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Pirelli präsentiert neue Rennradreifen P Zero Race & Road

Pirelli P Zero Race & P Zero Road Pirelli präsentiert neue Rennradreifen

Der italienische Reifenhersteller Pirelli hat zwei neue Rennradreifen im Programm: die Modelle P Zero Race und P Zero Road – beide zu verwenden mit eingelegtem Schlauch. ROADBIKE hat alle Informationen – und ist die Pneus bereits gefahren.

Vier Jahre ist es her, dass der traditionsreiche Reifenhersteller Pirelli sein Comeback in der Radsportwelt gab. Die erste Generation an Clincher-Rennradreifen überzeugte mehrfach in ROADBIKE-Vergleichstests, erst im Winter sahnten die Italiener einen Preis-Leistungs-Tipp ab. Nachdem Pirelli im letzten Jahr die Lücke bei Tubeless-Rennradreifen geschlossen hat (ebenfalls mit starker Performance im ROADBIKE-Vergleichstest), präsentieren die Italiener nun die zweite Generation an Rennradreifen für die Verwendung mit Schlauch: Der P Zero Race ist dabei als High-End-Allroundreifen gedacht, der P Zero Road als etwas günstigerer Trainings- und Wettkampfreifen für hohe Laufleistungen. Bei der Entwicklung will Pirelli auch auf die Erfahrungen und Rückmeldungen der mittlerweile drei World-Tour-Teams zurückgegriffen haben, die die Italiener ausstatten (AG2R Citroën, Trek-Segafredo und Team BikeExchange).

P Zero Race: Maximale Performance

Mit den beiden Tubelessmodellen P Zero Race TLR und Race TLR SL teilt der neue Clincher-P Zero Race nicht nur den Namen, sondern auch die Gummimischung und das Design der Lauffläche. Die Gummimischung (Compound) basiert auf drei Funktionspolymeren, die jeweils spezifische Leistungsmerkmale aufweisen und laut Pirelli hervorragenden Grip bei geringem Rollwiderstand bieten sollen. Völlig neu ist hingegen der Aufbau der Karkasse, die aus Nylonfäden mit 120 TPI (threads per inch) besteht. Optimiert hat Pirelli den Reifen übrigens für Felgen mit 19 Millimetern Maulweite.

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Neben der komplett schwarzen Version auch in klassischer Optik erhältlich: der P Zero Race.

Aufgrund der Konstruktion und der Anpassung an aktuelle Standards hat der P Zero Race in allen Größen eine breitere Lauffläche als der Vorgänger P Zero Velo, der bei ROADBIKE-Fahrtests mit ungewöhnlich lebhafter Fahrcharakteristik aufgefallen war. Die breitere und längere Kontaktfläche des neuen P Zero Race mit dem Untergrund soll nun laut Pirelli auch bessere Kontrolle in Kurven und höhere Pannensicherheit gewährleisten. Apropos: Die Karkasse wurde mit einem breiteren Schutzgürtel ausgestattet, dessen Aramidgewebe vor Defekten schützen soll.

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P Zero Race heißt der Nachfolger des P Zero Velo. Die zweite Generation von Clincher-Rennradreifen aus dem Hause Pirelli ist ab sofort erhältlich.

Der neue P Zero Race ist in den Größen 24, 26, 28 und 30 mm erhältlich, wahlweise in Schwarz oder mit Seitenwand in Kautschuk (Classic), darüber hinaus zukünftig auch in den Farbvarianten Gelb, Rot und Weiß. Pirelli empfiehlt den Reifen für Wettkämpfe und Langstrecken von Frühjahr bis Herbst. Kostenpunkt: 59,90 €.

ROADBIKE-Praxiseindruck: In 26mm Bereite bringt der Pneu 218 Gramm auf die ROADBIKE-Waage. Damit ist er geringfügig schwerer als sein Vorgänger, lässt die Konkurrenz á la Continental GP5000, Schwalbe Pro One und Co. aber einige Gramm hinter sich. Wie vom P Zero Velo gewohnt gelingt die Montage kinderleicht und ohne Reifenheber.

Eric Gutglück
RB-Praxiseindruck des P Zero Race nach den ersten Ausfahrten: ein würdiger Nachfolger für den bereits sehr gut getesteten P Zero Velo.

Im Sattel gefällt das sportliche Fahrgefühl: Der Reifen rollt subjektiv sehr schnell, bewahrt einen agil-wendigen Charakter und dämpft ordentlich. Die Gummimischung vermittelt viel Sicherheit in Schräglage, sowohl bei trockenen als auch nassen Straßen. Der Gummi ist dabei übrigens ein bisschen härter als beim P Zero Velo, der sehr gerne kleine Steinchen aufnahm, die sich dann im Verlauf einiger Umdrehungen tiefer in die Mischung einarbeiteten. Aussagen über die zu erwartende Laufleistung des neuen Reifens können noch nicht getroffen werden, der erste Eindruck ist aber ausgesprochen positiv. Pirelli scheint mit dem neuen P Zero Race einen würdigen Nachfolger für den bereits sehr guten Vorgänger gefunden zu haben.

P-Zero Road: Allround-Performance

Mit dem neuen P Zero Road schließt Pirelli eine Lücke, fehlte den Italiener bis dato doch eine preislich attraktive Nummer zwei im Angebot. Der neue Pneu soll stärker auf Langlebigkeit ausgerichtet sein, ohne deswegen Kompromisse an Leichtläufigkeit und Komfort einzugehen. Unterschiede zum großen und teureren Bruder bestehen vor allem im Laufflächendesign, dessen Rillen einen geringeren Abstand zueinander haben und länger sind, sowie durch die Verwendung einer abweichenden Gummimischung.

Pirelli
Querschnitt des neuen P Zero Road.

Geringen Rollwiderstand, exzellenten Grip sowie höchsten Komfort und Langlebigkeit versprechen die Italiener gleichwohl. Der P Zero Road ist nur in Schwarz und in den Größen 24, 26 und 28 mm zum Preis von 39,90 € erhältlich.

ROADBIKE-Praxiseindruck: In 28mm Breite bringt der Pneu 262 Gramm auf die ROADBIKE-Waage. Damit ist er etwas schwerer als etwa der Ganzjahrestrainingsreifen von Vredestein (Fortezza All Weather), lässt aber gewichtstechnisch bekannte Namen wie Contis GP 4Season oder Schwalbes Durano DD hinter sich. Der Pneu lässt sich leicht montieren, der Fahreindruck ist ausgesprochen positiv: Der Pneu rollt subjektiv überraschend schnell, dämpft gut, bietet viel Grip in Kurven – ein Nachteil gegenüber teureren Top-Reifen ist seriös nicht feststellbar. Ein Geheimtipp für Sparfüchse, bis dato ohne dass funktionale Abstriche zu beklagen wären.

Moritz Pfeiffer
Auch der P Zero Road in 28 Millimeter Breite überzeugte die RB-Testfahrer - ein Geheimtipp für Sparfüchse ohne funktionale Abstriche.
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