleats im Gegensatz zur Konkurrenz nicht regelmäßig ersetzt werden müssen.

Powrlink Zero soll im Sommer 2021 auf den Markt kommen

Wahoo kündigt außerdem ein fünftes Pedal an, das noch in diesem Sommer die Palette komplettieren wird. Das Powrlink Zero soll das weltweit erste doppelseitige Pedal-basierte Leistungsmessgerät und im Sommer 2021 erhältlich sein. Ein Preis steht noch nicht fest.

Der erste Testeindruck

Wie schlagen sich nun die neuen Speedplay-Pedale in der Praxis? ROADBIKE hat ein Paar Speedplay Zero im Test. Zunächst das Gewicht: Das Paar Pedale wiegt 220 g, die beiden Cleats bringen zusammen 152 g auf die Waage – macht 372 g für das Gesamtsystem.

Die Montage: Bei normalen Rennradschuhen mit 3-Loch-Standard ist sie etwas aufwendiger, weil der Adapter noch angeschraubt werden muss, insgesamt funktioniert sie aber doch recht problemlos und ist nach ca. 15 Minuten erledigt – und dann kann es auf die Straße gehen. Dort beeindruckt vor allem die seitliche Bewegungsfreiheit, der Fuß kann ganz speedplay-typisch widerstandsfrei im Pedal "floaten". Wie groß die Bewegungsfreiheit ist, lässt sich ja individuell einstellen, auch das ist nahezu unverändert. Was gut gefällt, ist die klar definierte "Kante", wenn man an die Grenze der Bewegungsfreiheit angelangt ist. Dass man aus versehen ausklickt, ist so nahezu ausgeschlossen. Stichwort ausklicken: Die Auslösehärte lässt sich zwar nicht wie bei anderen Pedalsystemen per Schraube anpassen, sondern – wie geschrieben – nur über andere Cleats. In der Standard-Tension-Version bedarf es etwas, aber nicht übermäßig Kraft zum Ausklicken. Die meisten regelmäßigen Hobbyfahrer sollten damit problemlos klarkommen.

Über Wahoo Fitness

Wahoo Fitness mit Sitz in Atlanta, GA, hat eine komplette Umgebung von Apps, Sensoren und Geräten für Läufer, Radfahrer und Fitness-Enthusiasten entwickelt. Neben der Multisportuhr RIVAL sowie dem Radcomputer ELEMNT ROAM und seiner Familie umfasst das Produktportfolio die weltweit ersten Smartphone-gesteuerten Indoor-Trainer KICKR, KICKR CORE und KICKR SNAP, abgerundet durch den weltweit ersten Neigungssimulator KICKR CLIMB, das einzigartige KICKR Bike, das innovative KICKR Headwind Smart-Vent und auch die TICKR-Produktfamilie mit Herzfrequenzmonitoren auf Brustgurtbasis. Die TICKR-Familie, bestehend aus TICKR, TICKR Fit und TICKR X, kombiniert pulsgesteuertes Training mit fortschrittlicher Bewegungsanalyse. Weitere Infos unter www.wahoofitness.com

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