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Laufrad-Kaufberatung: Darauf kommt es an

Der Mix aus Felge, Nabe und Speichen macht's

Laufradbau ist eine Wissenschaft! RoadBIKE erklärt, worauf es ankommt – und auf was Sie achten sollten.

Der Charakter eines Laufrades hängt maßgeblich von den verbauten „Zutaten“ ab, die der Laufradbauer mit viel Erfahrung zu einem komplexen Ganzen zusammenfügt. Zwar besteht nahezu jedes Laufrad aus einer Felge, einer variablen Anzahl von Speichen und einer Nabe.

Doch je nachdem, welches Material bei den einzelnen Bauteilen zum Einsatz kommt, welche Mengen davon verbaut werden und welche Form die Teile haben, ergibt sich ein völlig unterschiedliches Ergebnis. Das Ziel indes ist immer das gleiche: Geringes Gewicht, viel Komfort, hohe Steifigkeit, gute Aerodynamik – und eine lange Lebensdauer.

Eine schwierige Aufgabe für den Laufradbauer, der gezielt Schwerpunkte setzen muss, ohne dass die anderen Qualitäten zu sehr ins Hintertreffen geraten!

Welche Varianten es gibt und welchen Einfluss die Machart der Einzelkomponenten auf das Laufrad hat, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

Felgen: Hoch oder flach?

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RB DT Swiss R1600
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Hochprofil: Bei Höhen von über 30 Millimeter spricht man von Hochprofilfelgen. Sie sind aus Gewichtsgründen vor allem in Vollcarbon-Laufrädern zu finden, es gibt jedoch auch Alu-Varianten. Der Hauptgrund, Hochprofilfelgen zu verbauen, liegt in ihrer meist besseren Aerodynamik. Die hängt jedoch auch von der Form und Anzahl der Speichen ab, deshalb haben Laufräder mit hohen Felgen nicht zwingend eine bessere Aerodynamik als solche mit flachen. Darüber hinaus punkten hohe Felgen meist mit hohen Steifig­keiten, wenn die übrigen Komponenten passend dazu gewählt werden. Nachteile: ihr im Vergleich oft hohes Gewicht und die hohe Seitenwindanfälligkeit.

Mittelhohes Profil: Profilhöhen zwischen 22 und 30 Millimeter sind weit verbreitet. Sie werden in Systemlaufrädern aller Preisklassen verbaut und bestehen meist aus Aluminium. Sie ermöglichen bei sorgfältiger Auswahl der übrigen Komponenten einen guten Kompromiss aus Gewicht, Steifigkeit und Haltbarkeit – und erzielen dabei oft sogar noch recht ordentliche Aerodynamik-Werte.

Flachprofil: Felgen bis 22 Millimeter sind der Klassiker – und finden sich oft in klassisch aufgebauten Laufrädern. Mit meist 32 Speichen, die sich zwei- oder dreimal kreuzen, lassen sich sehr komfortable Laufräder bauen. Mit ihrem niedrigen Gewicht bieten sich flache Felgen auch für Leichtbaulaufräder an, doch sind diese meist nur mäßig steif – und deshalb eher für leichtere Fahrer geeignet.

Naben: Das Material macht den Preis

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Doch auch das Innenleben ist wichtig: Dreht sich beispielsweise alles um Keramiklager, wird’s schnell richtig teuer. Die Form der Nabe ist mitentscheidend für die Steifigkeit des Laufrades. Hohe Einspeichqualität und die passende Auswahl der übrigen Komponenten vorausgesetzt, bringt ein hoher Nabenflansch mehr Steifigkeit, da die Speichen entsprechend kürzer ausfallen. Ein Grund dafür, dass der Flansch auf der Antriebsseite im Hinterrad oft höher ausfällt.

Da hier zusätzlich Platz für die Kassette benötigt wird, die Einbaubreite der Nabe aber vorgegeben ist, stehen die Speichen rechts steiler als links, was sich negativ auf die Seitensteifigkeit auswirkt. Ein hoher Flansch kann helfen, dies auszugleichen. Auch können bei einem hohen Flansch die Lager größer ausfallen, was der Haltbarkeit zugute kommt. Allerdings bringt ein hoher Flansch auch mehr Gewicht!

Leichtbauer setzen deshalb oft auf Niederflanschnaben und nehmen Ein­bußen bei Steifigkeit und Lagerhaltbarkeit in Kauf. Zudem ist bei extrem niedrigen Flanschen keine radiale Einspeichung möglich, die man häufig an sehr steifen Vorderrädern beobachten kann.

Speichen: Die Funktion entscheidet

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Hochwertige Speichen sind meist aus Stahl gefertigt und verringern zur Mitte hin ihren Durchmesser (Konifizierung). Das spart Gewicht und macht die Speichen elastischer und dauerhaltbarer als nicht konifizierte Speichen mit durchgängig gleichem Durchmesser. Nicht konifizierte Speichen sind dadurch schwerer und weniger flexibel, sie finden sich häufig in günstigen Systemlaufrädern.

Flache (Messer-)Speichen sollen – und können – die Aerodynamik eines Laufrades verbessern. Doch nicht nur die Form, auch die Anzahl der Speichen ist von Bedeutung! Messerspeichen in günstigen Laufrädern sind oft nichts weiter als plattgedrückte, nicht konifizierte Speichen, mit allen beschriebenen Nachteilen, was Gewicht und Elastizität angeht.

Carbonspeichen kommen nur in sehr teuren Laufrädern zum Einsatz. Mit ihnen lässt sich viel Gewicht sparen, gleichzeitig können hohe Steifigkeiten erzielt werden.

Nachteile: Carbonspeichen sind teuer und reagieren empfindlich auf Druck von der Seite, so dass es leicht zu Transportschäden kommen kann. In den meisten Fällen sind die Speichen fest einlaminiert und lassen sich weder tauschen noch nachzentrieren. Ein Speichenbruch wird schnell zum ernsthaften Problem!

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